WHO warnt: Viele Todesfälle wegen hohem Salzkonsum

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 20. Mai. 2021
© Unsplash/ Emmy Smith
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Dass zu viel Salz ungesund ist, ist bekannt. Doch wie viel ist zu viel? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt nun Grenzwerte für den Salzgehalt in Nahrungsmitteln. EAT SMARTER klärt über die Richtwerte auf.

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Durchschnittlich verzehren in Deutschland Männer rund 10 Gramm, Frauen 8,4 Gramm Salz pro Tag. Doch etwa die Hälfte der Männer sowie rund ein Drittel der Frauen konsumieren weit mehr als 10 Gramm Salz täglich, auch Kinder und Jugendliche ernähren sich zu salzhaltig.

Schwere Folgen für die Gesundheit

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt nur 6 Gramm und die WHO sogar nur 5 Gramm Salz täglich. Durch Risikofaktoren in der Ernährung sterben jährlich weltweit etwa elf Millionen Menschen. Drei Millionen der Todesfälle sind auf einen erhöhten Salzkonsum zurückzuführen. 

Denn ein vermehrter Salzverzehr hat Auswirkungen auf die Gesundheit, kann er doch zu Bluthochdruck führen und somit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Aber auch chronische Leberkrankheiten oder Adipositas lassen sich mit einem reichlichen Verzehr an salzhaltigen Speisen in Verbindung bringen.

Grenzwerte für bestimmte Nahrungsmittel

Auf Grundlage dessen legt die WHO nun eine Tabelle mit empfohlenen Höchstwerten für bestimmte Nahrungsmittel vor. Nachfolgend finden Sie einige beispielhafte Lebensmittel, für die die WHO Salz-Obergrenzen empfohlen hat (in Milligramm pro 100 Gramm Lebensmittel) (1):

  • Kekse: 265 mg
  • Chips: 500 mg
  • junger bis mittelalter Käse: 520–625 mg
  • Konserven: 225 mg
  • Pizza: 450 mg
  • Brot (Hefe-/Sauerteig): 330 mg
  • Popcorn, gesalzene Nüsse: 280 mg
  • Salzbrezeln: 760 mg
  • TK-Pizza: 450 mg
  • TK-Pommes: 260 mg
  • Butter und Margarine: 400 g
  • Oliven und getrocknete Tomaten: 780 mg
  • Tofu und Tempeh: 280 mg
  • Fleischalternativen: 250 mg
  • Sojasauce und Fischsauce: 4840 mg

Wenn Sie sich einen Überblick über alle empfohlenen Richtwerte verschaffen möchten, können Sie diese auf der Seite der WHO einsehen.

Hochgestecktes Ziel: Salzkonsum um 30 Prozent reduzieren

Die WHO legte der Liste bereits vorhandene Grenzwerte aus unterschiedlichen Ländern zugrunde. Die Organisation möchte die Länder animieren, sich eigene Maßstäbe innerhalb der Richtwerte zu setzen, da die empfohlenen Salzmengen einhaltbar seien. 

Durch diese Maßnahmen möchte die WHO außerdem das 2013 gesteckte Ziel erreichen, bis 2025 den Salzkonsum im Schnitt um 30 Prozent zu reduzieren. Die WHO sieht die Erreichung des Ziels aktuell aber als kritisch an, da im Ernährungsbericht 2020 der Rückgang pro Jahr nur 0,2 Prozent statt der benötigten 2,4 Prozent betrug.

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