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Glyphosat-Ära in Österreich geht zu Ende

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 19. Jun. 2019
© Pexels / Pixabay
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In Österreich wurde vergangene Woche ein entscheidender Stein ins Rollen gebracht: Das Ackergift Glyphosat soll in naher Zukunft verboten werden. Schon Anfang Juli könnte es eine Änderung des Pflanzenschutzmittelgesetzes geben. In Deutschland jedoch wurde zu Beginn 2019 die Chemikalie bis Ende des Jahres als zulässig erklärt.

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Der giftige Unkrautzerstörer

Glyphosat wurde in den frühen 70er Jahren durch die amerikanische Firma Monsanto (2018 von dem Unternehmen Bayer übernommen) bekannt und unter dem Namen „Roundup“ vertrieben. In Deutschland und Österreich wird die Chemikalie überwiegend in der Landwirtschaft zur Unkrautvernichtung eingesetzt. Jedoch auch auf Obstplantagen oder beim Züchten von Weihnachtsbäumen findet das Gift seine Anwendung. So werden also noch vor dem Sähen Äcker damit benetzt, um ein größeres Erntevolumen zu erhalten (1).

Obwohl das Gift höhere Ernteerträge ermöglicht, hat es wie der Name (Gift) schon sagt, auch seine Schattenseiten und deshalb schon für viele Schlagzeilen gesorgt. Glyphosat kann unter Umständen eine krebserregende Wirkung auf Menschen haben, jedoch ist die Menge entscheidend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sowie die Europäische Behörde für Lebensmittelrecht bestätigen zwar, dass Glyphosat kein Krebserreger ist und somit Verbraucher eher weniger betroffen sind. Jedoch sind laut verschiedenen Studien vor allem Menschen wie Gärtner oder Landwirte für bestimmte Krebsarten (Lymphdrüsenkrebs) gefährdet, die ohne ausreichende Schutzkleidung mit dem Ackergift hantieren.

In Österreich ist damit jetzt Schluss!

Doch nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Umwelt stellt Glyphosat eine Gefahr da. Deshalb einigten sich die beiden Parteien FPÖ und SPÖ darauf, den Unkrautvernichter in Österreich zu verbieten. Fraktionsvorsitzender der FPÖ Norbert Hofer erklärte: „Es gibt genügend Studien, in denen die Gefahr, die Glyphosat für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen hat, ausreichend belegt werden“. Der Antrag des Verbots muss Anfang Juli in einem Ausschuss diskutiert werden, wodurch eine Änderung des Pflanzenschutzmittelgesetztes plausibel sei (2).

Deutschland hinkt hinterher

In Deutschland ist die Politik jedoch noch nicht ganz so weit. Erst Anfang diesen Jahres hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Glyphosat noch bis Ende 2019 als legal erklärt. Die Bundesregierung hat sich jedoch eigentlich für ein Verbot ausgesprochen, ist sich jedoch intern über strengere Auflagen bezüglich der Artenvielfalt seitens des Umweltbundesamtes uneinig. Es bleibt also spannend in der Glyphosatdebatte.

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