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Umweltinstitut warnt

Deutsches Bier mit Glyphosat belastet

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Schock-Nachricht im Land der Biertrinker: Das Münchner Umweltinstitut hat in den 14 meist getrunkenen deutschen Bieren das Pestizid Glyphosat gefunden

Mann nimmt eine Bierflasche aus der Kiste
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Von wegen deutsches Reinheitsgebot – bei einem Test der 14 beliebtesten deutschen Biersorten haben Tester des Umweltinstituts München in jeder Probe das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gefunden. 

Die gefundenen Werte lagen laut Umweltinstitut zwischen 0,46 Mikrogramm pro Liter (µg/l) und 29,74 µg/l, im Extremfall also fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 µg/l. Am meisten Glyphosat fanden die Tester in Bier der Marken Hasseröder, Jever und Warsteiner, am wenigsten in Augustiner, Franziskaner und Becks. 

Welche Biere wurden getestet? 

Folgende Biermarken wurden durch das Institut untersucht:

  • Krombacher
  • Oettinger
  • Bitburger
  • Veltina
  • Becks
  • Paulaner
  • Warsteiner
  • Hasseröder
  • Radeberger 
  • Erdinger
  • Augustiner
  • Franziskaner
  • König
  • Jever

Wie kommt das Glyphosat in das Bier? 

Glyphosat ist das der meistbenutzte Unkrautvernichtungsmittel weltweit. Auch bei einer Grundzutat jedes Bieres, nämlich Malz aus Gerste oder Weizen, kommt es zum Einsatz, laut Umweltinstitut "in großen Mengen". 

Zwar sei bei Getreide, das für Brauzwecke vorgesehen ist, "der Einsatz von Glyphosat zur Beschleunigung des Reifeprozesses kurz vor der Ernte (...) verboten. (...) Stoppelbehandlung, der Einsatz nach der Ernte und vor der Aussaat bzw. bis kurz nach der Aussaat sind jedoch erlaubt." 

Wie gefährlich ist Glyphosat?

"In absoluten Zahlen sind die gemessenen Glyphosat-Mengen klein", heißt es beim Umweltinstitut. Für Bier selber gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert, nur für seine Zutaten. Hier liegen die von dem Institut gemessenen Werte deutlich unter den Grenzwerten, zum Beispiel bei Malz. 

Die Autoren des Umweltinstitutes sind jedoch der Meinung: Unkrautvernichtungsmittel haben in Bier nichts verloren, egal in welcher Konzentration. 

Darüber, wie gefährlich das in den 70er Jahren vom Konzern Monsanto entwickelte Mittel Glyphosat wirklich ist, herrscht unter Experten keineswegs Klarheit: Während die Weltgesundheitsorganisation WHO es als "wahrscheinlich krebserregend" einstuft, halten es die Experten der EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) für "wahrscheinlich nicht krebserregend". Diese Meinung vertritt auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), forscht jedoch weiterhin zu dem Pflanzengift.  

Auch wenn die gemessene Konzentration klein und das Risiko, das von Glyphosat ausgeht, noch nicht geklärt ist: Die Tatsache, dass sich ein Pflanzenschutzmittel in einem so oft konsumierten Getränk findet, sollte uns nachdenklich machen. Das Umweltinstitut hat als Konsequenz aus den Testergebnissen die Inititiative "Glyphosat raus aus dem Bier" gestartet. 

(lin)

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