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Bundesinstitut für Risikobewertung

In Lebensmitteln: Erdnüsse als Allergene meist gekennzeichnet

Erdnüsse können bei einigen Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen. Deshalb müssen sie als Zutat auf der Verpackung von Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Eine groß angelegte Studie untersuchte nun die Kennzeichnungssorgfalt von Erdnüssen – mit einem zufriedenstellenden Ergebnis.

Erdnüsse als Allergene meist gekennzeichnet Erdnüsse als Allergene meist gekennzeichnet

Die Studie

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt untersuchten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitschutz (ANSES) die Kennzeichnungssorgfalt von Erdnüssen auf Lebensmittelverpackungen.

Ingesamt wurden 899 Lebensmittelproben auf Spuren von Erdnuss untersucht. Damit ist es die bislang größte Studie zu diesem Thema mit Produkten aus dem Supermarkt. Die Proben stammen allesamt aus dem fränzösischen Einzelhandel und enthielten – laut Kennzeichnung – keine erdnusshaltigen Zutaten.

Zu den untersuchten Produkten gehörten beispielsweise Pizza, Backwaren, Frühstückszerealien, Backwaren, Snacks, Kuchen, Kekse und Schokolade. 266 Produkte enthielten eine Kennzeichnung von Erdnüssen auf der Verpackung, die übrigen 633 hatten keine entsprechende Auszeichnung.

Erdnüsse

Das Ergebnis

Von den 633 Produkten, die ohne einen Hinweiß auf Erdnüsse ausgewiesen waren, enthielten zwei Produkte dennoch Erdnüsse. Von den insgesamt 899 Lebensmittelproben waren neun betroffen – überwiegend Snack-Artikel. Die gefundenen Spuren seien jedoch sehr gering und gerade noch erfassbar gewesen, wie es in den Ergebnissen heißt.

"Wer das Zutatenverzeichnis und Hinweise aufmerksam liest, kann den unbeabsichtigten Konsum weitestgehend vermeiden", erklärt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Eine hundertprozentige Sicherheit werde es jedoch nicht geben, da jeder Allergiker sehr individuell und dosisabhängig reagiere, so Hensel weiter.

Nüsse - Superfoods zum Snacken

14 Allergene

Die häufigsten Auslöser von Allergien und Unverträglichkeiten – 14 an der Zahl – müssen stets auf den Lebensmittelverpackungen angegeben sein. Dabei handelt es sich um folgende Stoffe sowie daraus hergestellt Produkte:

  • Glutenhaltiges Getreide, namentlich zu nennen: Weizen (wie Dinkel und Khorasan-Weizen), Roggen, Gerste, Hafer oder Hybridstämme davon
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fische
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch (einschließlich Laktose)
  • Schalenfrüchte, namentlich zu nennen: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamia- oder Queenslandnüsse
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen Schwefeldioxid und Sulphite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter)
  • Lupinen
  • Weichtiere

(jbo)

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