10 Dinge, die selbst den entspanntesten Yogi in den Wahnsinn treiben – und die Sie im Yoga-Studio lieber lassen sollten

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 01. Sep. 2020

Lautes Handy-Klingeln während der Meditation kann man natürlich als yogische Herausforderung sehen und üben, das Geräusch an sich vorbei ziehen zu lassen. Aus Rücksicht auf die anderen Entspannungs-Suchenden im Raum wäre es aber rücksichtsvoller, das Smartphone auszuschalten. Auch wenn Yoga Toleranz und Friedfertigkeit lehrt gelten vor und während der Stunde einige No-Gos, die unbedingt beachtet werden sollten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Metallica zur Meditation
  2. Matsch auf der Matte
  3. Snacks während der Stunde
  4. Abtörner Socken
  5. Nicht alle Tassen im Schrank
  6. Smalltalk beim Sonnengruß
  7. Duftmarken setzen
  8. Bei anderen auf der Matte stehen
  9. Mit akademischer Viertelstunde kommen
  10. Höher, schneller, weiter

1. Metallica zur Meditation

Wenn sich bei der Meditation ein Smartphone mit Metallica-Klingelton oder sonstigen Lieblingssongs meldet und den Puls aus der Tiefenentspannung direkt auf 180 treibt waren für Sie und alle anderen 90 Minuten Yoga umsonst. Deshalb das Handy am besten ganz ausschalten, denn auch die Vibrationsgeräusche für eingehende SMS, Whatsapps, Facebook- oder andere Benachrichtigungen können in einem vollkommen stillen Raum sehr laut und störend wirken.

2. Matsch auf der Matte

Straßenschuhe haben striktes Studio-Verbot und sollten immer im Eingangsbereich ausgezogen werden. Dort sind Schuhregale zur Zwischenlagerung vorhanden. Dass niemand mit Matsch auf der Matte Yoga üben möchte, der bei Regen- oder Winterwetter herein getragen wird, versteht sich von selbst. Aber auch an trockenen Tagen sollte der Boden im Studio, wo fast immer barfuß praktiziert wird, nicht mit Schuhen betreten werden.

3. Snacks während der Stunde

Mal abgesehen davon, dass das Rascheln beim Auspacken eines Müsli-Riegels ein ziemlich störendes Geräusch für die anderen Teilnehmer sein kann, sollte man am besten zwei Stunden vor der Yoga-Stunde nichts mehr essen. Es ist einfach nicht gesund, wenn der Körper bei den teils anstrengenden Asanas mit der Verdauung beschäftigt ist oder die Mahlzeit beim Kopfstand wieder in die Richtung wandert, aus der sie gekommen ist.

4. Abtörner Socken

Wie beim Sex gilt auch beim Yoga: Socken gehen dabei gar nicht! Yoga wird barfuß geübt – das soll erden, die Fußmuskeln kräftigen und verschafft außerdem einen sicheren Stand. Rutschige Socken können bei einigen Körperpositionen nämlich richtig gefährlich werden. Aber natürlich gilt beim Yoga auch: Man muss gar nichts. Wer chronisch kalte Füße hat oder aus anderen Gründen nicht barfuß trainieren möchte, kann natürlich Strümpfe tragen. Dann aber am besten rutschfeste.

5. Nicht alle Tassen im Schrank

Ob Getränke mit in den Yoga-Raum dürfen regeln die Studios sehr individuell. Da bei vielen Asanas geschwitzt und entgiftet wird, ist ratsam, zwischendurch Wasser oder Kräutertee zu trinken. Tassen, Gläser und andere offene Gefäße sollten aber im Schrank bleiben, da sie beim Üben schnell umgestoßen werden und so die Nachbar-Matte überfluten können. Auch Flaschen und Thermoskannen sind wegen ihrer Zerbrechlichkeit und Lautstärke beim Umkippen nicht zu empfehlen. Am besten eine Plastikflasche mitbringen und diese so platzieren, dass niemand darüber stolpern kann.

6. Smalltalk beim Sonnengruß

Eine ganze Woche hat man die Freundin nicht gesehen und jede Menge zu erzählen. Die Yoga-Stunde ist dafür aber eine völlig ungeeignete Zeit. Abgesehen davon, dass es unhöflich dem Yoga-Lehrer und den anderen Yoginis gegenüber ist, sollte man beim Praktizieren ganz bei sich sein. Wenn Sie den neuesten Dating-Geschichten Ihrer Freundin lauschen, können Sie nicht nach innen und auf ihren Körper hören. Und genau darum geht es (auch) beim Yoga.

Duschen

7. Duftmarken setzen

In einigen Yoga-Stunden werden besonders in den Abend-Kursen Kerzen angezündet. Das schafft eine wunderschöne Atmosphäre und fördert den Entspannungs-Effekt. Verzichten sollte man aber unbedingt auf Duftkerzen mit penetranten (synthetischen) Gerüchen, von denen die anderen Teilnehmer Kopfschmerzen bekommen können. Auch das Einparfümieren vor der Yoga-Stunde sollte aus Rücksicht auf die anderen Yoginis ausbleiben. Und wer vorher schon Sport getrieben oder aus anderen Gründen stark geschwitzt hat macht den Kursteilnehmern eine Freude, wenn er vorher noch einmal unter die Dusche springt.

8. Bei anderen auf der Matte stehen

Die Yoga-Matte eines anderen Kurs-Teilnehmers zu betreten gilt als ein absolutes No-Go im Yoga-Studio. Und auch zu dicht auf die Pelle rücken sollte man niemandem und darauf achten, dass zwischen der eigenen Matte und der des Nachbarn mindestens eine Unterarmlänge Platz ist. Wer Kurse besucht, die immer sehr voll sind, sollte seine XXL-Luxus-Schaffellunterlage vielleicht gegen ein kleineres Modell eintauschen, damit auch die anderen Yoginis sich frei entfalten können.

9. Mit akademischer Viertelstunde kommen

Polternd in den Yoga-Raum zu hetzen, geräuschvoll seine Matte auszubreiten und am besten noch den Nachbarn anstupsen und fragen, ob er ein wenig zur Seite rutschen kann kommt überhaupt nicht gut an, wenn die Stunde schon begonnen hat und die Teilnehmer in die ersten Asanas vertieft sind. Deshalb sollte man zur Yoga-Stunde unbedingt pünktlich, am besten schon einige Minuten vor Beginn, erscheinen. Auch etwaige Hilfsmittel wie Yoga-Kissen oder –bänke sollten dann schon parat liegen und nicht mitten in der Stunde geräuschvoll zusammengesucht werden.

Sprint

10. Höher, schneller, weiter

Ehrgeiz und Vergleiche mit der Gelenkigkeit oder dem Durchhaltevermögen anderer Teilnehmer sollten zusammen mit den Straßenschuhen draußen bleiben. Beim Yoga geht es nicht darum, andere durch perfekt ausgeführte Asanas zu beeindrucken oder sich selbst unter Druck zu setzen, weil der Matten-Nachbar die Übung viel besser ausführen kann. Mit Betreten des Yoga-Raums sollte die Konzentration ganz auf den eigenen Körper gerichtet sein. Die kleinen Fortschritte, die man in jeder Yoga-Stunde macht, fallen sonst gar nicht auf. Und das wäre schade.

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