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Symptome bei Glutenintoleranz: Blutarmut und Osteoporose

Während rund 50 Prozent der Betroffenen einer Glutenintoleranz über Durchfall klagen, entwickelt sich nur bei 20 Prozent das Vollbild der Erkrankung. Es beinhaltet Symptome wie Fettstühle, Osteoporose und Blutarmut.

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Symptome der Glutenintoleranz: „Kleber“ macht den Magen wund

Viele Menschen leiden an Magenproblemen und erhalten erst nach Jahren die Diagnose Zöliakie. Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft definiert das Krankheitsbild so: „Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer lebenslangen Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten beruht.“ Dieser „Kleber“ kommt vor allem in Getreide vor, also zum Beispiel in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer.

Häufige Beschwerden reichen von Müdigkeit zu Rückenweh

Je nach Patient unterscheiden sich die Symptome der Glutenintoleranz. Deshalb ist eine sichere Diagnose oft schwierig. Ärzte stellen das Leiden bei Kleinkindern häufig schneller fest als bei Erwachsenen. Erste Anzeichen sind oft Magenbeschwerden. Dr. med. Sigrid Steeb, Fachärztin für Ernährungsmedizin, erklärt dazu: „Klassische Leitsymptome sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.“ Weitere Symptome, die bei einer Glutenintoleranz auftreten, sind folgende:

  • Verstopfung und Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Untergewicht oder Übergewicht
  • Eisenmangel
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Depressionen
  • Rückenleiden

Seltene Symptome bei Glutenintoleranz: Blutarmut und Osteoporose

Während den Angaben von Dr. med. Sigrid Steeb, Fachärztin für Ernährungsmedizin, rund 50 Prozent der Betroffenen über Durchfall klagen, entwickelt sich bei nur 20 Prozent das Vollbild der Erkrankung. Es beinhaltet Symptome wie Fettstühle, Gewichtsverlust, Osteoporose, Muskelkrämpfe und Blutarmut.

Typisch: viele kleine Entzündungsherde

Häufiger als die volle Erscheinung der Erkrankung ist ein Teilbild. Es macht sich bemerkbar durch einzelne Symptome der Glutenintoleranz, zum Beispiel chronischen Eisenmangel oder Skelettbeschwerden. Expertin Steeb erklärt: „Recht typisch, jedoch nicht beweisend, ist auch eine Stomatitis aphthosa.“ Hinter dem Begriff versteckt sich die Entzündung der Mundschleimhaut mit vielen kleinen Entzündungsherden, so genannten Aphthen. „Solche atypischen Verlaufsformen der Zöliakie werden dann nur selten richtig erkannt“, sagt Steeb.

Nicht ohne meinen Doktor

Zöliakie kann sehr ernsthafte Folgen haben. Deshalb sollten sich Menschen mit genannten Symptomen bei Glutenintoleranz unbedingt an einen Arzt wenden. Besonders geeignet sind hier Gastroenterologen, weil sie sehr gut über das Krankheitsbild informiert sind. In Ansprache mit dem Arzt kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein.

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