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29. November 2016

Krebsbericht: Zahl der Erkrankungen verdoppelt

Die Diagnose Krebs bekommen heute nahezu doppelt so viele Menschen wie noch im Jahr 1970. Das liegt vor allem an der immer älter werdenden Gesellschaft. Laut des am Dienstag veröffentlichten Krebsberichts ist die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland jedoch leicht zurückgegangen, wenn sie unabhängig vom Alter betrachtet wird – ebenfalls erfreulich: Die Lebenserwartung nach einer Krebsdiagnose steigt an.

Krebsbericht 2016

Zahl der Krebs-Neuerkrankungen verdoppelt

Im Jahr 2013 erkrankten 482.500 Menschen in Deutschland an Krebs: Die absolute Zahl der Krebsneuerkrankungen hat sich damit nahezu verdoppelt. Das geht jetzt aus dem ersten "Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland" hervor, den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Professor Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, am Dienstag vorstellten.

Für fast alle Krebsarten steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter an, sodass in einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung auch mehr Krebsfälle auftreten. Rechnet man die vom Alter unabhängige Erkrankungsrate heraus, ist diese jedoch erstmals leicht zurückgegangen.

"Trotzdem ist Krebs in Deutschland nach wie vor die zweithäufigste Todesursache", erklärt Bundesgesundheitsminister Gröhe. Heute leben in Deutschland etwa vier Millionen Menschen, die jemals in ihrem Leben an Krebs erkrankt sind.

Lebenserwartung nach Diagnose gestiegen

Die gute Gesundheitsversorgung und die daraus resultierenden Erfolge bei der Krebsbekämpfung sind der Grund, dass Menschen hierzulande nach einer Krebsdiagnose heute deutlich länger leben, als es noch vor zehn Jahren der Fall war.

So würden Betroffene heute durchschnittlich 74 Jahre alt – vier Jahre älter als noch 1980, wie Professor Dr. Wieler erklärt. Somit steigt auch die Zahl derer, die mit oder nach einer überstandenen Krebserkrankung leben, weiter an.

Krebsbericht: Rauchen

Rückgang von Lungen- und Brustkrebs

Immer weniger Männer und Frauen greifen zur Zigarette. Die Zahlen sind seit Jahren rückläufig – mit positiven Folgen: So leiden nun weniger Menschen an Lungenkrebs. Allein 15 Prozent aller Krebserkrankungen seien auf das Rauchen zurückzuführen, daher sei dies eine erfreuliche Entwicklung, wie Professor Dr. Wieler resümiert.

Auch das zwischen den Jahren 2005 und 2009 eingeführte, qualitätsgesicherte Mammografie-Screening-Programm zahlt sich aus, ebenso wie die darüber hinaus ermöglichten Früherkennungsuntersuchungen auf Gebärmutterhals- und Darmkrebs. So können nun Rückgänge beider Neuerkrankungsraten verzeichnet werden.

Wirkungsvolle Krebs-Prävention

Ein gesunder Lebensstil und das regelmäßige Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen sind maßgebliche Faktoren für eine wirkungsvolle Krebsprävention. Denn weltweit gelten rund 30 Prozent aller Krebserkrankungen als vermeidbar.

Verhaltensweisen, die das Risiko von Krebserkrankungen vermindern können, sind dem Bericht zufolge

  • der Verzicht aufs Rauchen,
  • die Vermeidung von starkem Übergewicht,
  • eine dem Bedarf angepasste Ernährung,
  • ausreichend regelmäßige Bewegung,
  • keinen oder höchstens maßvollen Alkoholkonsum sowie
  • die Vorbeugung von HPV-Infektionen und Hepatitis B durch Schutzimpfung.

Zum ausführlichen Bericht ►

(jbo)


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