Ernährung bei Gastritis: Fasten für mehr Lebensqualität | EAT SMARTER
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Ernährung bei Krankheiten

Ernährung bei Gastritis: Fasten für Lebensqualität

Ernährung bei Gastritis Ernährung bei Gastritis

Stress und schlechte Ernährung bei Gastritis lösen im Magen eine Rebellion aus. Dabei gibt es einfache Tricks, um der Entzündung entgegenzuwirken.

Ernährung bei Gastritis: Fasten für mehr Lebensqualität

Gastritis ist bei 90 Prozent aller Betroffenen die Folge eines Keims namens Helicobacter pylori. Er ist säureresistent und haftet an der Magenwand. Der beste Schutz gegen dieses Bakterium ist eine gesunde Ernährung und das Meiden magenfeindlicher Kost. Stress und schlechte Ernährung bei Gastritis lösen im Magen hingegen eine Rebellion aus. 

Gastritis – wenn sich der Magen entzündet

Gastritis ist die Entzündung der Magenschleimhaut. Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Erkrankung. Die akute Form können Medikamente, Alkohol oder bakterielle Gifte auslösen. Ihre Behandlung erfolgt in der Regel schnell und erfolgreich. Lässt sich ein Betroffener allerdings nicht von Medizinern beraten, kann die Krankheit chronisch werden. Die Schleimhaut ist dann nur noch begrenzt in der Lage, die für die Verdauung lebensnotwendige Magensäure zu produzieren. 

Fasten lindert akute Beschwerden

Im akuten Stadium raten Experten oft zu einer Fastenzeit. Silke Hölzer von der Zentrale für Ernährungsberatung in Hamburg: „Bereits nach ein oder zwei Tagen zeichnet sich im Krankheitsverlauf eine deutliche Verbesserung ab.“ Betroffene sollten bei großem Hunger höchstens Zweiback oder Haferflocken zu sich nehmen. Wichtig ist währenddessen, dass sie ausreichend Flüssigkeit trinken. Mineralwasser oder Kräutertee spenden hilfreiche Mineralien. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sind in dieser Zeit tabu. Eine abgemilderte Form der Ernährung bei Gastritis ist das Saftfasten. Säfte enthalten nicht nur Mineralstoffe und Vitamine, sondern auch Kohlenhydrate, die den angegriffenen Magen nicht belasten. 

Ernährung bei Gastritis: Schonkost hilft

Nach Ende der Fastenzeit sollten die Patienten zunächst mit einer Schonkost beginnen. Das ist wichtig, damit die Säureproduktion nicht stimuliert und die Schleimhaut des Magens unterstützt wird. Ernährungsexpertin Silke Hölzer rät zu Kartoffelbrei, Zwieback, säurearmen Obstsorten wie Bananen, Melonen und Aprikosen sowie Gemüsesäften. Nach einigen Tagen können sich Erkrankte langsam wieder an ihre normalen Ernährungsgewohnheiten herantasten. Mehrere kleine Mahlzeiten täglich helfen dabei, den Magen nicht zu überlasten. Beraterin Silke Hölzer rät, je nach Tagesablauf zunächst vier bis sechs, ab dem dritten oder vierten Tag drei bis fünf Mahlzeiten täglich zu sich zu nehmen.

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Kräuter statt scharfer Gewürze

Aggressive Nahrungsmittel, die möglicherweise sogar die Beschwerden ausgelöst haben, sollten dauerhaft vom Speiseplan verschwinden. Betroffene müssen dabei in ihren Körper hinein horchen, um herauszufinden, welche Kost ihren Magen strapaziert. Als losen Leitfaden geben Experten folgende Produkte an: Kaffee, Alkohol, Kohl, Hülsenfrüchte, scharfe Gewürze und sehr fetthaltige Speisen. Auch Kohlensäure in Getränken kann aggressiv auf den Magen wirken, ebenso wie Gurkensalat und Gebratenes. Daher empfehlen Therapeuten in der Ernährung bei Gastritis, Fleisch, fette Käsesorten und Butter zu meiden. Kaffee kann durch Schonkaffee ersetzt werden, der weniger Bitterstoffe enthält. Erkrankte sollten ihn mit viel fettarmer Milch trinken.

Im Hafer liegt die Kraft

Haferflocken stehen bei gesunder Ernährung bei Gastritis auf den vordersten Plätzen. Sie unterstützen die Magenschleimhaut und enthalten spezielle Schleimstoffe, die den Schutz des Magens optimieren. Betroffene sollten Stress meiden, da eine unausgeglichene Psyche sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Wer einen hektischen Tag vor sich hat, kann daher schon beim Frühstück vorbeugen: Haferschleim oder Joghurt wappnen Betroffene für den Alltag. 

Mit der richtigen Ernährung bei Gastritis zum Erfolg

Die magengesunde Ernährung bei Gastritis basiert auf einer fettarmen, vollwertigen Kost. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte bestimmen den Speiseplan, Nahrungsmittel tierischer Herkunft treten in den Hintergrund. Sobald sich der Magen der Betroffenen entspannt, fühlt sich der Patient wieder fit.

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Man hat Gastritis - angesagt ist Schonkost. Ja, seit 2 Jahren halte ich mich daran und es hat schier sein Wohl getan. Aufpassen muß ich allem Anschein nach trotzdem und mir die Sensiblität meines Magens behalten. Bei "kleiner" Arthrose soll man basisch kochen, essen - das ist doch für die Magenproblematik eher ein Problem? Oder? Bei erhöhtem Cholesterin soll man auch möglichst eine gesunde Ernährung beibehalten, ungesättigte Fettsäuren, Omega 3 und 6, Vollkorngebäck, Roggenbrot sind sozusagen empfehlenswert, aber für den Magen nicht! Außerdem, Magerine ist fast nur chemisch, sozusagen Plastik und mit Lügenwerbungsaufschriften versehen, Nickel, Aluminium beinhaltet. Butter ist zwar trotzdem noch gesünder, erhöhen aber den Cholesterinspiegel. Also, was darf man nun essen, wenn aber das eine mit dem anderen, dort schadet und hier guttut? Bleibt hier etwas noch übrig für die Ernährung???
 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es weder gut ist zu viel auf einmal zu essen (was ja so auch im Artikel steht), aber genauso schlecht ist es wenn der Magen komplett leer ist bei einer Gastritis. Es hängt mit der Magensäureproduktion zusammen. Meine spielte nahezu verrückt, wenn ich absolut nichts im Magen hatte. Es sollte immer ein kleiner Puffer da sein wie ich finde. Ich habe zusätzlich zu meiner Gastritis Pantoprazol bekommen, die ich 30 min vor jeder etwas größeren Mahlzeit (also Frühstück und Abendessen bei mir) einnehmen musste. Alles in allem haben diese Maßnahmen gut geholfen. Dennoch dauert es einfach sehr lange bis die Magenschleimhaut wieder in Ordnung ist. Bis heute habe ich das Gefühl, dass ich seit meiner ersten Gastritis wesentlich anfälliger dafür geworden bin.
 
Ich bin seit 1 Monat in Behandlung wegen eines angeblichen Magen-Darm-Virus!!! Erst nach 4 Wochen wurde eine Magenspiegelung gemacht!!! Dabei stellte sich heraus das ich eine großflächige Gastritis habe! Mir war in den letzten Wochen ständig schlecht, mit ständigem Aufstoßen und Herzrhythmusstörungen, die aber nur dann auftraten wenn sich besonders viel Luft im Magen befand.Mein Arzt besteht weiterhin auf die Diagnose Magen- Darm-Virus, dabei habe ich weder Darmprobleme noch Durchfall oder Erbrechen!Ein Ergebnis einer Magenprobe die bei der Magenspiegelung entnommen wurde steht noch aus.Ich esse fast nur noch Zwieback und Magentee, weil ich sonst starke Magenprobleme bekomme.
 
Hallo Lothar gibt es schon was neues (Befund )
 
fällt mir gerade noch ein, hast du auch mal über eine Histaminintoleranz nachgelesen..?

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