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Melasse

Mal ehrlich: Melasse kennt kaum jemand. Dabei lohnt sich das Kennenlernen für alle, die Süßes mögen, unbedingt!

Mit Melasse kann man süßen. © Pefkos - Fotolia.com Mit Melasse kann man süßen. © Pefkos - Fotolia.com

Das sollten Sie über Melasse wissen

Klingt exotisch, ist kaum bekannt und ziemlich lecker: Melasse fristet eine Art Schattendasein neben anderen neuerdings angesagten pflanzlichen Süßungsmitteln. Dabei hat dieser dunkelbraune süße Sirup seinen Konkurrenten sogar einiges voraus – wie z.B. relativ wenige Kalorien, verhältnismäßig viele Nährstoffe und einen im Vergleich sehr moderaten Preis.

Auch geschmacklich muss Melasse sich nicht hinter ihren Rivalen verstecken. Gewonnen wird die sirupartige Flüssigkeit bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr, bei der man die Zuckerkristalle in mehreren Reinigungs- und Verdampfungsvorgängen von dem Saft der Pflanze trennt. 

Man unterscheidet helle Melasse, die noch ziemlich viele Zuckerkristalle enthält, und dunkle bzw. schwarze Melasse, die es nur noch auf etwa 60 % Zuckergehalt bringt. Ihre Süßkraft ist entsprechend geringer, dafür zeichnet sie sich durch einen intensiv malzigen, an Lakritz erinnernden Geschmack aus und enthält besonders viele Mineralstoffe.

Herkunft: Zuckerrüben wachsen in ganz Europa, Zuckerrohr kommt vorwiegend aus der Karibik.

Saison: Melasse kann man das ganze Jahr über kaufen.

Wie gesund ist eigentlich Melasse?

Helle Melasse, auch als „Golden Syrup“ bekannt, enthält noch relativ viel Zucker. Als Süßungsmittel ist sie darum am besten geeignet, allerdings stecken darin auch mehr Kalorien und weniger Nährstoffe als in dunkler Melasse.

Dunkle Melasse gilt traditionell als Heilmittel gegen Entzündungen und neuerdings auch als Radikalenfänger. Ob sie wirklich gegen Krebs wirkt, wie viele Fans behaupten, ist fraglich und wissenschaftlich nicht belegt.

Fest steht aber, dass schwarze Melasse reichlich Kalium liefert und mit 3,7 g Eiweiß, ca. 240 mg Magnesium sowie knapp 15 mg Eisen gerade bei Vegetariern und Veganern nennenswert zur Versorgung mit wichtigen Nähr- und Mineralstoffen beitragen kann.

Für Figurbewusste ist schwarze Melasse eine gute Alternative im Vergleich zu anderen Siruparten, weil sie deutlich geringere Zuckermengen enthält.

Nährwerte von Melasse pro 100 g  
Kalorien 290
Eiweiß 3,7 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 67 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Melasse:

Einkauf: Melasse bekommen Sie im Bio-Laden oder Reformhaus.

Lagerung: Melasse können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren.

Zubereitungstipps für Melasse:

Wer den lakritzartigen Geschmack von Melasse mag, kann mit dem dicken dunklen Sirup eine ganze Menge anstellen. Viele mögen z.B. ein Getränk aus 2 Teelöffeln Melasse, etwas Zitronensaft und Wasser, das heiß und kalt schmeckt.

Sie können Melasse aber auch als Brotaufstrich verwenden. Besonders gut eignet sich schwarze Melasse für dunkle Lebkuchen-, Brot- und Kuchenteige oder zum Abschmecken von kräftigen dunklen Soßen.

(Koe)

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