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Pesto selber machen

Von Beeke Hedder
Aktualisiert am 12. Nov. 2019
© StockFood
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Pasta mit Pesto geht immer! Nur allzu häufig kommt die grüne Paste allerdings als Fertigprodukt auf unsere Nudeln. Dabei ist es so einfach, Pesto selber zu machen! Wir zeigen Ihnen, wie Sie von nun an mit Leichtigkeit Ihr eigenes Pesto zubereiten und noch mehr Genuss auf den Teller bringen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Zutaten gehören in das Pesto?
    1. Basilikum
    2. Pinienkerne
    3. Knoblauch
    4. Olivenöl
    5. Parmesan
    6. Salz
  2. Warum sollte man Pesto selber machen?
    1. Die Zutaten sind entscheidend
    2. Gute Qualität steht im Fokus
    3. Kreieren Sie Ihr ganz persönliches Pesto!
  3. Pesto selber machen? So gelingt die Zubereitung
  4. Wie lange ist selbst gemachtes Pesto haltbar?
  5. Wozu isst man selbst gemachtes Pesto?
  6. Weitere Pesto-Rezepte finden Sie hier
  7. Wissen zum Mitnehmen

Ob Pesto alla genovese, Pesto rosso oder Pesto alla calabrese – die ursprünglich aus Italien stammende, kalt zubereitete Paste aus Kräutern, Käse, Kernen und Olivenöl findet auf verschiedenste Weise Anklang. In den zu kaufenden Varianten stecken jedoch häufig Zutaten, die das Pesto zwar günstiger machen, aber geschmacklich nicht mehr viel mit dem italienischen Original zu tun haben. Dabei ist es nicht einmal zeitaufwendig, Pesto selber zu machen. Also: Ran an die Mörser, fertig, los!

Hier geht es zum selbst gemachten Pesto-Rezept:

Welche Zutaten gehören in das Pesto?

Hinter dem knallgrünen Pesto alla genovese verbirgt sich das Pesto-Original, welches genau genommen aus sechs Zutaten besteht: 

Basilikum

Allein schon für die grüne Farbe ist Basilikum als Hauptzutat für das Pesto alla genovese, oder auch einfach grünes Pesto genannt, nicht wegzudenken. Doch auch der frische Geschmack des Küchenkrautes ist im selbst gemachten Pesto der absolute Renner. Duft und Aroma werden dem Basilikum durch die enthaltenen ätherischen Öle verliehen – sie können bei Beschwerden wie Blähungen oder Magendrücken Abhilfe schaffen.

Pinienkerne

Wer richtig gutes Pesto selber machen möchte, sollte auf keinen Fall auf Pinienkerne verzichten. Sie sind zart im Geschmack und geben dem Pesto die richtige Textur. Auch die Röstaromen der Pinienkerne spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Sie überzeugen zudem mit tollen Inhaltsstoffen: Der hohe Gehalt am Mineralstoff Magnesium sorgt für ein starkes Nervengerüst und die Omega-3-Fettsäuren halten das Herz und die Gefäße fit.

Knoblauch

Der Knoblauch verleiht dem selbst gemachten Pesto die passende Würze und geschmackliche Tiefe. Die schwefelhaltigen Verbindungen aus der aromatischen Knolle haben neben dem typischen Geruch die Eigenschaft, krankmachende Keime zu eliminieren. Das kann die Darmflora positiv beeinflussen und damit auch das Immunsystem stärken.

Olivenöl

Wenn man schon dabei ist ein Pesto selber zu machen, kann man auch mal richtig gutes Olivenöl dafür verwenden – zum Beispiel natives Olivenöl extra. Das ist besonders für die kalte Küche geeignet und sehr aromatisch, da es aus erster Pressung stammt. Doch leider wird in Sachen Olivenöl häufig geschummelt, sodass sich vor dem Kauf ein genauer Blick auf das Etikett immer lohnt.

Parmesan

Echter Parmesan gibt dem selbst gemachten Pesto einen intensiven Geschmack und bringt zugleich wichtige Nährstoffe ein, unter anderem muskelaufbauende Proteine und knochenstärkendes Calcium. Alternativ kann das Pesto mit italienischem Pecorino zubereitet werden.

Salz

Salz rundet das Pesto geschmacklich ab – hier darf etwas vorsichtiger gewürzt werden, da der Parmesan auch schon recht viel Salz mit einbringt.

Merke!
Für das klassische Pesto sind nur wenige Zutaten nötig, die aber von guter Qualität sein sollten.

Warum sollte man Pesto selber machen?

Die Zutaten sind entscheidend

Im Supermarkt schnell zum Pesto-Glas greifen und fertig – was spricht schon dagegen, fragen Sie sich? Tatsächlich macht es sogar einen großen Unterschied, denn beim selbst gemachten Pesto entscheiden Sie allein, welche Zutaten verwendet werden sollen. So kommt Ihnen nur ins Glas, was Sie auch wirklich darin haben möchten!

Gute Qualität steht im Fokus

Natürlich ist auch Frische und Qualität der Zutaten für Geschmack und Aroma des Pestos ausschlaggebend. Und da sind Sie mit Ihrem selbst gemachten Pesto ganz klar auf der Gewinnerseite, denn mit hochwertigem Olivenöl, frischem Basilikum und leckerem Parmesan holen Sie nur das Beste aus der grünen Paste heraus! Denn die Fertigprodukte aus dem Supermarkt werden aus Gründen der Haltbarkeit erhitzt und verändern so das natürliche Aroma der Zutaten.

Kreieren Sie Ihr ganz persönliches Pesto!

Wenn Sie etwas experimentierfreudiger sind, ist das nur ein Grund mehr, das Pesto selber zu machen: Pesto ist super einfach abwandelbar und kann je nach Gusto verändert werden! Und wenn Ihnen mal eine Zutat fehlt, können Sie diese ganz leicht durch andere Kräuter, Käse, Kerne etc. ersetzen. So können Sie beispielsweise Rosenkohl-Pesto oder Bärlauch-Pesto selber machen. 

Merke!
Selbst gemachtes Pesto hat eine höhere Qualität als Fertigprodukte. Je nach Geschmack lässt sich ein ganz persönliches Lieblings-Pesto zubereiten.

Pesto selber machen? So gelingt die Zubereitung:

  • Lassen Sie den Mixer links liegen, denn die dabei entstehende Hitze hat negative Auswirkungen auf den Geschmack des Pestos. Besser: Bereiten Sie Ihr selbst gemachtes Pesto mit einem Mörser zu.
  • Feine Sache: Die Basilikumblätter schneiden Sie am besten mit einem Messer klein, um sie einfacher im Mörser verarbeiten zu können.
  • Das Beste kommt zum Schluss! Das gilt in diesem Falle für das Olivenöl und den Parmesan, denn beides kommt nicht in den Mörser, sondern wird abschließend unter das Pesto gerührt.

Merke!
Das Pesto sollte während der Zubereitung durch z.B. einen Mixer möglichst nicht erhitzt werden, um das volle Aroma erhalten zu können.

Wie lange ist selbst gemachtes Pesto haltbar?

Die Haltbarkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wenn Sie noch länger etwas vom Pesto haben möchten, sollten Sie es in einem sauberen, verschlossenen Glas im Kühlschrank lagern. Eine Schicht Olivenöl auf dem Pesto verhindert außerdem, dass es zu schnell verdirbt. So gelagert ist das Pesto dann in der Regel für mindestens zwei Wochen haltbar.

Und noch eine gute Nachricht: Das Pesto lässt sich auch problemlos einfrieren! Bestenfalls teilen Sie das Pesto vorher in kleinere Portionen, zum Beispiel mithilfe eines Eiswürfelbehälters.

Merke!
Bei kühler Lagerung ist das Pesto für etwa zwei Wochen haltbar.

Wozu isst man selbst gemachtes Pesto?

Grünes Pesto setzt vielen Gerichten das i-Tüpfelchen auf, allen voran ist es aber die Lieblingszutat zur Pasta. Ob Spaghetti, Penne oder Spirelli: ein selbst gemachtes Pesto ist zu jeder Pasta eine gute Idee.

Auch bei Gnocchi, Pizza oder klassischem Steak kann man mit grünem Pesto nichts falsch machen. Und nun alle Low-Carb-Fans aufgepasst: Mit dem richtigen Pesto werden auch Gemüsenudeln eine kulinarisch richtig attraktive Sache.

Merke!
Das Pesto passt vor allem zu Pasta, aber beispielsweise auch zu Gnocchi, Pizza oder Fleisch.

Weitere Pesto-Rezepte finden Sie hier:

Wissen zum Mitnehmen

Pesto gibt es in verschiedenen Varianten, wobei das klassische Pesto alla genovese nur aus sechs Zutaten besteht: Olivenöl, Pinienkerne, Basilikum, Parmesan, Knoblauch und Salz. Pesto gibt es als Fertigprodukt zu kaufen und enthält oftmals Zutaten, die vom Original abweichen, weil sie günstiger sind.

Möchte man Pesto selber machen, kann über die verwendeten Zutaten selbst entschieden werden; so erhält man ein qualitativ hochwertiges Produkt. Pesto ist schnell und einfach zubereitet – am besten geht das mit einem Mörser. Im Kühlschrank gelagert ist das selbst gemachte Pesto mehrere Wochen haltbar.

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