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Gefährliche Durstlöscher

Jugendliche gefährden mit Limonaden ihren Knochenaufbau

Softdrinks sorgen für weiche Knochen bei Jugendlichen – dies lassen Forschungen vermuten. Vor allem koffeinhaltige Limonaden verschlechtern den Zustand der Knochen, der Zusatzstoff Phosphat tut möglicherweise sein Übriges.

Softdrinks weichen die Knochen von Kindern auf! © Anyka - Fotolia.com Softdrinks weichen die Knochen von Kindern auf! © Anyka - Fotolia.com

Jugendliche, die ihren Durst häufig mit Softdrinks löschen, haben im Schnitt weniger stabile Knochen. Das hat zumindest eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn zu Tage gebracht. Der Grund: In den Knochen der Jugendlichen wurden weniger Mineralien gefunden (Dezember 2008 Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), Bonn).

Die DONALD-Studie

In einem im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Artikel haben die Forscher die Befunde als Teilergebnis einer größer angelegten Studie veröffentlicht. Seit 1985 untersuchen Wissenschaftler im Rahmen der DONALD-Studie (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurde auch der Knochenmineralgehalt gemessen und diese Daten nun mit dem Softdrink-Konsum verglichen.

Ergebnisse der Softdrink-Untersuchung

Je mehr Limonade die Jugendlichen zu sich nehmen, desto geringer ist der Mineralgehalt ihrer Knochen. Besonders koffeinhaltige Softdrinks könnten direkte Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel haben, so die Forscher. Auch der Zusatzstoff Phosphat wirke sich möglicherweise negativ auf die Konsistenz des Knochens aus. Doch ob es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Knochendichte und Softdrink-Konsum gibt, bleibt ungeklärt. Das Ergebnis sei wohl eher Ausdruck einer allgemein unausgewogenen Ernährung. Jugendliche, die viel der zuckerhaltigen Limonade tränken, ernährten sich auch insgesamt kohlenhydratreicher und proteinärmer.

Forscher warnen vor Langzeitwirkungen

Solche Essgewohnheiten können Auswirkungen auf die Gesundheit im hohen Alter haben. Denn eine kalzium- und mineralarme Kost in jungen Jahren kann Osteoporose als Spätfolge nach sich ziehen. Viel Kalzium, wie es beispielsweise in Milch zu finden ist, sei besonders in der Pubertät wichtig. Dann entwickelt sich die Knochenmasse am stärksten und Osteoporose im Erwachsenen-Alter wird vorgebeugt. Mehr: Forschungsinstitut für Kinderernährung

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