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Kükenschreddern bleibt weiterhin erlaubt

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 17. Jun. 2019
© Pixabay / Onefox
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Das Bundesverwaltungsgericht hat nun entschieden, dass das Schreddern männlicher Küken vorerst weiterhin erlaubt ist. Da männliche Küken aus landwirtschaftlicher Sicht nicht nützlich sind, soll dieses grausame Verfahren so lange geduldet werden, bis Alternativen erforscht sind.

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Männliche Küken als nutzlos bewertet

Weil das männliche Geschlecht der Küken in der Landwirtschaft keinen Nutzen erbringt, werden jedes Jahr in Deutschland rund 45 Millionen dieser Tiere unter grausamen Bedingungen getötet. Männliche Küken können keine Eier legen und sind aufgrund von zu wenig Brustfleisch für die Fleischproduktion ungeeignet. Somit steht der wirtschaftliche Fokus im Vordergrund, welcher von der Europäischen Union gedudelt wird (1).

Tierschutzverbände sprechen sich bereits seit mehreren Jahren gegen das Kükenschreddern aus. Auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen startete 2013 den Versuch, das Massensterben der Küken zu verhindern – ohne Erfolg (2).

Vorerst keine Änderung in Sicht!

Auch in naher Zukunft soll sich an diesen Vorgehensweisen in Brutbetrieben nichts ändern, das hat zumindest das Bundesverwaltungsgericht nun entschieden. Daraufhin forderten die Grünen einen neuen Gesetzesentwurf. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Partei sagte deshalb: „Dieses Urteil sollte Anlass sein, dass sich die Bundesregierung endlich aus der Umklammerung der Agrarlobby befreit“.

Obwohl das Gericht das Tierwohl über das der Wirtschaft stellt, könne eine sofortige Abschaffung des Kükenschredderns von den Betrieben jedoch nicht verlang werden. Außerdem bestünde hierbei auch die Gefahr, dass solche Unternehmen solche Verfahren im Ausland weiter fortführen würden.

Dr. Dagmar Borchers, Professorin für angewandte Philosophie an der Universität in Bremen kritisiert nicht nur das Urteil des Gerichts, sondern auch die Beteiligung eines jeden einzelnen Verbrauchers: „[…] Wenn wir jetzt plötzlich was über Kükenschreddern hören, erschrecken wir uns, und uns wird klar, was wir da überhaupt konsumieren und was dahinter steht. Kükenschreddern ist eine Maßnahme im Zuge der Massenproduktion tierischer Produkte, die wir alle jeden Tag nutzen. Und das ist brutal.“ (3)

Alternative Methoden seien bald umsetzbar

Um das Massensterben der Küken auszumerzen, wird bereits seit längerer Zeit nach alternativen Verfahren geforscht. Bereits im Ei soll das Geschlecht des Kükens erkennbar sein, um somit die männlichen Wesen unter ihnen direkt aussortieren und separat aufziehen zu können.

Das würde die Kosten pro Ei um nur weniger als 2 Cent erhöhen. Nach Urteil des Gerichts sollen solche Verfahren schon bald umsetzbar sein (2).

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