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Neues aus der Forschung Blog
27. Mai 2014

Rotwein – ungesund, aber gut für die Zähne?

Mögen Sie Rotwein, liebe Blog-Leser? Ich muss gestehen: Ein Gläschen ab und an – zu einem leckeren Essen oder einem Stückchen Käse – das hat schon etwas. Zumal Wissenschaftler jahrelang predigten, ein guter Tropfen – beziehungsweise der darin enthaltene Wirkstoff Resveratrol – habe in Maßen genossen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Er könne bei Entzündungen helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs vorbeugen, hieß es. Doch diese Mär haben Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (US-Staat Maryland) nun infrage gestellt und dringende Zweifel angemeldet. Eine Langzeitstudie mit knapp 800 älteren Menschen habe die positiven Effekte des Wunderstoffs nicht nachweisen können, betonen die US-Wissenschaftler. Es gebe keine Anzeichen für eine lebensverlängernde Wirkung von Resveratrol, schreibt das Forscherteam um Richard Semba in der Fachzeitschrift „JAMA Internal Medicine“.

Rotwein – lecker, aber nicht gesund! © Igor Normann - Fotolia.com Rotwein – lecker, aber nicht gesund! © Igor Normann - Fotolia.com

Für Weinliebhaber sind das keine guten Nachrichten. Die Untersuchung zeigt jedoch: Mit Alkohol sollte man niemals leichtfertig umgehen und vermeintliche Gesundheitsaspekte stets hinterfragen.

Die Gelegenheit dazu bot sich mir bereits gestern Morgen, als eine weitere Studie zur angeblich positiven Wirkung von Wein in mein E-Mail-Postfach flatterte: „Rotwein ist gut für die Zähne“, hieß es darin. Forscher aus Spanien und der Schweiz hätten drei Rotwein-Stoffe entdeckt, die schädliche, Plaque bildende Bakterien im Mund bekämpfen.

Sollten Sie sich jetzt darüber nachdenken, die Zahnbürste kurzerhand durchs tägliche Glas Wein zu ersetzen, rate ich Ihnen allerdings dringend ab: An den Zähnen bildet sich vielleicht weniger Plaque, dafür verfärben sich die Beißerchen mit der Zeit – von den gesundheitlichen Problemen und körperlichen Schädigungen, die der Alkoholkonsum mit sich bringt, ganz zu schweigen...

Wir halten also fest: Alkohol ist und bleibt ein Gift für den Körper. Er sollte in Maßen genossen und keinesfalls in ein besonders positives Licht gerückt werden, nur weil bestimmte Inhaltsstoffe eine vermeintlich gesundheitsfördernde Wirkung besitzen. Wer medienwirksam propagierten Ernährungsstudien blind vertraut, übersieht manchmal die entscheidenden Fakten einer Meldung. Also lesen Sie die Artikel und Beiträge zur gesundheitsfördernden Wirkung bestimmter Lebensmittel immer bis ganz zum Schluss. So wie heute diesen Blog-Beitrag...

Einen Auszug aus der Studie gibt es hier.

Janina Darm

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Bisherige Kommentare

 
Sie haben völlig recht, wenn Sie schreiben, dass der Alkohol im Rotwein nicht unterschätzt werden sollte. Und ein Glas Rotwein an sich ist sehr wohl gesund, nur nicht wegen des Pflanzenstoffs Resveratrols, sondern wegen des Pflanzenstoffs OPC, das nachweislich das Gefäßsystem im ganzen Körper schützt und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt. Außerdem wirkt es als starkes Antioxidans, verstärkt die Wirkung von Vitamin C um das 20fache und Vitamin E um das 40fache. Entdeckt und 50 Jahre lang erforscht hat es Prof. Dr. Jaques Masquellier, der auch ein Verfahren entwickelt hat, reines OPC aus Traubenkernen zu gewinnen. Ich nehme seit einem Jahr hochwertiges Masquellier-OPC in Presslingform, habe seitdem keine PMS, keine Migräneanfälle und keine Wechseljahrsbeschwerden mehr und fühle mich mental sehr ausgeglichen. Und ein Glas Rotwein zum Essen gönne ich mir auch - des Genusses wegen. :-)