Hummer nur betäubt in den Topf

Von Jasmin Böttcher
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Die Regierung in der Schweiz beschließt Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes. So dürfen Hummer nicht mehr auf Eis transportiert oder ohne Betäubung gekocht werden.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Welche Änderungen gibt es?

In der Spitzengastronomie ist es üblich, dass Hummer besonders frisch zubereitet und deswegen lebendig transportiert und in den Kochtopf geworfen werden. Tierschützer und Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass Krustentiere ein hochentwickeltes Nervensystem besitzen, weswegen sie Schmerzen empfingen und sich auch an diese erinnern können.

Deswegen tritt eine Gesetzesänderung in Kraft: Ab dem 01. März 2018 ist es nicht mehr erlaubt, Hummer und andere Krustentiere auf Eis oder in eiskaltem Wasser zu transportieren. Außerdem dürfen sie nicht mehr ohne Betäubung in kochendes Wasser geworfen werden. Vor dem Kochen müssen sie, zum Beispiel durch Elektroschocks, betäubt werden, wie spiegel.de berichtet.

Rezept
Klare Hummersuppe
Fertig in 2 Std. 50 Min. • 139 kcal

So gesund ist Hummer

Für all diejenigen, die sich figur- und gesundheitsbewusst ernähren, ist Hummer eine geradezu perfekte Wahl: Er ist ausgesprochen fett- und kalorienarm und kann mit einer großen Portion an hochwertigem Eiweiß punkten. Auch für Low-Carb-Anhänger eignet sich das Krustentier, denn sein feines Fleisch enthält keine Kohlenhydrate.

Weitere Änderungen im Tierschutz

Die Schweizer Regierung will sich mehr für den Tierschutz einsetzen und beschloss deswegen einige weitere Maßnahmen für einen besseren Tierschutz. Der Handel mit illegal importierten Hunden soll zum Beispiel deutlich eingedämmt werden. Zudem wurden die Vorschriften für Tierversuche verschärft. In jedem Labor oder Institut, das Tierversuche durchführt, muss ein Tierschutzbeauftragter bestimmt werden.

Wir sind froh darüber, dass die Regierung einen Schritt in die richtige Richtung geht. Doch wahrscheinlich sind wir uns alle einig darüber, dass für den Tierschutz nie genug getan werden kann und leider noch immer Vieles legal ist, was eigentlich schon längst hätte verboten werden sollen.

(jab)

Schreiben Sie einen Kommentar