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Wegwerfgesellschaft: Der 5-Punkte-Plan für weniger Plastik

Von Lara Schümann
Aktualisiert am 05. Dez. 2018
Wegwerfgesellschaft

Wie können wir den Verpackungswahnsinn im Supermarkt und bei anderen Einweg-Produkten beenden? Das Umweltministerium möchte mit der großen Kampagne „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ eine Trendwende hin zu weniger überflüssigen Verpackungen einleiten. Dafür hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze einen 5-Punkte-Plan vorgestellt.

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„Im Supermarkt bekommen Sie bald weniger für Ihr Geld – weniger Abfall“. Mit diesen Worten wirbt das Bundesumweltministerium in der neuen Kampagne, die dem Plastikmüll und unserer Wegwerfgesellschaft den Kampf ansagt und das Motto „Weniger ist mehr“ trägt.

Nachhaltigkeit ist ein großes Zukunftsthema, dass uns alle betrifft und deshalb eine besondere Aufmerksamkeit verdient hat. Es müssen Lösungen gefunden werden und Aufklärung erfolgen, so die Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die einen 5-Punkte-Plan ins Leben gerufen hat. Was dieser vorsieht, haben wir für Sie in einer Kurzfassung zusammengestellt.

Der 5-Punkte-Plan

Der von Svenja Schulze entwickelte Plan soll überflüssiges Plastik reduzieren, um die Umwelt und die Meere zu schützen. Technische Lösungen und verbindliche Gesetze sowie Alltagslösungen sollen für ein Leben und eine Gesellschaft mit weniger Plastik sorgen (1).

Das Ziel für Deutschland und nach Möglichkeit auch europaweit soll sein, möglichst wenig Plastik zu verwenden, das, was verwendet wird, zu recyceln und das, was recycelt wurde, auch wieder einzusetzen.

Die Schwerpunkte des 5-Punkte-Plans

1. Vermeidung von überflüssigen Plastikprodukten und -verpackungen:

  • Die Förderung des Leitungswasserstrinkens durch eine bessere Verfügbarkeit von Leitungswasser im öffentlichen Raum und das Bewusstmachen des Themas
  • Der Austausch mit dem Handel
  • Einweg-Artikel (Strohhalme usw.), für die es ökologisch vertretbare Alternativen gibt, verbieten
  • Die Produktverantwortung für Reinigungsaktionen nutzen
  • Den Einsatz von Mikroplastik in Kosmetik bis 2020 stoppen
  • Das Mehrweg-System stärken
  • Initiativen zur Vermeidung von Wegwerfverpackungen unterstützen

2. Förderung der umweltfreundlichen Gestaltung von Verpackungen und Produkten:

  • Die Schaffung finanzieller Anreize für ökologisches Design (eine Verpackung, die nicht recyclebar ist, wird teurer)
  • Einführung eines Verpackungsregisters (jeder Hersteller soll die Kosten der Entsorgung seiner Verpackungen selber tragen)
  • Produkte sollen ressourceneffizient hergestellt werden

3. Stärkung des Recyclings durch das Verpackungsgesetz:

  • ​Erhöhung der Recyclingquoten (bis zum Jahr 2022 von 36 auf 63 Prozent)
  • Einführung von Lizenzenentgelten für recyclingfreundliche Verpackungen
  • Umsetzung von Informationskampagnen für Verbraucher zur richtigen Trennung von Verpackungsabfällen

4. Vermeidung von Kunststoffen in Bioabfällen:

  • Verbraucherberatung durch Abfallberatung der Kommunen
  • Verschärfung der Regeln für die Entsorgung verpackter Lebensmittelabfälle für Bund und Länder

5. Internationaler Kampf gegen Meeresmüll und für einen nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen:

  • Deutsche Investitionen gegen die Vermüllung der Meere
  • Kunststoffcharta für ein nachhaltigeres Kunststoffmanagement
  • Zusammenarbeit der G20
  • Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Kosten für die Entladung von Schiffsabfällen

Sie möchten noch mehr erfahren und zu den einzelnen Punkten eine ausführliche Beschreibung? Dann finden Sie hier alle wichtigen Informationen!

Alles zur Kampagne „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ können Sie hier nachlesen!

Das WIR gewinnt

Die Motive und möglichen Wege stellen definitiv eine große Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern erfordert. Hier appelliert Bundesumweltministerin Svenja Schulze an jeden Einzelnen, denn „gemeinsam sind wir besser“ (2).

Ein guter und erfolgreicher Schritt in der Wegwerfgesellschaft wurde mit der Einführung von kostenpflichtigen Plastiktüten an der Kasse gemacht. 2015 verbrauchte jeder Deutsche durchschnittlich 68 Plastiktüten, zwei Jahre später waren es nur noch 29. Positive Änderungen sind also durchaus möglich!

Was können wir dafür tun, dass weniger Plastik produziert wird? Jeder kann mit einem guten Beispiel vorangehen und versuchen, auf Plastikflaschen, To-Go-Verpackungen (die sich auch vermeiden lassen) und weitere unnötige Plastikprodukte zu verzichten. Es gibt beispielsweise immer mehr Unverpackt-Läden, die genau dort ansetzen und sich auf mehr Kunden freuen.

Deutschland als Vorbild

Obwohl der meiste Müll in Asien und durch die afrikanischen Staaten entsteht, entbindet es Deutschland nicht von der Pflicht, für eine bessere Umwelt zu sorgen. Um unsere Umwelt nachhaltig zu verbessern, ist eine europaweite Umsetzung natürlich extrem wichtig.

Doch es muss ein Anfang gemacht werden und Deutschland ist ein Land, das Standards setzt und eine gewisse Vorbildfunktion hat. „Wir müssen den anderen Ländern zeigen, wie man es besser machen kann. Wir müssen vor allem den Mehrweganteil steigern, denn das ist „der schnellste Weg, den man jetzt gehen kann“, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze (2).

Hier gibt es Tipps, wie Sie Plastik im Alltag reduzieren können:

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