Die wichtigsten Bio-Siegel im Überblick | EAT SMARTER
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Wo steckt Bio drin?

Die wichtigsten Bio-Siegel im Überblick

Die wichtigsten Bio-Siegel im Überblick Die wichtigsten Bio-Siegel im Überblick

Nachhaltig, umweltschonend, artgerecht: In Deutschland gibt es über 100 Ökolabels und Bio-Siegel, die die Einhaltung dieser Kriterien für die Herstellung ihrer Lebensmittel versprechen. EAT SMARTER stellt die wichtigsten vor - und erklärt, was dahinter steckt.

 

 

Bio-Siegel im Überblick: Naturland


Ein Bio-Siegel mit hohen Standards für die Erzeugung und Verarbeitung: Die Kriterien für Naturland-Waren (seit 1982) gehen über die EU-Öko-Verordnung für Bio-Siegel hinaus. Detaillierte Richtlinien begleiten die Produkte vom Anbau bis zu ihrem Weg in den Handel. Das Naturland-Siegel kennzeichnet neben Lebensmitteln auch Holzprodukte und Textilien.


 

 

Bio-Siegel im Überblick: GÄA e.V.


Dem 1989 in Dresden gegründeten Verband gehören 350 Bauern und 20 Unternehmen in 14 Bundesländern an. Dazu gehören spezialisierte Betriebe für Kräuter- und Beerenanbau, Gemüsebau, Saatgutvermehrung oder Teich­wirt­­
schaft. Die Gäa-Richtlinien orientieren sich an hohen Standards für Bio-Siegel und gehen in vielen Punkten über die EU-Öko-Verordnung hinaus.
 


Bio-Siegel im Überblick: Bioland

5443 Biobauern, 922 Lebensmittel-Hersteller: Bioland ist nach eigenen Angaben der bedeutendste ökologische Anbauverband in Deutschland. Auch die Kriterien für Bio-Siegel von Bioland gehen über die EU-Öko-Verordnung hinaus. Das System des Anbauverbandes (seit 1976) basiert auf einem geschlossenen Betriebskreislauf, mit dem unter anderem auf die langfristige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit geachtet wird. Produktions- und Futtermittel stammen weitgehend aus dem eigenen Betrieb, erkrankte Tiere werden naturheilkundlich behandelt.
 

 

Bio-Siegel im Überblick: EU-Biosiegel

Seit dem 1. Juli 2010 müssen alle verpackten Öko-Lebensmittel, die in der EU produziert wurden, dieses Bio-Siegel tragen. Die Lebensmittel erfüllen den EU-Mindeststandard, zum Beispiel dass 95 Prozent der landwirtschaftlich produzierten Zutaten aus Ökoanbau stammen. Die Hersteller, die dieses Bio-Siegel tragen dürfen, werden mindestens einmal im Jahr von einer Kontrollstelle überprüft. Über einen Code auf der Verpackung lässt sich die Kontrolle zurückverfolgen.
 

 

Bio-Siegel im Überblick: Deutsches Bio-Siegel

Neben dem EU-Siegel steht auf vielen Produkten nach wie vor noch dassechseckige Deutsche Bio-Siegel. Dieses Bio-Siegel gibt es seit 2001, derzeit verwenden es 4009 Hersteller für 63 803 Waren. Die Anbieter verzichten bei ihren Lebensmitteln zum Beispiel auf Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe. Die Waren dürfen nicht mehr als fünf Prozent konventionell angebaute Bestandteile enthalten. Tiere dürfen nur mit ökologischem Futter gefüttert werden, der Einsatz von Antibiotika ist beim deutschen Bio-Siegel stark begrenzt.
 

 

Bio-Siegel im Überblick: Demeter

Der älteste und strengste Anbauverband in Deutschland: Seit 1928 arbeitet die Demeter-Gemeinschaft nach den Kriterien einer biologisch-dynamischen Landwirtschaft des Anthroposophen Rudolf Steiner. Selbst hergestellte Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien sollen eine langfristige Bodenfruchtbarkeit garantieren. Das Bio-Siegel gibt es für Lebensmittel, Kleidung und Kosmetik.
 

Bio-Siegel im Überblick: Biopark

Wie bei anderen Öko-Verbänden auch, verzichten Biopark-Landwirte auf Gentechnik, Chemie oder synthetische Stickstoffdünger. Dem 1991 gegründeten Verband für Bio-Siegel gehören derzeit 700 Mitglieder an. Einige Landwirte bewirtschaften Flächen in Naturschutzgebieten. Auch die Richtlinien von Biopark gehen über die EU-Öko-Verordnung hinaus. Das Tierfutter für die über 100 000 Rinder stammt beispielsweise aus betriebseigenem Anbau, Leistungsförderer oder Futter tierischer Herkunft sind für dieses Bio-Siegel verboten. (wil)

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