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Löwenzahn

Löwenzahn – von wegen Unkraut Löwenzahn – von wegen Unkraut

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So eine Sommerwiese mit gelbem Löwenzahn sieht zum Anbeißen aus, finden Sie? Dann nur zu, denn die hübschen Blüten kann man essen – und die Blätter sowieso! Beides schmeckt nicht nur lecker, sondern versorgt außerdem den Körper mit wertvollem „Treibstoff“.

Das sollten Sie über Löwenzahn wissen

Von wegen Unkraut: Löwenzahn (auch Butterblume, Pusteblume oder Kuhblume genannt) wächst zwar auf jeder Wiese und an jedem Wegrand und verschönert mit seinen sonnig gelben Blüten sogar sonst trostlose Orte wie Brachgelände. Aber er kann weit mehr als nur das Auge zu erfreuen: Seine stark gezähnten, rosettenförmig angeordneten Blätter waren schon vor rund 400 Jahren äußerst beliebt als Gemüse. Vor allem in Frankreich bereitet man seit Mitte des 17. Jahrhunderts bevorzugt Salat daraus zu. Dort baut man das vermeintliche Unkraut inzwischen auch im großen Maßstab extra an und hat es durch Züchtungen in kulinarische Hochform gebracht. So fällt Zucht-Löwenzahn durch seine vornehme Blässe auf: Um den Gehalt an natürlichen Bitterstoffen zu vermindern, lässt man ihn lichtgeschützt wachsen und bevorzugt dabei neuere Sorten, die sich durch besonders fleischige Blätter auszeichnen. Die gelben Blüten spielen bei Zucht-Löwenzahn zwar keine Rolle, doch wer sie wild pflückt, kann sie problemlos mit essen. Übrigens: Auch der im hohlen Blütenschaft enthaltene weiße Milchsaft ist harmlos. Er hinterlässt zwar Flecken auf Haut und Kleidung, ist aber nicht giftig.

Geschmack: Löwenzahn schmeckt würzig-herb bis leicht bitter.

Saison: Löwenzahn vom Freiland bekommt man ab März und dann den ganzen Sommer über. Im Herbst und Winter stammt der Zucht-Löwenzahn dann aus dem Treibhaus und ist leicht daran zu erkennen, dass er eher gelblich als grün aussieht.

Wie gesund ist eigentlich Löwenzahn?

Als Heilmittel für fast alle Fälle hat Löwenzahn seit Jahrhunderten einen verdient guten Ruf, denn seine Blätter strotzen geradezu vor gesunden Inhaltsstoffen. Als besonders wirksam gilt in der Naturheilkunde vor allem der Bitterstoff Taraxacin, der dem Löwenzahn seinen typischen Geschmack gibt und der Gesundheit ausgesprochen gut tut. Hinzu kommen beachtliche Mengen an ätherischen Ölen und antibiotisch wirkenden Stoffen. Die Liste der Beschwerden, bei denen Löwenzahn erfolgreich zum Einsatz kommt, ist entsprechend lang: Das Salatgemüse hilft zum Beispiel bei Nieren-, Gallen-, Leber- und Magenleiden sowie bei Gicht und Rheuma. Beinahe sprichwörtlich ist seine entwässernder Effekt, zumindest in Frankreich, wo man Löwenzahn auch anschaulich „piss-en-lit“ nennt – also zu Deutsch „Bettnassmacher“. Dass Löwenzahn außerdem als gutes Mittel bei einem trägen Darm gilt, verdankt er vor allem seinem hohen Gehalt an Inulin. Dieser lösliche Ballaststoff „füttert“ die Darmflora und hält sie gesund. Sehen lassen kann sich auch der Gehalt an Vitamin C in Löwenzahn: Rund 68 mg sind in 100 g enthalten – also gut zwei Drittel unseres Tagesbedarfs! An Kalorien spart Löwenzahn hingegen ebenso wie am Fettgehalt, was ihn zu einem der idealen Gemüse für Figurbewusste macht.

Nährwerte von Löwenzahn pro 100 Gramm  
Kalorien 27
Eiweiß  2,9 g
Fett  0,6 g
Kohlenhydrate  2,4 g
Ballaststoffe     3 g

Löwenzahn – gut zu wissen:

Sowohl Blätter als Blüten sind auch für Kinder völlig unbedenklich. Allerdings kann je nach Sorte und Saison der Bitterstoffgehalt vor allem in den Blättern so hoch sein, dass der Löwenzahn Kindern einfach nicht schmeckt. Bevorzugen Sie also Zuchtlöwenzahn, wenn kleine Mitesser am Tisch sitzen, und mixen Sie ihn mit milderen Salatgemüsen.

Einkaufs- und Küchentipps für Löwenzahn

Einkauf:O b man kräftig grünen oder eher gelblich gebleichten Löwenzahn kauft, ist eine Frage des Geschmacks und der Saison. Auf jeden Fall lohnt sich ein genauer Blick auf die Schnittstellen: Tritt hier der weißlich-milchige Saft aus, ist das Gemüse topfrisch. Dunkle und trockene Schnittstellen sind hingegen ein eindeutiges Signal für Überlagerung.

Lagerung: Löwenzahn schmeckt am besten ganz frisch geerntet. Die Blätter welken ziemlich rasch, darum möglichst schnell zubereiten! Notfalls hält sich Löwenzahn – in einem Gefrierbeutel verpackt oder lose im Gemüsefach mit einem feuchten Tuch bedeckt – etwa 3 Tage im Kühlschrank.

Vorbereitung: Da man Löwenzahn buchstäblich mit Stumpf und Stiel essen kann, macht seine Vorbereitung kaum Arbeit: Einfach abspülen, gut trockenschütteln und je nach Rezept zerkleinern.

Zubereitungstipps für Löwenzahn:

Der zarte, junge Löwenzahn im Frühling eignet sich solo oder zusammen mit anderem Blattgemüse perfekt für einen knackigen Salat. Man kann die Blätter aber auch in feine Streifen schneiden und zum Beispiel unter Kräuterquark oder Kräuterbutter mischen. Manche mögen ihn so auch einfach auf Butterbrot oder streuen ihn über Gemüsegerichte. Apropos Gemüse: Größere Löwenzahnblätter kann man genau wie Spinat zubereiten oder in Gemüsesuppen und Eintöpfen mitgaren. Die gelben Blüten von wild wachsendem Löwenzahn ergeben eine hübsche und leckere Deko für frühlingshafte und sommerliche Salate oder andere Gerichte.

Rezepte mit Löwenzahn:

Rezepte mit Löwenzahn finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

Koe

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