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Folgen der Dürre: Biobetriebe dürfen konventionell füttern

Von Marleen Wrage
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Folgen der Dürre

Die andauernde Hitze in Europa hat schwerwiegende Folgen: Waldbrände, höhere Ozonbelastung durch Autoverkehr sowie das Ausbleiben von Ernten. Die Weide-und Grünflächen sind seit geraumer Zeit abgeerntet, und da der Regen immer noch ausbleibt, wächst einfach nichts mehr nach. Die Folgen der Dürre mache sich bei den Ökokonzernen bemerkbar; diese dürfen nun mit konventionellem Futter nachhelfen.

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Folgen der Dürre: Ausnahmeregelungen in Niedersachsen und NRW

In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dürfen Ökokonzerne von nun an konventionelles Raufutter verfüttern. Diese Ausnahmeregelung wurde vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sowie dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erlassen.

Sie besagen, dass Ökokonzerne in Niedersachsen bis zum 30. Januar 2019 und in Nordrhein-Westfalen bis zum 30. September 2018 (NRW) konventionelles Raufutter einkaufen und bis zum 30. Mai 2019 in Niedersachsen beziehungsweise bis zum 30. Juni 2019 in NRW verfüttern dürfen. Jedoch müssen die Betreibenden der Biohöfe nachweisen können, dass kein ökologisch erzeugtes Raufutter erhältlich war (1).

Ist Bio jetzt noch Bio?

Es gibt momentan keine andere Möglichkeit für Ökobetriebe, als mit konventionellem Raufutter zu füttern. Jedoch ist diese unangenehme Alternative wahrscheinlich nichts, auf das die Betriebe sich freuen: Um als Biohof mit dem konventionellen Futter zu füttern, bedarf es Anträge, Ausnahmeregelungen, Kontrollen und Antragskosten von 50 Euro (2). Kein Biohof macht dies also freiwillig – wollen sie doch ihren Status als Ökokonzern nicht gefährden und ihren Tieren das konventionelle Raufutter untermischen.

Hohe Transportkosten, Massenschlachtung oder konventionelles Raufutter?

Die Ausnahmeregelung als Folge der Dürre in Deutschland ist also fast die einzige Chance für Bio-Betriebe, die ihre Tiere nicht einfach alle schlachten wollen. Denn die letzten Vorräte an Ökofutter sind oft weit entfernt – unmöglich diese Distanzen selbst zurückzulegen.

In einem Interview mit agrarheute argumentiert Bauer Willi wie folgt: „Solange Angebote an ökologischem Raufutter vorliegen, wird von den Bio-Anbauverbänden geprüft, ob diese in zumutbarer Entfernung verfügbar sind. Als zumutbar wird bei Quaderballen 200 km und bei Rundballen 100 km festgelegt.“ (3)

Ökosiegel bleibt auch bei Ausnahmeregelung

Die Biokonzerne können jedoch aufatmen: Landwirtschaftliche Unternehmen mit Biosiegel verlieren ihr Siegel durch die Überbrückung mit konventionellem Futter nicht. Bei der andauernden Hitze und den ausbleibenden Ernten bittet die Ökoberatung daher dringend, alle landwirtschaftliche Betriebe, die noch Grundfutter abgeben können oder Flächen zum Zwischenfrucht- oder Kleegrasanbau für tierhaltende Betriebe anbieten können, diese in die Warenbörse einzustellen.

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