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Mispel

Die Mispel, eine alte Bekannte? @ Patrick J. Die Mispel, eine alte Bekannte? @ Patrick J.

Die Mispel war früher hierzulande ein beliebtes Obst, die asiatisch-südländische Variante gibt´s inzwischen häufiger zu kaufen. Warum es sich lohnt, sie kennen zu lernen, lesen Sie hier.

Das sollten Sie über die Mispel wissen

Wer einen türkischen Obst- und Gemüseladen in der Nähe hat, wird nicht ohne Neugier dort immer mal wieder kleine, gelbe Früchte im Angebot gesehen und sich gewundert haben, was das sein mag. Seit ein paar wenigen Jahren bieten vorwiegend Händler vom Bosporus diese bei uns kaum bekannten Verwandten der hierzulande wild wachsenden Mispel an. Der korrekte Name der bei uns noch relativ neuen Frucht lautet übrigens Japanische Wollmispel, weil die Pflanze ursprünglich aus Japan stammt und die Blätter auf ihrer Unterseite leicht behaart sind. Genau das macht sie zu einer Art Öko-Produkt von Haus aus, denn in dieser „Wolle“ verfangen sich sämtliche Schädlinge, Spinnen und so weiter. Darum bleiben Mispel-Bäume vom Einnebeln mit Pestiziden verschont - man kann sie also im Prinzip mit der Schale essen.

Wie die bei uns heimische Mispel gehört auch die Wollmispel zu den Rosengewächsen. Wer sie sieht, sollte nicht zögern, eine Tüte davon zu kaufen. Denn nicht ohne Grund sind sie besonders in Spanien, dem nach China zweitgrößten Anbauland der Erde, heiß begehrt: Ihr Fruchtfleisch schmeckt köstlich süß mit einer angenehmen Säure und hat ein intensiv fruchtig-frisches Aroma.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der Mispel liegt zwar in Südosteuropa und in Vorderasien, man kennt sie aber seit Jahrhunderten auch in ganz Süd-, West- und Mitteleuropa sowie in Kalifornien und im Iran.

Geschmack: Im Geschmack erinnert die Mispel an Aprikosen und Pfirsiche, was ihr – wohl zusammen mit der ebenfalls sehr ähnlichen Farbe - als Zweitnamen den Titel „Brasilianische Aprikose“ eingetragen hat.

Saison: Die Haupterntezeit für Mispeln beginnt im August und geht bis in den späten Oktober.

Wie gesund ist eigentlich die Mispel?

Ob deutsche oder spanisch-südeuropäische Mispel – besonders bemerkenswerte Mengen an wichtigen Nährstoffen sind in den Früchten nicht enthalten. Trotzdem tragen sie schon deshalb zu einer gesunden Ernährung bei, weil sie wenige Kalorien und fast kein Fett auf den Tisch bringen.  

Nährwerte von Mispel pro 100 Gramm  
Kalorien 44
Eiweiß 0,5 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 10,6 g
Ballaststoffe 2,1 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mispel

Einkauf: Mispeln aus Spanien oder aus der Türkei haben häufig braune Flecken. Das ist aber kein Grund, sie liegenzulassen. Im Gegenteil: Die Flecken sehen vielleicht unschön aus, sind aber ein Zeichen für optimale Reife und weiches Fruchtfleisch! Deutsche Mispeln kann man nur selten kaufen und wenn, dann am ehesten auf dem Wochenmarkt.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben Mispeln problemlos bis zu 1 Woche frisch. Die deutsche Mispel sollten Sie sogar mindestens 2 Wochen kühl lagern, damit sie nachreifen kann und weicher wird.

Vorbereitung: Obwohl man die Schale mitessen kann, mögen viele es schon aus Gründen der Optik lieber, sie abzuziehen. Nach dem Schälen müssen Sie nur noch die großen, braunen Kerne herauslösen und kann die dunkelgelben Früchtchen vernaschen. Bei der deutschen Mispel sollten Sie die Schale grundsätzlich entfernen. Das geht aber genauso einfach wie bei den exotischen Sorten: Einfach einritzen und mit einem spitzen Messer abziehen.

Zubereitungstipps für Mispel:

Die bei uns heimische Mispel wird selten roh gegegessen, sie wandert meistens in Marmelade, Kompott oder wird zu Likör verarbeitet. Anders bei den in den Mittelmeerländern angebauten Wollmispeln: In Spanien liebt man Nisperos einfach so, frisch vom Baum, aber auch auf Kuchen, in Kompott oder als Konfitüre. Sie peppen außerdem Eis oder Obstsalate auf oder geben feinen Geflügelgerichten Pfiff und fruchtiges Aroma.

Sehr lecker schmeckt auch dieses Dessert:

Gefüllte Mispeln

Zutaten für 4 Portionen:

  • 8 mittelgroße spanische Mispeln (Nisperos)
  • 2 EL Zucker
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • 1 EL abgeriebene unbehandelte Orangenschale

Zubereitung:

  1. Nisperos waschen und knapp mit Wasser bedeckt in einem Topf zum Kochen bringen. Zucker zufügen und bei kleinster Hitze noch etwa 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Nisperos abgießen und abkühlen lassen, dann die Haut abziehen. Vorsichtig die Kerne herauslösen.
  3. Mandeln, Honig, Zimt, Pinienkerne und Orangenschale in einer Schüssel miteinander vermengen.
  4. Die Nisperos mit der Masse füllen und auf einer Platte anrichten.

Rezepte mit Mispel:

Rezepte mit Mispel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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