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Spinat soll auf die Dopingliste

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 27. Jun. 2019
© Unsplash/ Heather Gill
© Unsplash/ Heather Gill

Neue Studie bestätigt: Mehr Kraftzuwachs dank Spinat! Deshalb plädiert die Freie Universität Berlin nun dazu, Spinat in die Dopingliste aufzunehmen.

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Dass Spinat gesund ist, ist unbestritten: Das grüne Gemüse liefert sagenhafte 800 Mikrogramm Vitamin A pro 100 Gramm Spinat – perfekt für eine gute Sehkraft und gesunde Haut. Außerdem enthält Spinat alle wichtigen Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium, reichlich Eisen sowie Vitamin A, C und E, was sich positiv auf die Nerven, gesunde Zellen und das Immunsystem auswirkt. Zudem wird durch den Verzehr von Spinat die Blutbildung gefördert und der Körper sanft entwässert.

Neue Humanstudie zur Wirkung von Spinat

Die Freie Universität Berlin führte in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) eine Humanstudie durch, in der die Wirkung einer im Spinat enthaltenen Substanz, Ecdysteron, geprüft wurde (1).

An der doppelblinden Studie nahmen 46 Personen teil, die für die Dauer von zehn Wochen Spinatextrakt in unterschiedlichen Dosierungen oder ein Placebo einnahmen – hierbei wussten weder die Forscher noch die Teilnehmer, wer welche Dosierung erhielt. Die maximale Dosis von Ecdysteron betrug 800 Milligramm, was etwa 6,6 Kilogramm Spinat entspricht.

Zu Beginn und am Ende der Studie wurde die Muskelmasse sowie die Kraft beim klassischen Bankdrücken bei allen Versuchsteilnehmern bestimmt. Hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied: Die Probanden, die zehn Wochen lang Ecdysteron zu sich nahmen, hatten einen signifikant höheren Zuwachs an Muskelmasse. Auch die Leistung beim Bankdrücken war signifikant gestiegen, wodurch sich die leistungssteigernde Wirkung des Spinatinhaltsstoffes bestätigen lässt.

Wird Sportlern das Blattgemüse jetzt verboten?

Da der Stoff Ecdysteron in Verbindung mit Sport zu einer deutlichen Zunahme von Muskelmasse und Kraft führen kann, raten die Forscher der Freien Universität Berlin, Ecdysteron in die Dopingliste aufzunehmen, da eine große Menge an Spinat wie ein klassisches Dopingmittel wirken kann. Ob dieser Fall allerdings wirklich eintreffen wird, entscheidet letztendlich die Welt-Anti-Doping-Agentur, die die Studie finanziell unterstützt hat. Eine der Hürden, die bei einem solchen Verbot entstehen könnte, ist die Doping-Kontrolle: Denn hier müsste überprüft werden können, ob die Sportler Ecdysteron-Tabletten eingenommen oder einfach wirklich viel Spinat gegessen haben. 

Die Wissenschaftlerin Maria Parr erklärt: „Die geringere Dosis in unserem Versuch, also zwei Kapseln pro Tag, entsprechen je nach Sorte etwa 250 Gramm bis vier Kilogramm Blattspinat pro Tag. Diese Menge müsste man zehn Wochen lang jeden Tag essen, um dieselbe Menge aufzunehmen wie einige Probanden in unserer Studie. Um die Wirkung der höheren verabreichten Dosis zu erreichen, müssten sogar ein bis 16 Kilo Spinat verzehrt werden.“ (1)

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