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20. März 2016
Zoonosen-Monitoring ausgewertet

Öko-Rohmilch enthält weniger MRSA-Keime

Von EAT SMARTER

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichte nun die Auswertung der Untersuchungen des Zoonosen-Monitorings 2014. Daraus geht unter anderem hervor, dass die Rohmilchproben aus ökologischen Milchrinderbetrieben seltener mit multiresistenten MRSA-Keimen und Listerien belastet waren, als entsprechende Proben aus konventionellen Betrieben.

Öko-Rohmilch enthält weniger MRSA-Keime Öko-Rohmilch enthält weniger MRSA-Keime
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Öko-Milch enthält weniger MRSA-Keime

Für den Bericht des Zoonosen-Monitorings 2014 untersuchten Forscher die bundesweit insgesamt 6.865 genommenen Proben auf allen Ebenen der Lebensmittelkette hinsichtlich des Vorkommens der bedeutendsten über Lebensmittel übertragbaren Erreger.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen unter anderem, dass die Belastung von multiresistenten MRSA-Keimen bei Öko-Rohmilch deutlich geringer war, als die von Ware aus konventionellen Milchviehbetrieben: So konnten bei den Bio-Produkten 1,7 Prozent positive Proben nachgewiesen werden – bei den Konventionellen war dieser Prozentsatz auf 9,7 Prozent positive Proben erhöht.

Ein erhöhtes Risiko, durch den Verzehr oder den Umgang mit MRSA-Keimen kontaminierten Lebensmitteln selbst infiziert oder besiedelt zu werden, gebe es nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht, wie es in dem Bericht heißt. Für Menschen mit einem häufigen Kontakt zu MRSA-positiven Tieren wie Tierärzte oder Landwirte bleibe ein erhöhtes Risiko jedoch bestehen.

Milch wird eingegossen

Listeria monocytogenes in Milch

Die Auswertung des Zoonosen-Monitorings 2014 zeigt außerdem, dass der Erreger Listeria monocytogenes in Öko-Rohmilch seltener nachgewiesen wurde, als in konventionellen Produkten. 1,3 Prozent der Rohmilchproben aus ökologischen Milcherzeugerbetrieben waren demnach mit dem Bakterium kontaminiert. In den Proben aus konventioneller Rohmilch konnte Listeria monocytogenes in 3,5 Prozent nachgewiesen werden.

Deutsche Konsummilch wird vor der Abgabe an die Verbraucher wärmebehandelt, somit besteht keine Listeriengefahr für Milchtrinker. Anders ist es jedoch bei Rohmilchkäse: Bleibt die Erhitzung hier aus, kann eine gesundheitliche Gefahr für den Verbraucher bestehen. Empfindlichen Menschengruppen wie Kleinkindern, Schwangeren oder Älteren wird daher empfohlen, auf den Verzehr von Rohmilchkäse zu verzichten.

Diese und weitere Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings 2014 finden Sie hier.

(jbo)

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