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Regenwälder Alaskas: Trump will Abholzung ermöglichen

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 24. Sep. 2020
© Unsplash/ Paxson Woelber
© Unsplash/ Paxson Woelber

Überall sieht man derzeit Bilder des brennenden Regenwaldes im Amazonas – die Waldbrände bedrohen das globale Klima. Und trotzdem: Trump will Medienberichten zufolge einen Teil der Regenwälder Alaskas zur Abholzung freigeben.

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Wie die „Washington Post“ unter Berufung auf ein Gespräch des US-Präsidenten Donald Trump mit Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy berichtet, soll Trump das Landwirschaftsministerium aufgefordert haben, einen Teil des Waldes in Alaska zur Abholzung und für den Straßenbau freizugeben (1). Dies betrifft rund 38.500 Quadratkilometer des Tongass National Forest, welcher derzeit noch dem Abholzungsverbot unterliegt. 67.500 Quadratkilometer blieben von diesem Plan unberührt.

Dieser Wald in Alaska ist eines der größten Stücke intakten gemäßigten Regenwaldes der Welt und entspricht etwa der Fläche von Bayern (2). Gerade in Anbetracht der für das globale Klima folgenschweren Brände im Amazonas Regenwald und der sibirischen Wälder in Russland wäre diese Entscheidung, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestätigt ist, verheerend.

Südlich des Polarkreises wütete in abgelegenen Regionen Russlands das Feuer auf einer Fläche von etwa 1500 Quadratkilometern – 162 Brände wurden gezählt. Aufgrund des Klimawandels können die Brände in der Arktis weiter zunehmen. Im Amazonas wurden im Regenwald derzeit über 82.000 Brände gemeldet, so viele wie noch nie.

Seit etwa 20 Jahren unterliegt das Naturparadies in Alaska Schutzbestimmungen, die die kommerzielle Nutzung ausschließen. Nicht nur für Touristen sind die Wälder aufgrund der außergewöhnlichen Landschaften verlockend, sie beherbergen vor allem viele unterschiedliche Tierarten. Diese Schutzmaßnahmen verhängte der damalige US-Präsident und Demokrat Bill Clinton im Jahr 2001. Daher ist beispielsweise der Straßenbau aufgrund der „Roadless Rule“ in etwa 240.000 Quadratkilometern des National Forest untersagt (3).

Bei Abholzungsfreigabe eines Teils der Regenwälder Alaskas durch Trump würde zeitgleich auch der Weg für die kommerzielle Ausbeutung der dortigen Natur geebnet werden, Energie- und Bergbauprojekte hätten leichtes Spiel. Die Erhaltung der Regenwälder Alaskas ist äußerst wichtig, denn die dort wachsenden Bäume binden Kohlendioxid aus der Atmosphäre und tragen somit einen großen Teil zum Klimaschutz bei. Außerdem bietet der Tongass National Forest, der sich vom Pazifik bis an die kanadische Grenze erstreckt, unter anderem Lebensraum für Braun- und Schwarzbären, Elche und Wölfe sowie indigene Völker wie die Tlingit Indiander.

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