Strengere Regelung für Bio-Produkte verabschiedet

Von Aaron Jöcker
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Die EU hat strengere Kontrollen und Regeln für landwirtschaftliche Bio-Produkte verabschiedet. So sollen vor allem Etikettenschwindel und Verunreinigungen mit Pestiziden verhindert werden.

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Der Markt für Bio-Produkte wächst stetig. Besonders die Deutschen tragen zu dieser Entwicklung maßgeblich bei, denn Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Bio-Lebensmitteln. Laut Handelsblatt gab der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2013 rund 93 Euro für Bio-Produkte aus (1).

Um den steigenden Bedarf zu decken, müssen immer mehr Produkte importiert werden – häufig aus Nicht-EU-Ländern. Diese Produkte sollten natürlich den europäischen Bio-Lebensmitteln in nichts nachstehen. Doch wo der Markt wächst und sich neue wirtschaftliche Perspektiven für zahlreiche Landwirte ergeben, steigt auch der Bedarf nach Kontrollen, um eine gute Qualität zu gewährleisten und etwaige Betrugsversuche zu verhindern.

EU-Parlament stimmt für Verschärfung der Regelungen

Das EU-Parlament verabschiedete nun eine neue Verordnung. Strengere Kontrollen sollen die Einhaltung der Richtlinien vor allem bei Importen aus Drittländern sicherstellen und diese nun auch bis zur Lieferkette hinweg überwachen. Zudem zielt die neue Verordnung darauf ab, den Etikettenschwindel bei Bio-Produkten weiter einzudämmen (2).

„Wo Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein“, so Grünen-Abgeordneter Martin Häusling, welcher an den Verhandlungen über die neue Regelung beteiligt war.

Bis Bio-Produkte unter die neue Verordnung fallen, vergeht jedoch noch einige Zeit. In Kraft treten soll das Gesetz im Jahr 2021. Zunächst muss der Rat der Mitgliedsländer noch seine Zustimmung erteilen.

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