"Der Ernährungs-Check"

Tim Mälzer: "Es gibt kein ungesundes Essen"

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Es gibt kein ungesundes Essen
Es gibt kein ungesundes Essen

Der Begriff "gesunde" Ernährung hat Tim Mälzer immer gestört. Da trifft es sich gut, dass er nun für die ARD den großen "Ernährungs-Check" machen darf. Als Fortsetzung der "Markencheck"-Reihe überprüft Tim Mälzer am Montagabend ( Februar 2012)) vermeintlich ungesunde Lebensmittel und beweist, dass man alles essen kann, solange man sich an die individuelle Kalorienmenge hält. Allerdings gelingt es Mälzer kaum, den Spannungsbogen über 45 Minuten zu halten.

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Mir scheint das Herr Mälzer in den letzten Jahren merklich rundlicher geworden ist ;-) Ansonsten möchte ich bemerken das Ernährung eine sehr persönliche Sache ist. Wenn ich als Frau Anfang Fünfzig und durch Arthrose weitgehend lahmgelegt das esse was diesen - sportlichen - Männern zwischen zwanzig und dreissig aufgetischt wurde, wäre es mir unmöglich meinen Gelenken zuliebe mein Gewicht zu halten! Im Übrigen sollte man das Ganze als das sehen was es war: Nämlich eine Fernsehshow zur Unterhaltung der Masse.
 
Durch so ein Experiment werden ganz falsche Signale gesezt.Denn grundsätzlich kann jeder gesunder Körper mit vielem fertig werden. Aber es sollte nicht egal sein wie man mit meinem Körper umgeht und was man ihm zumute. Die verheerenden Haltungsbedingungen die vielen Tieren zugemutet werden um preiswerte und schnelle Nahrungsmittel zu produzieren, Gifte und überzogenen Düngemittel in der Landwirtschaft, Zusatzstoff in den Nahrungsmitteln machen unsere Nahrung nicht -Gesund- sonder führen auf Dauer zu Schäden am menschlichen Körper.Die Gesundheit ist ein wichtiges Gut, einmal verloren sind oft viel Geld und viel Geduld nötig um sie wiederherzustellen. Nahrung ist auch Lebensqualität. Also warum so blöde Experimente noch dazu von einem Koch
 
Ich fand diesen Bericht nicht überzeugend. Sagt einem doch der "gesunde" Menschenverstand, dass fast food nicht mit gesunder Ernährung gleichgesetzt werden kann. Da brauche ich keine "Beweise" von irgendwelchen Studien, die meist von den "Machern" sprich mc.D oder ähnlichen gesponsert werden. Ich habe den Bericht so verstanden, dass auch Tim Mälzer eine gewisse Skepsis behalten hat. Der Bericht war weder von lauter Musik noch von monotonen Kommentaren Tim Mälzers "belästigt". Von eat smarter hätte ich eine andere Bewertung erwartet.Ich weiß jedenfalls, was bei mir auf dem Teller zu liegen hat.
 
Nein, Kalorien werden eben nicht überbewertet. Und nein, die Sendung samt ihres Fazits öffnet den Dicken und Diabetikern nicht Tür und Tor. Es geht darum, dass die Menge die Rolle spielt-"Allein die Menge macht das Gift". Das ist nicht neu, das wusste schon Paracelsus. Die Sendung hat aber gut gezeigt, dass eine den Tagesbedarf deckende Kalorienmenge unterschiedlich aufgenommen werden kann. Wird sie in Form von Fastfood gegessen, reicht sie fürs subjektive Empfinden nicht aus - Fastfood-Fans essen mehr, weil das Zeug schlecht sättigt. Man sollte also darüber nachdenken, wie man möglichst satt wird ohne mehr Kalorien zu essen als man verbrauchen kann. Das wird ganz automatisch in einer Kost aus viel Gemüse, Obst, magerem Eiweiß aber eben ab und an auch mal Schokolade und Pizza enden. Ich habe die Sendung übrigens gern geschaut und finde, dass die Kritik sehr gewollt wirkt: Eat Smarter propagiert, dass bestimmte Lebensmittel gesünder als andere sind und ist mit Mälzers Fazit nicht glücklich, scheint es...
 
Gefährliche Botschaft! Mich ärgert hier, dass so betont wird, dass es egal ist, was man ißt. Das wird von vielen doch wieder nur als Grund dafür genommen, doch Fast Food zu essen. Diese Leute werden dann aber nicht auf die Kalorien achten, weil man eben nicht satt wird. Außerdem sind Vitamine natürlich nicht das einzige, was man in den Lebensmitteln betrachten sollte. Es gibt ja noch viele andere Stoffe in Lebensmitteln, die den Körper beeinflussen wie sekundäre Pflanzenstoffe etc. Besonders haarsträubend fand ich auch, dass Vollkornprodukte als nicht schlank machend eingestuft wurden. Natürlich macht es nicht schlank, wenn man die gleiche Menge ißt, aber Vollkornprodukte haben ja eine ganz andere Sättigung als Weißmehlprodukte, so dass man eben doch mehr davon ißt und so dann doch mehr Energie zu sich nimmt. Das French Paradoxon hat auch nichts mit dem Baguette zu tun. Außerdem fand ich es eine sehr gewagte These zu sagen, dass sich die Mittelmeergruppe nur wegen der leichter verdaulichen Kost und aufgrund eines Plazeboeffektes besser gefühlt hat... Sättigung und Inhaltsstoffe werden sicher auch einen Einfluß gehabt haben... Insgesamt war der Versuch zu kurz, es wurden nur wenig Parameter zur Beurteilung des Gesundheitszustandes zugrunde gelegt und Langzeitfolgen überhaupt gar nicht diskutiert.
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