Strengere Regeln für Nahrungsergänzungsmittel gefordert

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 04. Mai. 2021
© Pixabay / Bruno
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Der Bundestag warnt: Vorsicht beim unüberlegten Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln! Eine zu hohe Dosierung kann nämlich je nach Vitamin und Mineralstoff gesundheitsschädigend sein.

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Heutzutage ist es ein Leichtes, auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel mit dem Gedanken zu besorgen, sich und seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Vitamine und Mineralstoffe lächeln uns in verschiedenen Formen wie Kapseln und Tabletten frei zugänglich in Drogeriemärkten, Supermärkten und Apotheken an. 

Doch dass eine zu hohe Zufuhr bestimmter Mikronährstoffe gesundheitsschädlich sein kann, ist vielen von uns nicht bewusst. 

Regeln für Höchstmengen 

Aktuell unterliegen Nahrungsergänzungspräparate anders wie Medikamente nicht dem Arzneimittelgesetz. Daher drängt die große Koalition auf strengere EU-weite Regeln in Bezug auf eine Höchstmengen-Angabe bei Vitaminen und Mineralstoffen. Das bezieht sich sowohl auf die klassischen Präparate wie auch Produkte, die mit den Nährstoffen angereichert sind. Das können beispielsweise Müslis, Zahncremes, Joghurts oder Milchsorten sein. 

Dabei sollen auch die kritisierten Online-Angebote in gleicher Weise kontrolliert werden. Laut den Grünen und Verbraucherschützern sind einheitliche nationale Richtlinien schon längst überfällig, um der Bevölkerung mehr Schutz zu gewährleisten.  

Mehr Aufklärungsarbeit

Der Bundestag fordert zudem von der Bundesregierung, mehr in eine intensive Aufklärung zu investieren, um einen unüberlegten Kauf vorzubeugen. Auch Ärzte und Trainer spielen dabei eine wichtige Rolle. 

Zusätzlich werden zukünftig mehr Forschungen hinsichtlich der Nährstoffversorgung und möglicher Präparate vor allem für vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Schwangere oder Senioren benötigt (1).

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