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Antibiotikum & Lebensmittel: Das sollten Sie essen!

Von Solveig Kinau
Aktualisiert am 06. Mär. 2019

Wenn es um Wechselwirkungen zwischen bestimmten Lebensmitteln mit einem Antibiotikum geht, sind sich viele Menschen unsicher. Was Sie essen können, um Ihren Körper während der Medikamenteneinnahme zu unterstützen und auf welche Lebensmittel Sie verzichten sollten, erklärt EAT SMARTER!

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Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist ein Antibiotikum und wie beeinflussen Lebensmittel die Aufnahme?
  2. Diese Nährstoffe und Lebensmittel sollten Sie während eines Antibiotikums zu sich nehmen:
    1. 1. Probiotika
    2. 2. Ballaststoffreiche Lebensmittel
  3. Diese Lebensmittel sollten Sie nicht gleichzeitig mit einem Antibiotikum zu sich nehmen:
    1. 1. Alkohol
    2. 2. Milch und Milchprodukte
    3. 3. Grapefruit
    4. 4. Calcium
  4. Wissen zum Mitnehmen

Was ist ein Antibiotikum und wie beeinflussen Lebensmittel die Aufnahme?

Antibiotika sind einige der wichtigsten Medikamente weltweit. Sie werden aus bestimmten Stoffwechselprodukten von Pilzen oder Bakterien gewonnen, die das Wachstum von anderen Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten. Das erste offiziell entdeckte Antibiotikum war Penicillin. Der Mediziner Alexander Fleming entdeckte dies 1928 und erhielt dafür 1948 den Nobelpreis.

Bei Antibiotika kann man grundsätzlich zwischen Bakteriostatika und Bakterioziden unterscheiden: Bakteriostatika hemmen das Wachstum bestimmter Bakterien, Bakteriozide töten diese ab. Antibiotika wirken durch das Schlüssel-Schloss-Prinzip. Das heißt, sie passen genau an Bakterienzellen und wirken dort, passen aber nicht an menschliche oder tierische Zellen.

Leider unterscheiden Antibiotika in unserem Körper nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Das heißt, sie greifen alles an. Dies wird aber in Kauf genommen, da die Schäden der schlechten Bakterien größer sind als die Schäden, die an unseren guten Bakterien hinterlassen werden.

Gerade im Magen-Darm-Trakt werden unsere guten Bakterien in Mitleidenschaft gezogen und angegriffen. Daraus resultiert oft ein Unwohlsein, Übelkeit oder auch Durchfall während einer Antibiotika-Einnahme. EAT SMARTER erklärt welche Lebensmittel und Nährstoffe Ihren Körper bei einer Antibiotika-Einnahme unterstützen und welche Lebensmittel Sie währenddessen lieber meiden sollten.

Merke!

Antibiotika hemmen die Vermehrung von Bakterien oder töten diese ab. Dabei unterscheiden sie nicht zwischen guten und schlechten Bakterien, was besonders den Magen-Darm-Trakt angreift.

Diese Nährstoffe und Lebensmittel sollten Sie während eines Antibiotikums zu sich nehmen:

Antibiotikum und Lebensmittel: Probiotika

1. Probiotika

Ein Antibiotikum hilft zwar gefährliche Bakterien abzutöten und die Verbreitung dieser zu minimieren, leider können Antibiotika aber nicht zwischen "guten" und "schlechten" Bakterien unterscheiden. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel eigene, wichtige Darmbakterien genau so angreifen wie fremde infektiöse Bakterien.

Um genau diese wichtigen Magen- und Darmbakterien zu unterstützen und regenerieren, sollte man während eines Antibiotikums auch Probiotika zu sich nehmen. Die Bekanntesten und Wichtigsten davon sind die Milchsäurebakterien, denn sie sind säuretolerant und können sich somit im Darm weiter verbreiten. Durch die Einnahme schützen Sie Ihren Magen- und Darmtrakt und beugen den Nebenwirkungen der Antibiotika vor (wie zum Beispiel Durchfall).

Probiotische Lebensmittel:

Neben probiotischen Lebensmitteln sollten Sie eventuell auch eine Probiotika-Kur für die Zeit der Antibiotika-Einnahme aus der Apotheke erwerben. Diese enthalten sehr viel mehr lebende Bakterien und können bei einem akuten Mangel schneller helfen. Achtung: Probiotika sollten Sie immer mind. zwei Stunden vor oder frühestens zwei Stunden nach der Antibiotika Einnahme zu sich nehmen, da die probiotischen Bakterien sonst direkt wieder angegriffen werden.

Probiotika haben neben dem positiven Effekt auf die Darmflora und das Immunsystem weitere positive Eigenschaften: sie helfen gegen bei Durchfallerkrankungen, bei Verdauungsbeschwerden und Verstopfungen, verbessern die Infektabwehr und die psychische Gesundheit und können sogar vorbeugend gegen Darmkrebs helfen (1).

Hier geht's zu den 10 besten probiotischen Lebensmitteln!

Merke!

Probiotika sollten während eines Antibiotikums immer zusätzlich genommen werden, da die Antibiotika auch die gesunden Darmbakterien angreifen und so die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen.

2. Ballaststoffreiche Lebensmittel

Ballaststoffe sind für unsere Gesundheit besonders wichtig. Sie kommen fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor und können von uns Menschen kaum oder gar nicht verdaut werden. Ballaststoffe werden in zwei Gruppen unterschieden: wasserlösliche Ballaststoffe, die in Obst und Gemüse vorkommen und wasserunlösliche Ballaststoffe aus Vollkornprodukten.

Warum sind Ballaststoffe dann wichtig, wenn wir sie nicht verdauen können? Ballaststoffe sorgen für eine gute Verdauung und beugen Blähungen und Völlegefühl vor. 

Außerdem wirken sich Ballaststoffe auch positiv auf die Darmflora aus. Sie dienen als Nahrungsgrundlage für die "guten" Darmbakterien. Diese können sich besonders gut vermehren, wenn ausreichend Ballaststoffe vorliegen.

Anders als probiotische Lebensmittel sollte man ballaststoffreiche Lebensmittel während eines Antibiotikums nicht zu viel zu sich nehmen. Ballaststoffe verlangsamen die Entleerung des Magens und damit auch die Aufnahme von Medikamenten (wie Antibiotika). Daher sollte man erst nach Beendigung der Antibiotika-Einnahme wieder vermehrt zu sehr ballaststoffreichen Lebensmitteln greifen (2).

Ballaststoffreiche Lebensmittel:

Warum Ballaststoffe außerdem wichtig sind, erklärt unsere Expertin:

"Ballaststoffe wirken wie ein Puffer auf den Blutzuckerspiegel, das heißt, der Blutzuckerspiegel steigt langsamer an und sinkt auch langsamer wieder ab. Die Blutfettwerte werden durch den Verzehr von Ballaststoffen positiv beeinflusst, und langfristig können Ballaststoffe auch Krebserkrankungen vorbeugen. Ballaststoffe sorgen für eine lang anhaltende Sättigung, da sie im Magen aufquellen. Ausreichend zu trinken, ist bei ballaststoffreicher Ernährung also sehr wichtig!", erklärt Linda Marx, Diplom-Ökotrophologin und zertifizierte Ernährungsberaterin.

Merke!

Ballaststoffe helfen dabei, eine gesunde Darmflora zu erhalten. Sie sollten allerdings erst nach einer Antibiotikum-Einnahme vermehrt aufgenommen werden, da sie die Aufnahme von Medikamenten verzögern können.

Antibiotikum und Lebensmittel: Grapefruit

Diese Lebensmittel sollten Sie nicht gleichzeitig mit einem Antibiotikum zu sich nehmen:

Wie bereits erklärt, gibt es einige Lebensmittel und Nährstoffe, die Ihren Körper bei einer Antibiotika-Einnahme unterstützen. Es gibt aber auch einige Lebensmittel, die Sie entweder während der Einnahme oder während der gesamten Dauer der Anwendung des Antibiotikums meiden sollten.

1. Alkohol

Während der gesamten Dauer der Antibiotika-Einnahme sollten Sie auf Alkohol verzichten. Es kann nicht nur zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen kommen, sondern im schlimmsten Fall auch zu irreparablen Leberschäden.

Unsere Leber ist während einer Antibiotika-Einnahme schon sehr damit beschäftigt, das Antibiotikum abzubauen. Muss zusätzlich Alkohol abgebaut werden, stellt dies unseren Körper vor zusätzliche Herausforderungen. Dies kann eine unerwartet schnelle Trunkenheit zur Folge haben so Alkoholvergiftungen begünstigen. 

Hinzukommt außerdem, dass die Wirkstoffmenge des Antibiotikums im Körper durch Alkohol verringert wird. Dadurch wirkt es im schlimmsten Fall nicht richtig und es können sich Antibiotikaresistenzen bilden. Dies passiert, weil die Bakterien durch die niedrigere Wirkstoffkonzentration an das Antibiotikum gewöhnen können, ohne davon vollständig getötet zu werden.

2. Milch und Milchprodukte

Milch, Butter, Joghurt, Sahne, Käse und Co sollten Sie nicht zusammen mit Antibiotika zu sich nehmen. Milchprodukte können die Aufnahme von Antibiotikum verzögern und vermindern, sodass eventuell nicht genügend Wirkstoffe zu den "schlechten" Bakterien kommen.

Achten Sie deshalb darauf mindestens 2 Stunden vor und nach der Einnahme des Antibiotikums keine Milch oder Milchprodukte zu sich zu nehmen. Danach können Sie weiterhin Milchprodukte essen.

3. Grapefruit

Grapefruits und auch Grapefruitsaft wirken sich leider sehr schlecht auf die Einnahme eines Antibiotikums aus. Grapefruit verzögert den Abbau des Antibiotikums im Körper und erhöht damit die Medikamenten-Konzentration. Dadurch kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen, da sich sehr viel mehr Antibiotikum im Körper befindet als vorgesehen.

Sie sollten während der gesamten Behandlung mit Antibiotika auf Grapefruits und Grapefruitsaft verzichten, da zu den "normalen" Nebenwirkungen des Antibiotikums oft noch Hautausschläge, Schwindel, Kopfschmerzen und Atembeschwerden hinzukommen können (3).

4. Calcium

Calcium kann ebenfalls die Aufnahme von Antibiotika beeinträchtigen. Dadurch wirken die Medikamente entweder zu stark oder zu wenig. So oder so ist es besser auf die Einnahme von Calcium (als Nahrungsergänzungsmittel) während der Dauer der Antibiotika-Einnahme zu verzichten (4).

Ob Sie an einem Mineralstoffmangel leiden, lesen Sie hier!

Merke!

Während der gesamten Dauer der Antibiotika-Behandlung sollten auf Alkohol, Grapefruit, Grapefruitsaft und Calcium als Nahrungsergänzungsmittel verzichtet werden, da es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen kann.

Wissen zum Mitnehmen

Antibiotika sind einige der wichtigsten Medikamente weltweit und werden daher auch oft verschrieben. Antibiotika töten Bakterien in unserem Körper ab, damit zum Beispiel eine Entzündung zurückgeht oder keine Infektion nach einer OP entsteht.

Leider unterscheiden Antibiotika in unserem Körper nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Das heißt, sie greifen alles an. Dies wird aber in Kauf genommen, da die Schäden der schlechten Bakterien größer sind als die Schäden, die an unseren guten Bakterien hinterlassen werden.

Gerade im Magen-Darm-Trakt werden unsere guten Bakterien in Mitleidenschaft gezogen und angegriffen. Dadurch resultiert oft ein Unwohlsein, Übelkeit oder auch Durchfall während einer Antibiotika-Einnahme. Bestimmte Lebensmittel können helfen, die Darmflora zu unterstützen.

Probiotika sollten während eines Antibiotikums immer zusätzlich genommen werden, da die Antibiotika auch die gesunden Darmbakterien angreifen und so die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Welche probiotischen Lebensmittel es gibt, lesen Sie weiter oben.

Ballaststoffe sind die Nahrungsgrundlage unserer Darmbakterien und helfen dadurch eine gesunde Darmflora zu erhalten, die Verdauung anzukurbeln und Verstopfungen vorzubeugen. Ballaststoffreiche Lebensmittel sollten allerdings erst nach einer Antibiotikum-Einnahme vermehrt aufgenommen werden, da sie die Aufnahme von Medikamenten verzögern können.

Während der gesamten Dauer der Antibiotika-Behandlung sollte allerdings auf Alkohol, Grapefruits, Grapefruitsaft und Calcium als Nahrungsergänzungsmittel verzichtet werden, da die Aufnahme des Antibiotikums beeinträchtigt wird und es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen kann. Auf Milch und Milchprodukte muss lediglich mindestens 2 Stunden vor und nach der Einnahme des Medikamentes verzichtet werden.

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