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Mürbeteigklassiker

1 Teig – 5 Plätzchen

Von Wenke Gürtler
Aktualisiert am 25. Okt. 2019
Foto: Beeke Hedder
Foto: Beeke Hedder

Weihnachten steht vor der Tür – und der Keksteller ist leer. Damit die Weihnachtsbäckerei nicht zur Herausforderung wird, braucht es einen Plätzchenteig. Das Grundrezept lässt sich kinderleicht abwandeln und beschert fünf Plätzchen. Was Sie für den Plätzchenteig brauchen, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Zutaten gehören in den Plätzchenteig?
  2. Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?
  3. So vielfältig ist der Plätzchenteig
  4. Wie lange sind die Plätzchen haltbar?
  5. Wissen zum Mitnehmen

Wenn es nach Glühwein und Tannengrün duftet, herrscht die gemütlichste Zeit des Jahres – und da darf ein bunter Keksteller nicht fehlen. Jedoch bleibt es nicht bei einem Rezept und die Einkaufsliste wird immer länger. Da vergeht ungeübten Plätzchenbäckern schnell die Lust. Aber es geht auch anders: 1 Teig - 5 Plätzchen ist die Lösung! Mit unserem Plätzchenteig können Sie in einem Rutsch gleich fünf verschiedene Plätzchen backen!

Hier geht es zum selbstgemachten Plätzchenteig:

Welche Zutaten gehören in den Plätzchenteig?

Der Plätzchenteig ist ein einfacher Mürbeteig, der lediglich aus Dinkelmehl, Rohrohrzucker, einer Prise Salz, Ei und Butter besteht. Herkömmliche Rezepte basieren oft auf Weißmehl (Weizenmehl Type 405). Statt des Weißmehls kommt hier Dinkelmehl mit einer höheren Typenzahl zum Zug. Dabei gilt: Je höher die Typenzahl, umso mehr Schalenbestandteile und umso mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sind im Mehl. So halten Ballaststoffe bekanntermaßen nicht nur lange satt, sie bringen auch eine träge Verdauung auf Trab und unterstützen die Vielfalt der im Dickdarm lebenden Bakterien (Darmflora). 

Für die nötige Süße sorgt Rohrohrzucker. Dieser ist weniger stark als der übliche Haushaltszucker verarbeitet, kann aber ebenso unseren Zähnen schaden und das Risiko für Übergewicht sowie Diabetes Typ 2 erhöhen. Daher wird die Süße nur in Maßen und nicht in Massen eingesetzt.

Lesen Sie auch: 10 Zuckeralternativen: Welche Süße ist die Beste?

Eier erleichtern nicht nur die Verarbeitung des Teiges, das Eigelb macht den Teig auch mürber, durch das Eiweiß werden die Plätzchen knuspriger. Nebenbei ist das Ei auch eine kleine Nährstoffbombe: Rund 10 Prozent des Tagesbedarfs an Eisen und gut 9 Prozent des Tagesbedarfs an Zink stecken in einem Ei. Dazu kommen verschiedene B-Vitamine. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin B12, das sonst vor allem in Fleisch und Fisch vorkommt.

Der Plätzchenteig erhält seine typische Beschaffenheit erst durch das Fett – und das ist ganz klassisch die Butter. Dabei ist das Milchfett besser als ihr Ruf: So hat Butter von Weidekühen mehr gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren zu bieten, während schon geringe Mais- und Kraftfutteranteile die Gehalte deutlich senken. Zudem ist Butter ein regionales Naturprodukt und enthält im Gegensatz zur Margarine keine künstlich gehärteten Fette.

Merke!
Die Basis für einen bunten Keksteller ist der Plätzchenteig. Der besteht lediglich aus Dinkelmehl, Rohrohrzucker, einer Prise Salz, Ei und Butter.

Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?

Wenn Sie den Plätzchenteig zaubern, sollten Sie ein paar Dinge berücksichtigen. So steht 1 Teig - 5 Plätzchen nicht’s im Weg:

  • Nehmen Sie die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sich die Zutaten besser miteinander verbinden. Wenn Sie den Teig allerdings mit den Händen kneten, geben Sie die kalte Butter in kleinen Flöckchen unter die übrigen Zutaten. 

  • Auch wenn viele den Mürbeteig als Knetteig kennen: Nur so kurz wie möglich kneten, sonst quillt das Mehl, der Teig wird brüchig und lässt sich schlecht verarbeiten.

  • Ist der Teig geknetet und kalt gestellt, können Sie ruhig 30 Minuten verschnaufen. In dieser Zeit können sich die Zuckerkristalle in dem wasserarmen Teig auflösen.

Merke!
Damit die Plätzchen gelingen, verarbeiten Sie zimmerwarme Butter mit dem Handmixer – oder kalte Butter mit den Händen. So oder so, nur kurz kneten und 30 Minuten ruhen lassen.

So vielfältig ist der Plätzchenteig

Mit diesem Mürbeteig können Sie Chocolate Crinkle Cookies, Zimtkekse, Erdnuss-Schoko-Rauten oder Aprikosen-Rosmarin-Engelsaugen zaubern. Wer ein bisschen Eindruck schinden möchte, sollte unbedingt die Matcha-Pistazien-Sterne ausprobieren!

Egal mit welchen Plätzchen Sie sich die Weihnachtszeit versüßen wollen– für jedes Rezept benötigen Sie einen fertigen Plätzchenteig. Für diesen braucht es nur wenige Zutaten zum Aufpeppen. Dann einfach den Teig ausrollen und ausstechen oder formen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft 160 °C; Gas: Stufe 2–3) backen. Et voilà!

Wie lange sind die Plätzchen haltbar?

Plätzchen aus Mürbeteig können Sie gut vorbacken, denn sie bleiben wochenlang frisch. Am besten eignen sich Blechdosen zur Aufbewahrung, die es gerade zur Weihnachtszeit überall zu kaufen gibt. Trocken, kühl und sortenrein gelagert, haben Sie 3–4 Wochen Freude an den Plätzchen – wenn Sie nicht schon vorher vernascht wurden. 

Wissen zum Mitnehmen

In der Weihnachtszeit dürfen selbst gemachte Plätzchen nicht fehlen. Damit die Weihnachtsbäckerei nicht in Stress ausartet, ist 1 Teig - 5 Plätzchen die Lösung: Der Plätzchenteig wird wenigen Zutaten ergänzt und im Nu haben Sie einen bunten Keksteller! Und an den können Sie sich bis zu vier Wochen erfreuen – bei einer trockenen, kühlen und sortenreinen Lagerung.

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