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Mikroplastik erstmals im menschlichen Körper nachgewiesen

Von Lara Schümann
Aktualisiert am 14. Nov. 2018
Mikroplastik im Körper

Forscher aus Österreich haben erstmals Mikroplastik im Stuhlgang von Probanden entdeckt. Das Plastik-Problem scheint immer größer zu werden und mittlerweile nicht nur zur Gefahr für die Umwelt und Tierwelt zu werden, sondern auch für den menschlichen Körper.

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Das Umweltbundesamt von Österreich und die Medizinische Universität Wien haben eine Pilotstudie durchgeführt, bei der acht internationale Studienteilnehmer (aus Österreich, Finnland, den Niederlanden, Großbritannien, Italien, Polen, Russland und Japan) zwischen 33 und 65 Jahren sieben Tage lang ein Ernährungstagebuch führen mussten.

Alle Studienteilnehmer konsumierten in diesem Zeitraum in Plastik verpackte Lebensmittel oder Getränke aus PET-Flaschen. Auch Fische und Meeresfrüchte standen bei den meisten auf dem Speiseplan, keiner ernährte sich in dieser Woche ausschließlich vegetarisch. Nach einer Woche gaben alle eine Stuhlprobe ab und in allen Proben wurde Mikroplastik im Körper nachgewiesen.

Neun verschiedene Plastikarten nachgewiesen

Bei allen acht Personen fanden die Forscher Mikroplastik im Stuhl, durchschnittlich waren es 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Darminhalt.

Die Stuhlproben wurden auf zehn der weltweit meist verbreiteten Kunststoffe analysiert. „In unserem Labor konnten wir neun verschiedene Kunststoffarten in der Größe von 50 bis 500 Mikrometer nachweisen“, erklärt Bettina Liebmann, die zuständige Expertin im Umweltbundesamt. Überraschend sei hier vor allem die Vielfalt dieser Kunststoffe, am häufigsten wurden Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET) nachgewiesen.

Ist Mikroplastik im Körper gesundheitsschädlich?


Ein Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten und einer Belastung mit Mikroplastik sei zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der kleinen Studie noch nicht möglich. Um die Auswirkungen der Mikroplastikpartikel auf den Körper und den Verdauungstrakt genau aufzeigen zu können, müsse eine größere Untersuchung erfolgen, so Philipp Schwabl von der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischer Universität Wien (1).

Die Plastikproduktion wächst rasant

Plastikteilchen mit einer Größe kleiner als 5 Millimeter werden als Mikroplastik bezeichnet. Verwendet werden diese als Zusatz in Kosmetikprodukten und entstehen vor allem ungewollt durch Zerkleinerung, Abrieb oder Zersetzung größerer Plastikteile in der Umwelt.

Seit den 1950er Jahren ist die Plastikproduktion stetig gestiegen und liegt aktuell bei 400 Millionen Tonnen pro Jahr. Es wird vermutet, das davon zwei bis fünf Prozent im Meer landen, wo der Abfall von Meerestieren aufgenommen wird und durch den Verzehr in unseren Körper gelangt. Dasselbe gilt für Tiere, bei denen die höchsten Mikroplastikkonzentrationen im Magendarmtrakt nachgewiesen wurden (2). Das nun mittlerweile MIikroplatik im Körper von Menschen nachgewiesen werden konnte, ist besorgniserregend. 

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