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Politik begrenzt Plastikmenge im Biomüll

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 23. Mär. 2022
© Unsplash/ Nareeta Martin
© Unsplash/ Nareeta Martin

Es befindet sich zu viel Plastik im Biomüll. Dagegen will das Bundeskabinett nun mithilfe einer neuen Bioabfallverordnung vorgehen, die bis spätestens 2024 gestaffelt in Kraft treten soll.

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Neue Plastik-Obergrenze im Biomüll

0,5 Prozent – so viel Plastik darf künftig maximal in einem Großteil der Bioabfälle in Deutschland vor der Weiterverarbeitung vorhanden sein. Diese Obergrenze wurde am vergangenen Mittwoch beschlossen und betrifft mehr als 60 Prozent des jährlich behandelten Biomüll-Aufkommens von insgesamt 14 Millionen Tonnen. Da diese Bioabfälle kompostiert, vergärt oder mit anderen Stoffen gemischt werden, darf nur ein geringer Plastikanteil darin vorkommen. Dieser Anteil der Bioabfälle wird unter anderem auch zur Bodenverbesserung oder im Garten- und Landschaftsbau verwendet (1).

Für die übrigen Biomüll-Abfälle gilt künftig eine Obergrenze von 1,0 Prozent, da erfahrungsgemäß die Plastikabfälle in der Biotonne, die meist in privaten Haushalten vorkommen, schwerer zu verarbeiten sind.

Kontrolle der Obergrenzen

Durch die neuen Obergrenzen sind die Betreiber der Biomüll-Behandlungsanlagen zukünftig dazu verpflichtet, den Anteil an Fremdstoffen im gelieferten Bioabfall zu überprüfen. Überschrittene Obergrenzen haben zur Folge, dass die Fremdstoffe, wie beispielsweise Kunststoff oder auch bioabbaubare Kunstoff-Kaffeekapseln aus Plastik aufwendig entfernt werden müssen.

Falsche Mülltrennung

Das Bundesumweltministerium wies darauf hin, dass sich die Mülltrennung in den Kommunen deutlich verbessern müsse, da sich nicht nur zu viel Plastik im Biomüll, sondern auch immer noch zu viele Bioabfälle in der Restmülltonne landen und entsprechend nicht getrennt erfasst würden.

Die neuen Obergrenzen stoßen daher auf Zustimmung und finden Unterstützung im Verband kommunaler Unternehmen (VKU), die eine Sortenreinheit im Bioabfall als sehr wichtig erachten und zur Einhaltung der Grenzwerte die Biotonnen häufiger kontrollieren wollen. Ein mögliches Vorgehen wäre zudem, dass die Unternehmen mit Plastik verunreinigte Bioabfälle nicht abholen oder mit der kostspieligeren Restmüllabfuhr entsorgen lassen (2).


Sie fragen sich nun, was überhaupt in welchen Abfallbehälter gehört? Wie Mülltrennung richtig funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel "Mülltrennung: So trennen Sie Müll richtig".

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