Ernährung bei Gicht: Kann Essen den Ausbruch verhindern? | EAT SMARTER
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Gicht: Kann Essen den Ausbruch verhindern?

Die richtige Ernährung bei Gicht ist wichtig. Die richtige Ernährung bei Gicht ist wichtig.

Ja. Die Veranlagung zu dieser Volkskrankheit ist zwar erblich, doch lässt sich der Stoffwechsel durch vernünftige Ernährung ohne großen Aufwand so beeinflussen, dass keine spürbaren Beschwerden auftreten. Das leuchtet ein, wenn wir uns die Ursachen für die Krankheit genauer ansehen. Der Körper baut Eiweißbestandteile aus tierischen und pflanzlichen Zellkernen, Purine genannt, zu Harnsäure ab. Wird er diese Säure über die Nieren nicht wieder los, steigt der Gehalt im Blut an. Hohe Harnsäurewerte zeigen schon Jahre vor einer akuten Erkrankung eine Ausscheidungsschwäche der Nieren und damit die Veranlagung zur Gicht an. Doch erst, wenn sich bei einem Übermaß die flüssige Säure in ein kristallines scharfkantiges Salz verwandelt, das sich schmerzhaft in den Gelenken ablagert, ist der Gichtanfall da. Um ihn zu vermeiden, sollten Sie zuerst einmal den Nieren dabei helfen, den Problemstoff loszuwerden.

Das tun Sie am besten, indem Sie viel trinken. Besonders geeignet sind alkalische Heilwässer, aber auch Kräutertees und mit Wasser verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sind richtig. Alkohol dagegen steht auf der Verbotsliste, denn er hemmt die Harnsäure-Ausscheidung.

Tipps für die richtige Ernährung bei Gicht

Auch fette Speisen stören die Nierenfunktion. Meiden Sie extrem purinreiche Lebensmittel wie Innereien, Heringe, Makrelen, Sardinen, Muscheln. Essen Sie selten und nur in kleinen Mengen Fleisch. Auf einen Nenner gebracht: Werden Sie zum gemäßigten Vegetarier, und planen Sie häufig Milchprodukte ein. Je mehr Gemüse und Obst Sie essen, desto leichter wird Ihr Organismus die unliebsame Harnsäure wieder los. Dann bleibt Ihnen Gicht auch dann erspart, wenn die Veranlagung dazu in der Familie liegt.

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