Instagram löscht Mager-Bilder

Von Leonie Busse
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Hashtags wie #thighgap, #bikinibridge und #abcrack sind Symptome des Magerwahns auf Instagram. Hier posten junge Mädchen und Frauen ihre Körper – ein Ausdruck des Wunsches möglichst dünn zu sein. Nun nimmt Instagram dazu Stellung, um den Magertrend einzudämmen.

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Gefährliche Hashtags

Bilder von dünnen Beinen, eine Lücke zwischen den Oberschenkeln, der Hashtag "highgap" darunter. Diese Posts fluten die Feeds bei Instagram und sind Ausdruck des dort herrschenden Magerwahns. Viele junge Mädchen und Frauen folgen ihren Vorbildern, die diese von ihnen ersehnten "thighgaps" und "abcracks" haben, und eifern ihnen nach.

Bei den vielen lustigen und leckeren Instagram-Trends, die durchs Internet jagen, ist dieser aber sehr gefährlich. Denn das Nacheifern dieser Schönheitsideale ist sehr ungesund. Für einige Menschen ist es überhaupt nicht möglich, die ersehnten Körperformen zu erreichen, da es in erster Linie vom Körperbau abhängig ist.

Und selbst wenn es möglich ist, muss dafür exzessiv Sport getrieben und extrem gehungert werden, um den Körperfettanteil drastisch zu senken. Ein gesunder Körperfettanteil bei Frauen liegt zwischen 18 und 20 Prozent, um einen "abcrack" sichtbar zu bekommen, müsse er aber auf zwölf Prozent gesenkt werden. 

So ein verzweifeltes Nacheifern eines ungesunden Körperideals kann schnell zu einer Essstörung führen beziehungsweise Menschen mit einer Essstörung in ihrer Psychose bestätigen. Da Instagram für jeden zugänglich ist, verbreiten sich diese Bilder weltweit ohne Filter. Doch nun hat Instagram auf diese Hashtag-Trends reagiert!

Inhalte gelöscht 

Zunächst wurden einige dieser Hashtags und Inhalte gelöscht oder "nicht suchbar" gemacht – (vor allem glorifizierende Inhalte und Hastags). Doch nicht alle Hashtags sind davon betroffen, da Instagram auch um die positiven Effekte weiß: Für viele Essgestörte, die auf Instagram aktiv sind, ist diese Community eine Stütze bei ihrem Heilungsprozess. Diesen Aspekt möchte Instagram den Nutzern nicht nehmen. 

Dennoch wurden solche Hashtags nun mit einem Zusatz versehen, der vor dem Inhalt warnt und gleichzeitig auf eine Website verlinkt, die Informationen und Hilfe bei Essstörungen bietet. Ein Schritt in die richtige Richtung!

(lebu)

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