„Vegan for fit“

30 Tage vegan essen – die ersten zwei Wochen (Teil II)

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 04. Jul. 2022
Vegan essen – © pavel Chernobrivets - Fotolia.com
Vegan essen – © pavel Chernobrivets - Fotolia.com

Wie fühlt sich ein Monat vegan essen an? Zwei Wochen lang probiere ich, die EAT SMARTER-Redakteurin, nun bereits auf tierische Produkte zu verzichten. Lesen Sie hier im zweiten Teil meines Selbstversuchs, wie es mir an den ersten, veganen Tagen ergeht, auf welche Probleme ich treffe und welche Veränderungen ich bereits spüre.

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Hallo Martina, vielen Dank für deinen Bericht. Ich liebe es zum Frühstück ein ungesüsstes Müsli mit Soja-Joghurt und Obst zu essen. Mal mit Natur-Joghurt, mal auch gerne Vanille oder Frucht. Leider habe ich das Problem, dass es bei uns auf dem platten Land vegan so gut wie nichts gibt. Unser Mini-Bioladen hat Sojamilch und Natur-Sojajoghurt, dazu dann noch 1 oder 2 Sorten Tofu und das war es. Ich bestelle viel Online, darüber hinaus stelle ich den Brotaufstrich für´s Wochenendfrühstück selber her. Es gibt im Internet auch ganz tolle Rezepte. Bei Frühstücken, sowohl in der Firma als auch privat wissen alle, dass ich mir meinen Aufstrich selber mitbringe. Also lassen sie 2 oder 3 Brötchen ungeschmiert für mich. Ansonsten frage ich meist vorher was es geben soll und bringe mir dann auch schon mal entsprechend Ersatz mit. Da greife ich dann auch schon mal auf Tofu-Würstchen zurück. Meinen Mann habe ich mittlerweile auch überzeugt, dass vegan gesünder ist und viele vegane Produkte sogar schmecken. Ich bin ca. 90% Veganer, denn wenn es in der Firma zum Beispiel Eis gibt kann ich einfach nicht wiederstehen. Da es das meist auch sehr spontan gibt kann ich nicht vorher planen. Zu Hause gibt es dann veganen Eis, das ich selber mache. Auch habe ich das Problem, dass es zwar in den meisten Restaurants 1 oder 2 vegetarische Gerichte gibt, aber vegan gar nicht. Da werde ich dann zum Vegetarier und esse halt ein vegetarisches Gericht, oder stelle mir die Beilagen entsprechend zusammen. Sojamilch mag ich auch nicht wirklich. Zum kochen ist sie ok, zum Frischkäse herstellen auch, aber im Kakao muß ich sie nicht haben. Da greife ich auch auf Hafermilch zurück. Beim Köse gibt es schon mittlerweile den ein oder anderen ganz guten Sojakäse, auf den man zurück greifen kann. Man muß nur sehr darauf achten, dass man nicht in die nächste Falle tappt, denn viele vegane Käse enthalten Palmöl und das ist auch nicht besser als Fleisch von Mastvieh zu essen. Bezgl. der sonstigen Nebenerscheinungen lass dir gesagt sein, unter den Pickeln leide ich auch gerade, eine Erkältung habe ich mir aufgrund meiner erkälteten Tochter (Kindergartenkind mit Dauererkältung)auch eingefangen, dafür fällt mir das Abnehmen momentan leichter. Allerdings backe ich auch gerne und da kommt dann schon mal gerne eine süße Sünde auf den Tisch.
 
Veganer, gerade Frauen, haben sehr oft Probleme mit Mangelerscheinungen. Auf Dauer ist die vegetarische Ernährung, die Milchprodukte und Eier zulässt, für Frauen die bessere Lösung. Aber da es ein Versuch ist und noch zwei Wochen rumzukriegen sind, rate ich dazu, täglich 50 g Nüsse zu essen, mit Soja vorsichtig zu sein (hohes Allergiepotenzial. Statt Soja zu verarbeiten für diese zwei Wochen lieber Selerieschnitzel zu braten etc. Bolognesesoße kann man auch mit roten Linsen kochen, um was zum Kauen zu haben. Gerade Soja sorgt oft für genau solche Anzeichen, wie Hautprobleme, Kreislaufprobleme, Schwächegefühle etc. Und wenn das Mitleid mit den Tieren anhält, empfehle ich nach dieser Zeit wirklich die Umstellung auf vegetarische Kost. Ist nach diesen vier Wochen super einfach. ;) Kiki.
 
"Und wenn das Mitleid mit den Tieren anhält, empfehle ich nach dieser Zeit wirklich die Umstellung auf vegetarische Kost (...)" Ähm hallo? Vielleicht ist Ihnen ja schonmal aufgefallen dass es, wenn es um das Leid der Tiere geht, so gut wie nichts bringt, vegetraisch zu leben. Schließlich isst man dann immernoch Milch und Eier und unterstützt damit Massenhaltung, Gewalt, und grausames Sterben. Auch ist es Schwachsinn, das man durch vegane Ernährung Mangelerscheinungen, bekommt, solenge man sich ausgewogen ernährt. Da ist es auch egal, ob man ein Mann oder eine Frau ist ;) Ähm hallo? Vielleicht ist Ihnen ja schonmal aufgefallen,
 
Mir fällt schon vieles auf, auch unqualifizierte Aussagen. Wenn ich Milch und Eier verzehre,habe ich sehr wohl die Möglichkeit über eine absolute Kontrolle von Herkunft und Qualität, da ich ja nur bei wenigen Produkten auf die Suche nach einer ökologischen Quelle gehen muss. Nicht jedes Tier, das Eier legt und Milch produziert, lebt unter Massentierhaltungsbedingungen. Und mehr tierische Produkte zur umfassenden Ernährung sind auch gar nicht nötig. Ich ziehe den Hut vor jedem Veganer, keine Frage. Aber auch die Vegetarier tragen viel zum Tierschutz bei. Auch die haben meinen vollen Respekt. Und nebenbei eine ausgewogenere Ernährung, und das ohne Frage. Ich denke, verehrte/r Charle, giftig rumpicken sollte man den -hoffendlich ökologisch gehaltenen Hühnern - überlassen. Grüße von Kikidee.
 
Mir ist aktuell noch etwas Schleierhaft, wie ich durch den Kauf von Fisch & Fleisch vom Bio-Nachbarn 700Meter weiter (Dafür zahlt man halt mehr als das doppelte im Vergleich zum Supermarkt), den ich sehr gut kenne (auch die Bedingungen) Masentierhaltung unterstütze, aber Sie können mir da sicherlich den Nebel vor den Augen lichten.
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