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Neues aus der Forschung Blog
28. Januar 2014

Kaffee macht älter, Bier hält jung

Die männliche Zunft wird angesichts dieser Meldung unken, sie habe es ja schon immer gewusst: Kaffee macht älter, Bier hält jung. Das frische Helle als Quell ewiger Schönheit – eine wahrlich famose Idee. Botox-Parties würden endgültig der Vergangenheit angehören – und mit ihnen die vielen starren Gesichter betuchter Damen aus der High-Society, die allesamt aussehen, als seien sie einem Wachsfigurenkabinett entlaufen.

Eine interessante These: Kaffee macht alt, Bier hält jung. Stimmt das? Eine interessante These: Kaffee macht alt, Bier hält jung. Stimmt das?

Doch bis die Kneipe von nebenan zum Jungbrunnen wird, dürfte wohl noch etwas Zeit vergehen. Denn hinter der knackigen These, Bier halte jung, die israelische Forscher der Universität in Tel Aviv kürzlich so medienaffin im Online-Fachjournal „PLOS Genetics“ formulierten, steckt ein vager Anfangsverdacht, den es in Bezug auf den menschlichen Körper erst noch zu überprüfen gilt.

Ihre Erkenntnis basiert auf einer Untersuchung an Hefezellen, die zwölf verschiedenen „Stresssituationen“ ausgesetzt wurden. Das interessante Ergebnis der Versuchsreihe: Temperatur, pH-Wert oder Medikamente hatten keinerlei Einfluss auf die Entwicklung der Zellen – Koffein und Alkohol dafür umso mehr.

An dieser Stelle sei ein kurzer Ausflug in den häufig unliebsamen Biologieunterricht gestattet, der Ihnen das Prinzip der Zellteilung noch einmal vor Augen führen soll. Da ich Sie nicht unnötig quälen will, fasse ich mich kurz: Die Zellteilung ermöglicht Wachstum und Fortpflanzung. Prinzipiell also eine prima Erfindung. Bevor sich eine Zelle teilen kann, muss das genetische Material allerdings zunächst kopiert werden. Das Problem: Die Enden der in den Zellen enthaltenen Chromosomen, auf denen unsere Gene und Erbinformationen gespeichert sind, werden mit jeder Kopie ein wenig kürzer. Werden die als Telomere bezeichneten Enden schließlich zu kurz, stirbt die Zelle. Telomere spielen also eine entscheidende Rolle, wenn es um das Altern geht.

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Die Details dieses komplexen Vorgangs erspare ich Ihnen. Kommen wir lieber zurück zur Untersuchung der israelischen Forscher: In ihrem Versuch bewirkte Koffein, das etwa in einer Tasse Espresso enthalten ist, dass sich die Telomere in den Hefezellen verkürzten. Ein Alkoholgehalt von rund fünf Prozent (entspricht einem handelsüblichen Bier) sorgte hingegen dafür, dass sich die Chromosomenden sogar verlängerten. Es sei der erste Umweltfaktor, der eine solche Wirkung habe, betonen die Forscher, die darüber hinaus rund 400 Gene identifizierten, welche die Aktivität der Telomere-Länge beeinflussen.

So weit, so gut. Stellt sich nur noch die Frage, welchen Mehrwert wir aus dieser Versuchsreihe ziehen können? Lassen sich die Erkenntnisse auf den Alterungsprozess des Menschen übertragen? Sind Mallorcas Biertempel in Wahrheit klassische Schönheitsfarmen und Kaffeeketten der Alptraum faltenfreier Haut? Piano, liebe Blog-Freunde! Wie so häufig bedarf es weiterer Untersuchungen, um den Prozess des menschlichen Alterns zu verstehen und durchdringen zu können. Bis dahin rate ich Ihnen: Abwarten und Tee trinken! Der ist sowieso viel gesünder als Kaffee oder Bier...

Janina Darm

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