Stiftung Warentest

Mangelhafte Gourmet-Öle! Fast jedes Zweite fällt durch

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Viele Gourmet-Öle sind mangelhat
Viele Gourmet-Öle sind mangelhat

Statt zu Sonnenblumen- oder Rapsöl greifen viele Kulinarier zu außergewöhnlicheren Sorten wie etwa Lein-, Sesam- oder Walnussöl. Ihren Gerichten wollen sie damit den letzten Schliff verpassen und das besondere Aroma genießen. Doch die Stiftung Warentest fand nun heraus: Viele der Gourmet-Öle haben ihren hochklassigen Ruf überhaupt nicht verdient – zwei Leinöle hätten sogar gar nicht erst verkauft werden dürfen.

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Gourmet-Öle im Test

Auf dem Prüfstand waren insgesamt 25 Gourmet-Öle: Darunter fünf Argan-, sechs Lein-, fünf Sesam-, drei Traubenkern- und sechs Walnussöle – 16 davon waren mit dem Biosiegel ausgezeichnet. Die Gourmet-Öle wurden nach sensorischen und chemischen Gesichtspunkten sowie nach Schadstoffgehalt und Deklaration geprüft.

Das Ergebnis

Die Auswertung des Gourmet-Öl-Tests ist niederschmetternd: Es wurden so viele verschiedene Schadstoffe gefunden, wie noch nie zuvor. Die Palette reicht von bedenklichen Lösemitteln bis hin zu krebserregenden Stoffen und erbgutverändernden Substanzen. Zwei geprüfte Leinöle hätten aufgrund ihres hohen Gehalts an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gar nicht erst verkauft werden dürfen.

Doch es waren nicht nur die chemischen Ergebnisse, die äußerst ernüchternd waren: Auch geschmacklich konnten viele der getesteten Gourmet-Öle nicht überzeugen. Mit einem Geruch und Geschmack nach ätherischen Ölen und Tanne wurden zwei Leinöle aus dem Bio-Sortiment bewertet – Note: mangelhaft. Die zwei teuersten Gourmet-Öle im Test, Arganöle für jeweils 95 Euro und 112 Euro pro Liter, befanden die Tester von Geschmack und Geruch als käsig – auch sie fielen durch. 

Lediglich sieben der insgesamt 25 geprüften Gourmet-Öle wurden als "gut" bewertet: darunter jeweils zwei Argan-, Walnuss- und Sesamöle sowie ein Leinöl – allesamt aus biologischem Anbau und unraffiniert. Das Bio-Siegel bedeutet jedoch nicht automatisch ein gutes Gourmet-Öl, denn sieben mangelhafte Sorten trugen es ebenfalls. Die ausführlichen Testergebnisse der Gourmet-Öle gibt es hier.

Tipps für die Verwendung von Gourmet-Öle

  • Einkauf: Gourmet-Öle, die mit dem Etikett "kaltgepresst" oder "nativ" beklebt sind, sind sehr geschmacksintensiv
  • Lagerung: Als Standardöle zum Kochen eignen sich die Gourmet-Öle eher weniger. Dort sollten lieber Sonnenblumen- oder Rapsöle verwendet werden, da sie hitzebeständig und gesundheitsfördernd sind
  • Verwendung: Die Gourmet-Öle am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren

(jbo)

 
Es ist eigentlich ganz einfach. Man wird nie im Leben ein gutes Olivenöl bei einem Haendler finden, der in Massen produziert wie zum Beispiel fuer Deutsche Supermaerkte. Wenn man ein gutes Olivenöl haben möchte muss man dazu zum Kleinbauern gehen, dieser mischt keine anderen Substanzen in sein Öl weil er nicht in Massen produzieren muss. Er stellt sein Öl auf ganz natürliche Weise her und verkauft sein Öl aber dadurch auch schwerer als die grossen Produzenten. Ich kaufe immer bei diesem Kleinbauer in Italien ein: oliocilento.com Geht ganz einfach per E-mail. Sprechen auch deutsch und englisch.
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