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Mehr Gemüse, weniger Fleisch

Essgewohnheiten: Frauen ernähren sich umweltfreundlicher als Männer

Klimafreundliche Essgewohnheiten in Deutschland: Weil Frauen im Vergleich zu Männern häufiger auf Fleisch verzichten, essen sie umweltfreundlicher. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Würden Männer diese Essgewohnheiten übernehmen, könnten bis zu 15 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden.

Essgewohnheiten in Deutschland: Frauen ernähren sich umweltfreundlicher als Männer Essgewohnheiten in Deutschland: Frauen ernähren sich umweltfreundlicher als Männer
Mehr Gemüse, weniger Fleisch: Laut Wissenschaftlern der Universität Halle-Wittenberg sind die Essgewohnheiten von Frauen nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher. Für ihre Untersuchung befragten die Wissenschaftler rund 20.000 Frauen und Männer aus Deutschland zu ihren Essgewohnheiten. Dabei zeigte sich: Weil Frauen häufiger auf Fleisch oder Wurstwaren verzichten, haben ihre Essgewohnheiten positivere Effekte auf den Treibhauseffekt, den Ausstoß von Ammoniak und den Flächenbedarf.

Die Essgewohnheiten der Frauen

„Übernähmen alle Männer in Deutschland das typische Verzehrprofil von Frauen, würde eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern im In- und Ausland frei werden“, kommentiert Studienleiter Toni Meier die Essgewohnheiten der Deutschen. Diese Fläche entspricht etwa der Größe von Schleswig-Holstein. Um die Essgewohnheiten der Frauen zu übernehmen, müssten Männer bei ihren Essgewohnheiten den Fleischverbrauch um die Hälfte reduzieren und durch Obst, Gemüse und Getreideprodukte ersetzen. Durch die übernommenen weiblichen Essgewohnheiten könnten außerdem noch 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60.000 Tonnen Ammoniak eingespart werden. „Die Ernährung der Frauen kann ein Vorbild sein“, sagt Toni Meier.

Essgewohnheiten und Umwelteinfluss

Die wichtigsten Angaben im Vergleich:

Essgewohnheiten: Umweltkosten für ein Kilo Rindfleisch
Landbedarf: 30 Quadratmeter
Futterbedarf: bis zu 16 Kilogramm Soja
Wasserbedarf: bis zu 16.000 Liter
CO2-Ausstoß: 13,3 Kilogramm

Essgewohnheiten: Umweltkosten für ein Kilo Getreide
Wasserbedarf: 1500 Liter
CO2-Ausstoß (bei Verarbeitung zu Brot): 0,75 Kilo

Essgewohnheiten: Umweltkosten für ein Kilo Gemüse (z.B. Tomaten)
Landbedarf: unter 1 Quadratmeter
Wasserbedarf: 80 Liter
CO2-Ausstoß: 0,2 Kilogramm Nach Angaben der Food Agriculture Organization werden derzeit weltweit rund 30 Prozent der eisfreien Fläche für die Tierhaltung benutzt; entweder für die Aufzucht, als Weidefläche oder für die Produktion von Futtermitteln. Rund 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase sind auf die Tierzucht zurückzuführen: Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch belastet die Umwelt genauso stark wie 250 Kilometer Autofahren. Bei der Ammoniakbelastung macht der Nahrungsmittelverbrauch 95 Prozent der Belastung aus, etwa 70 Prozent davon gehen auf die Tierzucht zurück. Die Studie über die Essgewohnheiten ist im "International Journal of Life Cycle Assessment erschienen".

(wil)

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Bisherige Kommentare

 
Frauen müssten doch nur ihr Einkaufsverhalten anpassen an ihr Essverhalten, dann dürfte das auch vielen Männern das Essverhalten zugunsten der Umwelt ändern. ;-)