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Kohlenhydrate

Glykämischen Index – Maß für die Blutzuckerwirksamkeit

Die Blutzuckerwirksamkeit der kohlenhydrathaltigen Lebensmittel wird über den Glykämischen Index angegeben.

Glykämischer Index | © dondoc-foto - Fotolia.com Glykämischer Index | © dondoc-foto - Fotolia.com

Was ist eigentlich der Glykämische Index (GI)?

Der Glykämische Index ist ein Maß für die Blutzuckerwirksamkeit von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln. Er gibt an, wie stark der Blutzucker ach dem Essen ansteigt. Diese Angabe erfolgt in Prozent in Bezug zum Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr von Glukose welche dabei mit 100% angegeben wird. Eine besondere Rolle spielt der Glykämische Index im Zusammenhang mit Insulinabhängigen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus sowie bei der Hunger-Sättigungsregulation und der Prävention von Übergewicht. Ziel ist es einen mäßigen Blutzuckeranstieg und ein möglichst gleichbleibender Blutzuckerspiegel ohne übermäßige Stimulierung der Insulinausschüttung. Dies erreicht man mit Lebensmitteln oder Mahlzeitenkombinationen die in der Summe einen niedrigen Glykämischen Index haben. Je niedriger der Glykämische Index, desto mäßiger der Blutzuckeranstieg.

Glykämischer Index verschiedener kohlenhydrathaltiger Lebensmittel:

Da die blutzuckererhöhende Wirkung von Glukose mit 100% angegeben wird liegt ihr Glykämischer Index hier bei 100. Die meisten anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmittel heben einen niedrigeren Glykämischen Index. Besonders gering ist dieser bei unerhitzten Getreideprodukten. Hier einige Beispiele:

Lebensmittel Glykämischer Index
Äpfel 39
Bananen 62
Vollmilch 34
Weißbrot 69
Nudeln 50
Vollkornnudeln 42
Karotten 92
Kartoffeln 70
Linsen 39
Erbsen 33

Hiervon hängt der Glykämische Index ab

Der Ballaststoffgehalt der Lebensmittel und der Aufbau der Nahrungskohlenhydrate ist ausschlaggebend für die Höhe des Glykämischen Index. So haben die langkettigen Kohlenhydrate, wie z.B. Vollkornprodukte,  immer einen niedrigeren Index als die kurzkettigen wie z.B. Nudeln oder Weißmehlprodukte. Auch die Geschwindigkeit der Magenentleerung nach der Nahrungsaufnahme – sprich die Verweildauer der  Lebensmittel  im Magen spielen eine Rolle. So haben z.B. eiweißreiche Lebensmittel mit einem hohen Fettgahalt einen eher niedrigen Glykämischen Index. Durch eine geschickte Kombination verschiedener Lebensmittel innerhalb einer Mahlzeit kann man den Glykämischen Index positiv beeinflussen. Bei Obst und Gemüse spielt der Reifegrad eine Rolle – je reifer das Lebensmittel umso höher der Zuckergehalt und somit der Glykämische Index.

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