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Grillen essen soll die Darmflora fördern

Von Marleen Wrage
Aktualisiert am 10. Jun. 2020
Grillen essen

Grillen essen? Das hört sich für die meisten wohl eher absurd an, dabei sind die Insekten gar nicht so schlecht für unsere Gesundheit, insbesondere für unseren Darm. Nach neuesten Erkenntnissen des Umweltstudien-Instituts der University of Wisconsin–Madison sollten Grillen und andere Insekten bald regelmäßiger auf unserem Speiseplan stehen.

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Was sind die Vorteile von essbaren Grillen und Insekten?

Der hohe Proteingehalt von Insekten ist schon seit geraumer Zeit bewiesen. Auch die Tatsache, dass essbare Insekten eine nachhaltigere Lösung für Fleischkonsumierende darstellt als Fleischprodukte aus Massentierhaltungen, ist nicht von der Hand zu weisen. Da deutsche Supermärkte inzwischen auch die proteinhaltigen Insekten verkaufen dürfen, ist der Zugang zu den Krabblern keine Hürde mehr – eher die Entscheidung zu Insekten zu greifen und diese dann zu verzehren.

Kann das Essen von Grillen unsere Darmflora fördern?

Die aktuelle Pilotstudie der University of Wisconsin-Madison untersuchte die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von 25 Gramm Grillenpulver pro Tag und den Auswirkungen auf die Darmflora der Teilnehmer. Insbesondere die Effekte des unlöslichen Ballaststoffes Chitin, welches in Grillen und anderen Insekten vorkommt, waren im Fokus des Forschungsteams (2).  

Nudeln mit Mehlwurm-Topping und Frühstücks-Smoothie mit Grillenpulver? Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt und haben über einen Zeitraum von zwei Wochen entweder ein grillenpulverhaltiges Frühstück oder ein reguläres Frühstück zu sich genommen. Während der Testphase wurden Blut- und Stuhlproben der Teilnehmenden gesammelt und im Labor analysiert.

Die Resultate liefern erste Erkenntnisse zu der Korrelation von Darmflora und essbaren Grillen. Bewiesen wurde nämlich, dass das Grillenpulver das Wachstum des probiotischen Bakteriums Bifidobacterium animalis begünstigt und dadurch eventuell die Darmflora verbessern und Entzündungen im Bauchraum reduzieren kann. Außerdem nahm der Tumornekrosefaktor (TNF) ab, welcher bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist (3).

Allerdings ist die Pilotstudie in vielerlei Hinsicht noch nicht aussagekräftig genug, besonders da in diesem ersten sechswöchigen Durchgang nur zwanzig Erwachsene an der Studie teilgenommen haben. Um zu einem umfassenden Forschungsergebnis zu gelangen, müssen noch weitere Tests durchgeführt werden.  

Sollen wir nun regelmäßig Grillen essen?

Die UNO sagt ja! Wegen ihres hohen Nährwerts passen Insekten hervorragend auf den Speiseplan, so die Argumentation. Fakt ist: Zwei Milliarden Menschen verspeisen derzeit laut einem Report der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) täglich Insekten. Vor allem im Kampf gegen den weltweiten Hunger könnten Insekten zur echten Alternative zu Fleisch und Fisch werden, betonen die Vereinten Nationen.

Zumal die Kleintiere weniger Treibhausgase und Ammoniak als Kühe oder Schweine produzieren und auch bei der Züchtung weniger Land und Wasser beanspruchen. Und, können Sie sich mit dem Gedanken anfreunden, zukünftig Grillen zu essen?

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