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CO2-Kennzeichnung auf Lebensmitteln bald verpflichtend?

Von Alicia Meier
Aktualisiert am 28. Okt. 2019
© Unsplash/ Joao Marcelo Marques
© Unsplash/ Joao Marcelo Marques

Wissen Sie eigentlich, welche Auswirkungen die Lebensmittel, die Sie konsumieren, auf die Umwelt haben? Ist der gesunde Müsliriegel nachhaltiger als der “ungesunde” Schokokeks? Wieso sich Verbraucher wünschen, dass die Kennzeichnung von CO2-Aufwendungen auf Lebensmitteln verpflichtend sein soll und was die Marke "Oatly" damit zu tun hat, erfahren Sie hier.

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Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen in Bezug auf Konsum geworden. Die Kleidung soll möglichst aus der EU kommen und fair gehandelt werden, Lebensmittel sollen nicht verschwendet werden und viele versuchen, weniger Plastik zu produzieren. 

Jedes Jahr verursacht jeder Deutsche 1,75 Tonnen klimarelevante Emissionen durch seinen Lebensmittelkonsum. Laut einer Studie sollte dieser Wert auf 0,6 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Da nur etwa 9 Prozent der Deutschen der Meinung sind, gut über die Auswirkungen der Kaufentscheidungen auf das Klima informiert zu sein, fällt eine solche Einsparung sehr schwer.

Vom Bauern bis zum Endverbraucher

Ob ein Produkt fair gehandelt wurde und wo es herkommt, können wir als Endverbraucher mittlerweile gut nachvollziehen.

Ein weiterer Faktor dafür, wie sehr ein Produkt die Umwelt belastet, ist aber auch die CO2-Aufwendung. So wie wir einen CO2-Fußabdruck haben, je nachdem, ob wir mit dem Fahrrad oder mit dem SUV zur Arbeit fahren, ob wir "normalen" oder Öko-Strom beziehen, haben auch Lebensmittel einen solchen Fußabdruck. Er setzt sich zusammen aus der Art des Anbaus, den Maschinen, die zur Ernte der Rohstoffe genutzt wurden, der Anlage, in der das Lebensmittel produziert wird, dem Transportweg in die Geschäfte und so weiter.

EAT SMARTER hat in die meisten Warenkunden bereits die CO2-Bilanzen der einzelnen Lebensmittel eingetragen, zum Beispiel für unseren Herbstklassiker, den Kürbis.

Verbraucher wünschen sich Klarheit

Eine EMNID Umfrage zeigt, dass 85 Prozent der Befragten eine Kennzeichnung auf Lebensmitteln wünschen, anhand derer sie deren CO2-Bilanz erkennen können. 60 Prozent geben sogar an, dass eine solche Kennzeichnung ihre Kaufentscheidung beeinflussen würde (Kantar Group: EMNID Studie, CO2 Kennzeichnung, 26. Juli 2019, S. 1-27).

Oatly startet Petition zur verpflichtenden Kennzeichnung

Die Marke Oatly, die vegane Milchalternativen produziert, hat es bereits vorgemacht: Seit einiger Zeit findet man auf den Verpackungen ihrer Produkte eine Kennzeichnung der Aufwendung von CO2-Äquivalenten. Damit dies auch bei anderen Marken passiert, startete Oatly nun eine Petition.

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