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Neues aus der Forschung Blog
18. Februar 2014

Jymmin – die Sport-Revolution?

Musik ist ja etwas Herrliches. Mit den Rolling Stones auf den Ohren um die Alster joggen und mit den Backstreet Boys das Laufband im Fitnessstudio erobern (ja, mein Musikgeschmack ist sehr vielseitig, andere würden sagen: diffus) – es könnte nichts Schöneres geben. Ohne meinen iPod jedenfalls wäre so manch eine Trainingsstunde nur schwer zu ertragen. Doch wenn es nach Forschern des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig geht, werden schweißtreibende Einheiten erst dann richtig effektiv und berauschend, wenn man musikalischen Klängen nicht nur passiv lauscht, sondern während des Sports selbst welche produziert.

Ob Jymmin-Geräte traditionelle Laufbänder ablösen? © Minerva Studio - Fotolia.com Ob Jymmin-Geräte traditionelle Laufbänder ablösen? © Minerva Studio - Fotolia.com

Die Wissenschaftler um den Neurologen Thomas Fritz haben Fitnessgeräte so nachgerüstet, dass Probanden ihnen harmonische Töne oder antreibende Beats entlocken konnten. Mithilfe der sogenanntenJymmin“-Maschinen – die Namenskreation vereint die englischen Begriffe „jamming“ und „gym“ – wollten die Forscher mehr über den Nutzen musikalischer Ekstase erfahren. Und siehe da: Es stellte sich heraus, dass Studienteilnehmer, die während des Trainings aktiv Musik machten, effektivere Bewegungen ausübten, ihre Muskeln besser einsetzen und deutlich mehr Glückshormone ausschütteten als ihre lediglich passiv Musik hörenden Mitprobanden. 

Doch brechen Sie jetzt bitte nicht in Aktionismus aus! Bongos, Trompete und Triangel sind keinesfalls dafür gemacht, sie ins Fitnessstudio zu schleifen und sein Gegenüber während des Workouts mit krummen Klängen zu malträtieren. Etwaige Glückshormone bleiben bei schiefen Tönen mit Sicherheit auf der Strecke, und ob Sie Ihre Muskeln während des Joggens tatsächlich effektiver trainieren, wenn Sie nebenbei auf der Geige Mozarts sechste Sinfonie intonieren oder mit der Ukulele „We will rock you“ schmettern, sei einmal dahingestellt.

Sagen wir es, wie es ist: Töne gebende Trainingsgeräte sind erst einmal Zukunftsmusik! Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, malen wir uns schon einmal aus, wie es sein wird, wenn Biathleten durch Treffer am Schießstand kleine Hymnen komponieren, Fußballspieler bei gelungenem Passspiel fetzige Ohrwürmer zum Besten geben und Eiskunstläufer ihre Kürmusik mithilfe der Kufen einfach selbst inszenieren. Sport wird dann nicht nur eine Herausforderung für den Athleten, sondern auch für die Ohren der ihn umgebenden Mitmenschen sein. Doch bis es so weit ist, setze ich erst einmal weiter auf meinen iPod. Der garantiert vielleicht kein ideales Training, aber zumindest gute Musik...

Auszüge der Studie sind auf der Homepage der Max-Planck-Gesellschaft veröffentlicht.

Janina Darm

Hier geht es zur Blog-Seite „Neues aus der Forschung“

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Bisherige Kommentare

 
Interessante Information. Schade, dass er Artikel etwa aus 33% informieren und 66% Witzen besteht (okay, aus einem Witz, der in verschiedenen Varianten wiederholt wird), schön, dass ein link dabei ist. Was im Artikel unter den Tisch gefallen ist: wer bei sich zu hause ein Laufband oder ähnliches stehen hat, kann ja nach Lust & Laune mitsingen, Rythmen klopfen oder was auch, ohne sich Sorgen zu machen, was andere Trainierende oder Frau Darm denken. Nur nicht so laut, dass die Nachbarn genervt sind.