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Rotkohl selber machen

Von Daniela Neu
Aktualisiert am 20. Nov. 2019
© Pixabay/ congerdesign
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Rotkohl ist für die meisten von uns ein wichtiger Bestandteil von Feiertagsgerichten – vor allem an Weihnachten. Doch viele wissen gar nicht, wie kinderleicht man Rotkohl selber machen kann. Wie genau das gelingt, erklären wir hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Zutaten gehören in einen schmackhaften Rotkohl?
    1. Rotkohl
    2. Zwiebeln
    3. Apfel
    4. Essig
    5. Gewürze
  2. Was sind die Vorteile von selbst gemachtem Rotkohl?
    1. Keine künstlichen Zusätze
    2. Regionalität und Saison
    3. Vielseitig in der Zubereitung
    4. Haltbarkeit
  3. Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?
  4. Rotkohl selber machen: Lagerung und Haltbarkeit
  5. Wozu isst man Rotkohl?
  6. Unsere liebsten Rotkohl-Rezepte
  7. Wissen zum Mitnehmen

Rotkohlzubereitungen gibt es als Fertigprodukt in der Konservendose, im Glas oder auch tiefgekühlt in mehreren Varianten im Supermarkt zu kaufen. Diese enthalten jedoch zahlreiche Zusatzstoffe wie Süßungs- und Bindemittel, Aromen und oft auch tierische Fette wie Schweineschmalz. Dabei kommt ein leckeres Rotkraut wunderbar ohne diese zahlreichen Zusätze aus und kann sogar kinderleicht konserviert werden.

Hier geht es zum Rezept für selbst gemachten Rotkohl:

Welche Zutaten gehören in einen schmackhaften Rotkohl?

Rotkohl

Die Basis ist natürlich der rote Kohlkopf selbst, der je nach Region auch Blaukohl, Blaukraut oder Rotkraut genannt wird – seine Farbe reicht je nach Bodenbeschaffenheit von sattem Rot bis hin zu einem bläulichen Violettton. Üblicherweise wird für die Rotkohlzubereitung der gesamte Kopf in feine Streifen geschnitten, wobei die einzelnen Blätter zuvor nicht abgeschält werden.

Zwiebeln

Die aromatisch scharfen Knollen geben dem Kraut die nötige Würze und einen herzhaften Charakter. Dazu eignen sich jegliche Sorten, von weißer über roter bis hin zur großen Gemüsezwiebel.

Apfel

Für eine feine fruchtig-säuerliche Note sollte ein Apfel nicht fehlen. Dadurch wird der oftmals leicht erdige Kohlgeschmack abgerundet und aufgelockert. Auch Pflaumen- oder Zwetschgenmus sowie Johannisbeergelee sorgen für eine süße und fruchtige Note.

Essig

Ein wenig Essig ist nicht nur für den säuerlichen Geschmack, sondern auch für die Farbgebung wichtig. Denn die Säure sorgt dafür, dass der Kohl eine noch kräftigere Rotfärbung bekommt. Das liegt an den enthaltenen Anthocyanen, die auf die Säure wie ein Farbindikator reagieren und von bläulich-violett zu einem tieferen Rotton übergehen. Je nach geschmacklicher Vorliebe können sowohl Wein- als auch Fruchtessige verwendet werden.

Gewürze

Für die aromatische Abrundung wird das Gemüse zusätzlich mit Nelken, Lorbeerblättern und einer würzigen Brühe verfeinert. Diese Zutaten geben ihm die typische herzhafte und gleichzeitig feine Note. Natürlich kann er auch je nach Geschmack zusätzlich mit Wacholderbeeren, Sternanis, Zimt oder für einen fruchtigen Touch mit klein geschnittenen getrockneten Pflaumen veredelt werden.

Merke!
Eine Rotkohlzubereitung, wie wir sie kennen, ist kein Hexenwerk und besteht hauptsächlich aus dem Kohl selbst. Damit es aber nicht an Würze und Fruchtigkeit fehlt, werden üblicherweise Zwiebeln, Apfel, Gewürze und Essig zugegeben.

Was sind die Vorteile von selbst gemachtem Rotkohl?

Keine künstlichen Zusätze

Kaum zu glauben, dass sich in nahezu jedem Fertig-Rotkohl aus dem Supermarkt künstliche Zusätze oder Aromen verstecken. Diese Stoffe sind nicht nur unnatürlich und künstlich hergestellt, sondern zum Teil auch noch ungesund. Wenn Sie Rotkohl selber machen, kommt dieser selbstverständlich ohne jeglichen Zusatz solcher Stoffe aus und schmeckt oft noch besser.

Regionalität und Saison

Wenn Sie Rotkohl selber machen, können beim Kauf der Zutaten selbstverständlich regionale Händler unterstützt und den großen Supermarktketten vorgezogen werden. Damit tun Sie nicht nur etwas für den Landwirt oder Gemüsehändler um die Ecke, sondern auch für die Umwelt!

Vielseitig in der Zubereitung

Natürlich kann der Kohl auch dem restlichen Menü angepasst und entsprechend abgewandelt, mit verschiedenen Gewürzen oder Früchten verfeinert werden. So wird das einfache Rotkraut zu einem ganz besonderen Teil ihres Festtagschmauses! 

Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, achtet bei der Zubereitung auf pflanzliche Fette und verzichtet auf Butter oder Schmalz.

Haltbarkeit

Die Konserven aus dem Supermarkt strotzen nur so vor langer Haltbarkeitsdauer – aber aufgepasst: Auch der selbst gemacht Rotkohl hält sich länger als gedacht und kann kinderleicht konserviert werden.

Am besten bereiten Sie das Wintergemüse ein bis zwei Tage vor dem Verzehr zu, damit es schön durchzieht. Dabei kann es seine köstlichen Aromen voll entfalten und die feste Struktur angenehm weich werden. Für eine längere Haltbarkeit füllen Sie ihn einfach direkt nach der Zubereitung heiß in zuvor abgekochte Gläser, verschließen diese gut und lassen sie abkühlen.

Merke!
Wenn Sie Rotkohl selber machen, können Sie diesen geschmacklich nach Ihren Vorlieben und auf Ihr Menü abstimmen. Er ist regional erhältlich, lange haltbar und kommt vor allem ohne unnötige künstliche Zusätze aus.

Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?

Wenn Sie Rotkohl selber machen, sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Die äußersten Blätter des Kohlkopfes können beschädigt sein und schon weniger knackig aussehen. Entfernen sie diese sowie auch den harten Strunk.
  • Vierteln und waschen Sie den Kohl und schneiden oder hobeln ihn dann in feine Streifen. Auch Zwiebeln und Apfel sollten fein geschnitten werden – so verteilt sich das Aroma besser und Sie erhalten am Ende eine gleichmäßige Konsistenz und Textur.
  • Das Kraut sollte 45–60 Minuten garen (je nach Schnittgröße). Achten Sie darauf regelmäßig zu rühren und gegebenenfalls etwas Wasser zuzugeben, damit nichts anbrennt.

Merke!
Die Zubereitung für selbst gemachten Rotkohl ist unglaublich einfach: alle Zutaten kurz in Fett schmoren, mit etwas Flüssigkeit ablöschen und würzen. Unterrühren, garen – und fertig!

Rotkohl selber machen: Lagerung und Haltbarkeit

Wollen Sie das Rotkraut nicht direkt verzehren, lassen Sie den frisch gekochten Kohl im Topf abkühlen. Verschließen Sie ihn mit einem Deckel und lagern Sie ihn bis zu drei Tage im Kühlschrank.

Für die längere Konservierung können Sie den Rotkohl heiß in abgekochte Gläser füllen und luftdicht verschließen. Dunkel und kühl gelagert bleibt das Rotkraut nun bis zu ein Jahr lang appetitlich! Auch in gefriergeeigneten verschließbaren Behältern bleibt das Kraut tiefgekühlt mehrere Monate schmackhaft.

Zum Verzehr wärmen Sie das Gemüse einfach vor dem Essen im Topf oder einer Mikrowelle auf und können es so auch außerhalb der Hauptsaison genießen.

Wozu isst man Rotkohl?

Klassischerweise wird Rotkohl als Gemüsebeilage zu Fleisch gereicht – vor allem in Festtagsgerichten. Oft wird er zu Rouladen, Gänsebraten oder Entenbrust und einer stärkehaltigen Komponente wie Salzkartoffeln oder Klößen serviert. Aber auch ohne Fleisch, beispielsweise als Füllung für einen Strudel, als Hauptzutat zu anderem Gemüse oder als Bestandteil in einer Bowl macht sich das rote Kraut hervorragend.

Der Rotkohl ist viel mehr als nur eine Beilage – er besticht nicht nur mit seinem einzigartigen Geschmack, sondern ist aufgrund seiner tollen Farbe auch noch ein echter Hingucker in jedem Gericht! 

Unsere liebsten Rotkohl-Rezepte:

Wissen zum Mitnehmen

Nur wenige von uns haben gewusst, dass man Rotkohl so leicht selber machen kann. Mit ein paar Gewürzen, einem scharfen Messer oder Gemüsehobel zaubern Sie schnell eine leckere Grundlage. Lediglich ein wenig Geduld beim Einkochen und Rühren sollten Sie mitbringen. Aber auch das zahlt sich aus – denn das Kraut lässt sich hervorragend vorbereiten, sodass im oftmals stressigen Festtagsgeschehen mehr Zeit für die wichtigen Dinge wie die Familie bleibt. Sogar das Haltbarmachen für viele Monate ist kein Aufwand. Und das alles ohne künstliche Zusätze und Aromastoffe!

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