Der Ernährungsreport 2020

Essen wir durch Corona gesünder?

Von Merle Schulz
Aktualisiert am 01. Jul. 2020
© Pexels/ cottonbro
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Corona hat unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Auch unsere Essgewohnheiten haben sich seit der Pandemie verändert, das zeigt nun der Ernährungsreport 2020 “Deutschland, wie es isst” vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

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Seit 2016 wird jährlich im Auftrag des BMEL eine Umfrage unter etwa 1000 Verbraucher/innen bezüglich ihrer Essgewohnheiten durchgeführt. Durch die neuen Umstände haben sich die Ansichten vieler Menschen verändert. "Es ist ein neues Bewusstsein für Lebensmittel entstanden – und für die Arbeit derjenigen, die sie produzieren", sagt die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (1).

Hat sich unser Konsumverhalten durch Corona verändert?

Regionalität und Saisonalität wird uns immer wichtiger. 83 Prozent der Befragten gaben an, ihnen sei es wichtig, dass gekaufte Lebensmittel aus der Region kommen und möglichst kurze Transportwege zurücklegen. 

Je nach Produkt haben auch andere Faktoren großen Einfluss auf die Kaufentscheidung. Das ausschlaggebendste Kaufargument ist hierbei der Geschmack, weitere Einflussfaktoren sind Produktinformationen, Inspiration am Sortiment und auch der Preis. Siegel auf Lebensmitteln gewinnen ebenfalls immer mehr an Wichtigkeit. Die Hälfte der Befragten gaben an, beim Einkauf auf Kennzeichnungen für nachhaltige Fischerei, Tierwohl, Fairer Handel und Bio-Qualität zu achten.

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Koch- und Essverhalten der Deutschen

Etwa drei Viertel der Bevölkerung kocht gerne, doch gerade im stressigen Alltag fällt das gerne mal hintenüber. Dank der derzeitigen Situation und dem Homeoffice wird deutlich mehr zum Kochlöffel gegriffen. Jeder Dritte gab an, häufiger Speisen selbst zuzubereiten als noch vor der Krise, auch das gemeinsame Kochen und Essen ist deutlich angestiegen.

Wer einen stressigen Alltag hat, kann auch zu Hause vorkochen. EAT SMARTER unterstützt Sie dabei! Hier kommen Sie zu den Meal-Prep-Wochenplänen.

Scheinbar landet auch weniger Fleisch auf dem Teller. Denn rund die Hälfte der Befragten berichtet, sich flexitarisch zu ernähren. Es wird sich also größtenteils vegetarisch ernährt, und wenn Fleisch gegessen wird, dann bewusst und in hochwertiger Qualität. Zusätzlich haben auch etwas weniger als 50 Prozent schon fleischfreie und auch milchfreie Alternativen probiert. Gründe hierfür sind unter anderem Klima, Tierwohl, Gesundheit und Neugierde.

Diese erfreuliche Entwicklung gilt es nun in einen Trend umzuwandeln, so Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner (2).

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