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Bio-Puten, gibt es die überhaupt?

Auch der Biobauer kann bisher nur auf die allgemeinen Hochleistungsrassen bei Puten zurückgreifen. EAT SMARTER erklärt, ob sie dann trotzdem noch Bio sind und was das Problem mit ihnen ist.

Gibt es überhaupt Bio-Puten? Gibt es überhaupt Bio-Puten?

Hochleistungsrassen sind empfindlicher

Ebenso wie bei Hennen sind auch in der biologischen Aufzucht sogenannte Hochleistungsrassen verbreitet, die für die konventionelle Mast gezüchtet wurden. So auch bei Bio-Puten. Problem: Die Tiere sind empfindlich. Sie kommen mit den raueren Bedingungen der Freilandhaltung schlecht zurecht und werden leichter krank als alte, langsam wachsende Putenrassen. Außerdem benötigen die Jungtiere Futter mit sehr hohem Eiweißgehalt, um zu überleben.

Bio-Putenzüchtung - bis jetzt noch Zukunftsmusik

Erwachsene Puten werden aggressiv oder krank, wenn es im Futter an Eiweiß fehlt. Konventionelle Halter mischen daher künstlich gewonnene Eiweißbausteine ins Futter, ein Trick, der Biobauern verboten ist. Sie müssen sich mit Eiweißextrakten aus Mais oder Kartoffeleiweiß begnügen. Beide Futterzusätze dürfen – so die EG-Verordnung – auch aus konventioneller Erzeugung stammen. Denn es gibt sie in Bioqualität nicht in ausreichender Menge. Um diesem Missstand abzuhelfen, sollen jetzt robuste und für die Ökohaltung geeignete Puten gezüchtet werden. Der Weg dahin ist allerdings noch weit.

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