0
Drucken
0
08. September 2017

Leitungswasser enthält Plastik

Forscher aus den USA haben weltweit Leitungswasserproben untersucht und Plastik-Partikel gefunden – auch hier in Deutschland.

Leitungswasser

Plastik ist überall, auch in unserem Leitungswasser

„Wenn mikroskopisch kleines Plastik in den Meeren, Seen und Flüssen ist, ist es dann auch im Trinkwasser?“ – Diese Frage stellten Forscher der NGO „Orb Media“, die die Studie in Zusammenarbeit mit der University of Minnesota durchgeführt haben. Das Forscherteam hat weltweit 159 Leitungswasser-Proben gesammelt und auf Plastik hin untersucht. Das Ergebnis: In 83 Prozent der Proben wurden Plastik-Partikel gefunden.

Am stärksten belastet war das Leitungswasser aus den USA, denn ganze 94 Prozent der Proben enthielten Plastikfasern. Verhältnismäßig am wenigsten Plastik enthielten Proben aus Europa. In Großbritannien, Frankreich und Deutschland waren alllerdings noch immer 72 Prozent der Proben mit Plastik-Partikeln belastet.

Leitungswasser und Wasser aus Flaschen

Wie gelangt Plastik überhaupt ins Leitungswasser?

Noch ist nicht abschließend geklärt, wie genau das mikroskopisch kleine Plastik ins Leitungswasser gelangt. Eine Quelle sei auf jeden Fall die Atmosphäre, in der sich Plastikfasern unter anderem von Kleidung oder Teppichen sammeln. Eine andere potenzielle Quelle seien Wäschetrockner, die über ihre Entlüftungssysteme kleine Kunstfaserteilchen in die Luft ausstoßen. Auch durch Waschmaschinen gelangen Plastikfasern in die Umwelt und ins Wasser. Regentropfen sammeln das Mikroplastik schließlich auf und so gelangt es ins Grundwasser.

Doch wie schädlich ist Mikroplastik überhaupt?

Die Plastikteilchen sind mikroskopisch klein, sodass diese nicht aus dem Wasser gefiltert werden können, da die aktuellen Wasserreinigungssysteme keine Filter haben, die fein genug sind. Um sicher sagen zu können, wie sich das im Trinkwasser enthaltene Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit auswirkt, fehlt bisher die Forschung.

Über die Effekte von Mikroplastik auf Meeresorganismen gibt es allerdings schon erste Erkenntnisse. Meerestiere wie Muscheln, Würmer oder Fische nehmen das Mikroplastik über ihre Nahrung oder durch Filtration auf. Wissenschaftler konnten in diesem Zusammenhang physiologische Störungen, Tumorbildung und erhöhte Sterberaten bei den Tieren feststellen.

Sollten wir auf unser Leitungswasser verzichten?

Solange noch nicht flächendeckend wissenschaftlich geklärt ist, wieviel Mikroplastik in deutschem Wasser enthalten und wie ungesund Mikroplastik wirklich ist, ist Leitungswasser dort, wo es ansonsten unbedenklich ist, immer noch die beste ökologische Wahl. Eins steht aber fest: Wir sollten versuchen, Plastik so weit wie möglich aus unserem Alltag zu entfernen, denn wir alle tragen eine Mitschuld an dem weltweiten Plastik-Problem. 

Zur Originalstudie

Im Video: So schaffen Sie es, mehr zu trinken!

Top-Deals des Tages

Songmics Bilderrahmen Collage für 12 Fotos je 10 x 15 cm (4 x 6") + 1 x einzelner Fotorahmen aus MDF-Platten gelb RPF112Y
VON AMAZON
17,59 €
Läuft ab in:
Stuhlhussen Stretch-Stuhlbezug elastische moderne Husse Elasthan Stret
VON AMAZON
15,99 €
Läuft ab in:
Toyota 26 Nähmaschine Super Jeans, schwarz
VON AMAZON
Preis: 229,99 €
137,08 €
Läuft ab in:
Zu allen Top-Deals des Tages

Schreiben Sie einen Kommentar