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Brauchen Frauen Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft?

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 25. Jul. 2013
Brauchen Frauen Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft? Brauchen Frauen Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft?

Werdende Mütter haben einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Doch wie hoch dieser wirklich ist und um welche Nährstoffe es sich handelt, wissen wenige. So nehmen Sie oft überflüssige Nahrungsergänzungsmittel.

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Auch wenn man während der Schwangerschaft nicht wirklich für zwei essen soll, für manche Nährstoffe erhöht sich der Bedarf tatsächlich. Viele Schwangere wissen aber nicht genau, welche das sind und in welchen Mengen sie aufgenommen werden müssen. Die Folge: Sie nehmen mehr Nahrungsergänzungsmittel zu sich, als sie eigentlich brauchen.

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) befragten 522 Mütter kurz nach ihrer Entbindung. 97 Prozent von ihnen gaben an, während der Schwangerschaft mindestens ein Supplement genommen zu haben. Die Höhe der Einnahme schwankte dabei deutlich, zum Beispiel bei Folsäure zwischen 0,2 und 5 mg pro Tag. Empfohlen werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) aber nur 0,6 mg pro Tag. Auch wenn es noch keine aussagekräftigen Studien gibt, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Überdosierungen dem Ungeborenen schaden. Der Ernährungsmediziner und Studienleiter Prof. Hans Hauner sagt: "In der Schwangerschaft gilt bei bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln womöglich: Weniger ist mehr. Folsäure und Jod sollten Frauen mit Kinderwunsch jedoch unbedingt in der empfohlenen Dosis ergänzen." Die DGE empfiehlt Schwangeren eine tägliche Zufuhr von 0,23 mg.

Forscher und Ärzte sind sich einig, dass werdende Mütter Folsäure und auch Jod ergänzen sollen. Denn dass Folsäure in der richtigen Dosis Neuralrohrdefekte beim Neugeborenen verhindern kann, ist bewiesen. Bei anderen Nährstoffen sind sich die Experten jedoch unsicher: So hieß es bislang, dass die „guten“ Omega-3-Fettsäuren verhindern, dass das Neugeborene übergewichtig wird. Experimente mit Mäusen konnten diesen Zusammenhang schon zeigen. Doch bei Menschen ist das nicht so. Das konnten die Wissenschaftler der TUM nun mit ihrer neusten Studie unterstreichen. Sie untersuchten 208 werdende Mütter, gaben der Hälfte von ihnen täglich Fischölkapseln mit Omega-3-Fettsäuren und wogen ihre Neugeborenen während des ersten Lebensjahrs in regelmäßigen Abständen. Das Ergebnis: Alle Kinder wogen im Durchschnitt gleich viel. Ob die Mütter viele Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen oder nicht, hatte keinen Einfluss auf das Körpergewicht der Kleinen. Erfahren Sie hier, wie Sie sich in der Schwangerschaft ernähren sollten.

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