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Do it yourself

Gewusst wie: Nudeln selber machen

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 23. Aug. 2018

Sie lieben Pasta? Dann machen Sie Nudeln doch einfach mal selbst. So können Sie sie ganz nach Ihren Vorstellungen kreieren und Farbe und Form selbst bestimmen. EAT SMARTER erklärt, wie Ihnen die italienischen Klassiker perfekt gelingen.

So geht's: Nudeln selber machen So geht's: Nudeln selber machen
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Alle lieben Nudeln! Acht Kilo Nudeln isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Sie bestehen nur aus wenigen Grundzutaten – und lassen sich doch in unendlich vielen Variationen auf den Teller bringen. Wir zeigen Ihnen die besten Tipps um Nudeln selber zu machen und haben die leckersten Sorten und Saucen für Sie zusammengestellt.

Nudeln selber machen: die Basiszutaten

Für den Nudelteig benötigen Sie nur wenige Zutaten: Mehl, Eier, Olivenöl und Salz. Mit etwas Geschick und Geduld können Sie dann aus diesen Lebensmitteln einen glatten Basisteig herstellen, den Sie nach Belieben einfärben können.

Nudeln selber machen: die Nudelfarbe

Bringen Sie doch mal Farbe ins Spiel! Grün, rot, schwarz: Mit den richtigen Zutaten sieht Pasta nicht nur besser aus, sondern bekommt auch mehr Geschmack. Es ist gar nicht schwer dem selbst gemachten Pasta-Teig ein wenig Farbe einzuhauchen. Und zwar mit ganz natürlichen Zutaten.

Für grün gesprenkelte Nudeln mit intensivem Aroma gibt man fein gehackte Kräuter wie Thymian, Petersilie, Majoran oder Oregano zum Teig und knetet sie unter. Die Menge der Kräuter hängt von der gewünschten Farb- und Geschmacksintensität ab. Als Faustregel gilt: Für 500g selbstgemachten Nudelteig braucht man etwa 4-5 EL Kräuter.

Oder darf es lieber Rot sein? Dann einfach 2-3 EL pürierte Rote Bete oder 80g Tomatenmark zur Rohmasse geben. Durch frischen Spinat werden Nudeln intensiv grün, durch Karotten orange: dafür 3 EL gekochte und pürierte Möhren unter den Teig heben.

Wer Safran oder Curry mag, der verleiht den selbst gemachten Tagliatelle oder Spaghetti mit diesen Gewürzen nicht nur Geschmack, sondern auch eine intensive gelbe Farbe. Für ganz besonders aromatische Nudeln kann man getrocknete Pilze (z.B. Steinpilze) einweichen, pürieren und dann unter den Teig heben. Grundsätzlich gilt: Ein bisschen frischer Knoblauch im Teig verleiht den Nudeln noch mehr Aroma.

Merke!

Greifen Sle zu frischem Spinat oder Kräutern für grüne Nudeln. Rote Bete oder Tomatenmark lassen Ihre selbstgemachte Pasta erröten, Safran oder Curry verleihen Ihren hausgemachten Nudeln die richtige Würze.

Nudeln selber machen: die Herstellung

Geben Sie 200 g Weizen-Vollkornmehl und 200 g Mehl Type 405 in eine Schüssel und fügen Sie 4 Eier, 2 EL Olivenöl, etwas Salz und 3-4 EL Wasser hinzu. Geben Sie nun je nach Farbwunsch die spezifischen Zutaten hinein.

Mit den Knethaken des Handmixers die Zutaten nun verkneten, bis sie sich verbinden (je nach Größe der Eier kann der Wasserbedarf etwas höher sein). Den Pastateig auf eine mit Mehl bestreute Arbeitsfläche geben und mit den Händen erneut fünf Minuten kneten. Wenn nötig, etwas Mehl zusätzlich auf die Arbeitsfläche geben.

Anschließend den Pastateig halbieren, die Teigportionen in Klarsichtfolie einwickeln und bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank ruhen lassen (mindestens 1 Stunde). Wenn Sie nochmal Schritt für Schritt durch das Grundrezept für Nudelteig geleitet werden möchten, finden Sie hier eine bebilderte Anleitung und ein Video.

Nudeln selber machen: die Nudelform

Was Ihren Nudeln noch fehlt ist eine schöne Form. Wenn Sie Tagliatelle zubereiten möchten, dann empfehlen wir Ihnen, den Teig zuerst mit einer Nudelmaschine zu einer langen, dünnen Bahn auszurollen. Teilen Sie die Bahn anschließend in circa 30 Zentimeter lange Stücke.

Nun können Sie entweder die kurzen Teigbahnen mithilfe der Nudelmaschine zu Tagliatelle verarbeiten oder die Bahnen mit einem großen Messer in dünne Streifen schneiden. Wenn Sie Ihren Nudeln einen gewissen Dreh verleihen möchten, können Sie die dünnen Tagliatelle um einen Schaschlik-Spieß wickeln und über Nacht trocknen lassen.

Sie mögen lieber Orecchiette? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie! Für diese Nudelform können Sie sich das Ausrollen sparen. Formen Sie den Nudelteig zu dünnen „Würsten“ und schneiden Sie etwa 3 mm dicke Scheiben ab. Drehen Sie diese Scheiben mit dem Daumen auf der bemehlten Arbeitsfläche, sodass die beliebte Öhrchenform entsteht.

Tipp: Lassen Sie Ihre Nudeln vor dem Kochen mindestens 20 Minuten ruhen und leicht antrocknen, damit Sie im heißen Kochwasser nicht zerfallen. Sie möchten Ihre frisch hergestellten Nudeln köstlich variieren? Dann stöbern Sie in den Nudel-Rezepten von EAT SMARTER. 

Die perfekte Nudel kochen

Pasta zu kochen ist zwar keine Wissenschaft, trotzdem sollte man ein paar Dinge beachten. Sorgen Sie für einen großen Topf und ausreichend Wasser um ein festkleben der Nudeln am Topfboden zu vermeiden. 

Pro 100 Gramm Nudeln rechnet man einen Liter Wasser und zehn Gramm Salz. Das kommt übrigens erst in den Topf, wenn das Wasser sprudelt, denn Salz verzögert den Siedepunkt. Dann direkt die Nudeln hinzugeben, alles gut umrühren, die Hitze reduzieren und die Pasta nach Packungsanweisung al dente (bissfest) kochen. Bei selbst gemachter Pasta reichen meist zwei bis drei Minuten Kochzeit.

Geben Sie kein Öl an die Pasta, da ansonsten später die Sauce schlechter von den Nudeln aufgenommen werden kann. Auch sollte man Nudeln nach dem Kochen nicht mit kaltem Wasser abschrecken. Ausnahme: Man will sie zu Nudelsalat weiterverarbeiten.

Merke!

Geben Sie Salz erst in das bereits kochende Nudelwasser und verzichten Sie auf die Zugabe von Öl, um die Nudeln nicht zu beschweren. Sie sollten die Pasta nur dann mit kaltem Wasser abschrecken, wenn Sie sie danach zu Nudelsalat verarbeiten.

Nudelsauce – Das Tüpfelchen auf dem i

Eine (am besten selbst gemachte) Sauce macht ein Pasta-Gericht erst zum echten Genuss. Denn Nudeln selbst haben kaum Eigengeschmack. Es gilt: Je dickflüssiger die Sauce, desto breiter sollten die Nudeln sein.

Feine Spaghetti passen also gut zu Pesto, pürierten Tomatensaucen oder wie beim Klassiker "aglio e olio" zu gutem Olivenöl. Zu Bolognese oder Saucen mit größeren Stücken Gemüse, Fisch oder Fleisch kombiniert man am besten Spiralnudeln oder Penne, zu cremigen Sahnesaucen Bandnudeln. Wir haben für Sie fünf kreative Saucenideen zusammengestellt:

 Exotisch
Harmonieren perfekt: süße Mango und scharfes Currypulver oder frische Ananas und feine Lauchringe. Das Rezept für Scharfe Curry-Mango-Nudeln mit Cashewkernen und Koriander finden Sie hier.

 

 Pikant
Mal etwas anderes: reife Birne, knackige Walnusskerne und leicht herber Radicchio in feiner Sojacreme. Das Rezept für Birnen-Pasta mit Radicchio und Walnüssen gibt es hier.

 

 Mild
Schmeckt nicht nur Kindern: cremige Sauce aus fein pürierten Möhren und Äpfeln, verfeinert mit Frischkäse. Das leckere Rezept finden Sie hier.

 

 

 Vitaminreich
Viel Vitamin C und gesunde Ballaststoffe liefert gedünsteter Rosenkohl. Kapern geben Extrapfiff. Das Rezept für Rosenkohl-Pasta mit Petersilien-Pesto gibt es hier.

 

 

 Ungewöhnlich
Mit Honig karamellisierte rote Zwiebeln und dazu etwas angebratener Pancetta – einfach himmlisch. Zur Pasta mit der roten Zwiebelsauce geht es hier.

 

 

Die wichtigsten Küchenhelfer

Pasta selbst zu machen ist gar nicht so schwer. Vor allem dann nicht, wenn man die richtigen Utensilien hat. EAT SMARTER zeigt, was man für hausgemachte Tortellini, Ravioli oder Spaghetti wirklich braucht.

Spaghetti: Am besten mit einer Maschiene

Wer relmäßig Pasta selber machen möchte, sollte sich eine Nudelmaschine zulegen. Es gibt sie in mechanischer und elektrischer Form, der Teig wird durchgerollt und – je nach Aufsatz – zu Spaghetti, Bandnudeln oder Spralnudeln geformt. Einsteigermodelle gibt es bei Amazon bereits ab 20 Euro, beim Kauf der Nudelmaschine unbedingt auf Standfestigkeit und eine hochwertige Verarbeitung der Kurbel achten.

Kleine Helfer für Ravioli & Tortellini

Für kleine gefüllte Nudeln gibt es im Küchenfachhandel diverse Ausstecher, Förmchen und gezackte Teigrädchen, mit denen man frischen Nudelteig unkompliziert in Form bringen kann. Das Prinzip ist einfach: Auf eine dünn ausgerollte Lage Teig wird mit kleinem Abstand in Reihe die Füllung gesetzt. Dann eine Lage Teig daraufsetzen und die Pasta in Form ausstechen. Ränder andrücken.

Selbst gemachte Pasta haltbar machen

Verwendet man frisch hergestellte Nudeln nicht sofort, kann man sie durch Trocknen haltbar machen. Für Spaghetti und Bandnudeln gibt es spezielle Nudeltrockner aus Holz oder Kunststoff, auf denen man die Pasta einfach aufhängt. Kleinere Pasta-Sorten kann man auf einem Küchentuch ausbreiten und dann ca. 24 bis 48 Stunden trocknen. Tipp: Rohen Nudelteig kann man auch portionsweise einfrieren.

Der richtige Topf ist Pflicht

Nudeln kocht man am besten in einem großen weiten Topf. Beim Nudelwasser gilt: lieber zu viel als zu wenig nehmen - denn Penne Spaghetti & Co. brauchen genügend Platz, damit sie nicht aneinander- oder am Topfboden festkleben. Tipp: In einem speziellen  Pasta Topf ist ein herausnehmbares Nudelsieb bereits integriert – das macht das Abgießen der Pasta noch unkomplizierter.

Merke!

Verwenden Sie eine Nudelmaschine für Spaghetti oder Bandnudeln. Ravioli und Tortellini können Sie mit Teigrädchen oder Ausstechern in Form bringen. Trocknen macht die Pasta haltbar. Ein großer Topf ist Pflicht: pro 100 Gramm Nudeln rechnet man 1 Liter Wasser.

Die geheimen Pasta-Tricks der Profis

Auf die Konsistenz kommt es an

Wenn der Pasta-Teig nicht auf Anhieb perfekt gelingt, sondern zu klebrig oder trocken ist, gibt es einfache Abhilfe: Klebrigen Teig können Sie mit etwas Mehl retten, zu spröder wird mit Wasser wieder geschmeidig. Feuchten Sie in diesem Fall Ihre Hände an und kneten Sie den Teig noch mal durch.

Wie wird das Wetter heute?

Wussten Sie schon, dass Sie Pastateig lieber nicht an regnerischen Tagen herstellen sollten? Der Grund: Die Feuchtigkeit macht den Teig widerspenstig.

So bleibt die Füllung in der Pasta

Tortellini & Co. platzen beim Abgießen in ein Sieb häufig auf. Um das zu verhindern, geben Sie zum Unterbrechen des Garvorgangs eine Tasse kaltes Wasser in den Topf und heben die Pasta dann vorsichtig mit einem Schaumlöffel heraus. So bleibt sie bissfest und unversehrt.

Merke!

Retten Sie zu feuchten Teig mit Mehl oder zu trockenen Nudelteig mit etwas Wasser. Das Aufplatzen der selbstgemachten Nudeln können Sie vermeiden, indem Sie einen Schaumlöffel zum herausheben aus dem Topf verwenden.

Wissen zum Mitnehmen

Egal ob Farfalle, Fusilli oder Tagliatelle – Nudeln sind von unseren Tellern nicht mehr wegzudenken. Doch im Hinblick auf Kaloriengehalt und Nährstoffe gilt: Nudel ist nicht gleich Nudel. Bei selbstgemachten Nudeln haben Sie die freie Auswahl zwischen dem Klassiker aus Weißmehl oder einem Grundteig für Vollkornnudeln, die einen höheren Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen haben.

Auch in der Farbgestaltung Ihrer hausgemachten Pasta sind Ihnen keine Grenzen gesetzt: ob grün, rot oder orange – frische Zutaten wie Spinat, Rote Bete oder Möhren machen es möglich. Bei der Zubereitung sind neben praktischen Küchenhelfern wie Nudelmaschine und Teigroller auch ein großer Topf und reichlich Wasser nützlich.

Die richtige Saucenwahl verleiht Ihrer selbstgemachte Pasta den nötigen Pfiff. Bedenken Sie jedoch, dass deftige Käse-Sahnesaucen das Kalorienkonto zusätzlich belasten. Gemüsesaucen, frisches Pesto oder klassische Tomatensaucen bieten hier eine smarte Alternative.

 

 

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