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Lidl lohnt sich nicht für Fairtrade-Bananen?

Von Selina Janzen
Aktualisiert am 23. Mai. 2019
© Unsplash/ Lotte Löhr
© Unsplash/ Lotte Löhr

Im September 2018 setzte Lidl sich ein nachhaltiges Ziel: der Discounter wollte der erste seiner Art werden, der nur Fairtrade-Bananen anbietet. Wider Erwarten machten ihm die Verbraucher einen Strich durch die Rechnung und Lidl nimmt wieder die "unfaire" Variante ins Sortiment auf.

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Verantwortung im Einzelhandel

Mit den Worten: "Für einen fairen Handel mit Bananen darf nicht nur geredet werden, wir als Lidl wollen auch handeln”, läutete Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland, eine vermeintlich neue Ära für den Discounter ein (1). Lidl nahm sich vor, ausschließlich Fairtrade-Bananen anzubieten, ob bio oder konventionell.

Sie wollten mit dem Projekt mehr im fairen Einzelhandel mitwirken und es Stück für Stück landesweit ausrollen, da zu Beginn nicht genügend Vorräte existierten. In 40 Prozent der 3.200 Filialen gab es seit letztem Herbst ausschließlich Fairtrade-Bananen.

Fairtrade oder fairer Handel

"Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern", so Fairtrade Deutschland (2).

Gerade auf Lebensmittel wie Bananen, Kakao und Kaffee, die aus den Entwicklungsländern importiert werden, konzentriert sich die Bewegung. Ohne Siegel werden diese Lebensmittel in Äquator nähe unter miserablen Bedingungen produziert. Kinderarbeit, zwölf Stunden Schichten trotz Hungerlohn und Arbeiten mit giftigen Pestiziden ohne Schutzkleidung sind keine Seltenheit. Nichtsdestotrotz hat fairer Handel wenig mit biologischer Landwirtschaft zu tun, auch wenn die Produzenten bestimmte ökologische, soziale und ökonomische Bedingungen einhalten müssen.

Die Rolle des Verbrauchers

Damit die fairen Bedingungen auch eingehalten werden können, liegt der Preis der Frucht 10-20 Cent pro Kilogramm über dem der Nicht-Fairtrade-Version. Dass der Preisdruck in diesem Segment groß ist, hat sich schnell im Rückgang der Bananenkäufe gezeigt. Laut der Lebensmittel Zeitung sei Lidls Bananen-Umsatz seit letztem Herbst gesunken. Die Kunden wichen auf andere Lebensmittelhändler wie Aldi mit günstigeren Bananen aus. Ebenso spitzte ein generell schwacher Verkauf von Obst und Gemüse die Situation zu.

Daher verkündete der Discounter im Mai 2019 die Rückkehr der Früchte im Preiseinstiegssegment. So zeigt sich, dass nachhaltige Handlungen nicht nur von Handelsseite aus erwartet werden können. "Der Kunde kauft anders ein, als er redet", sagte Klaus Gehrig, Aufsichtsrat-Chef von Lidl, gegenüber der FAZ. Ergo agiert der Konsument gegenteilig zu dem, was Bock zuvor äußerte (3).

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