Stachelbeeren: Rezepte und Wissen | EAT SMARTER
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Stachelbeeren

Stachelbeeren sind gesund Stachelbeeren sind gesund

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Das sollten Sie über Stachelbeeren wissen

Wer Stachelbeeren schon mal selbst vom Strauch gepflückt hat, weiß: Der Name ist bei diesem Obst zum Glück nicht Programm - statt Stacheln trägt die dicke Haut nämlich nur einen mehr oder weniger feinen Flaum. Je nach Region heißen Stachelbeeren sowieso anders, man kennt sie  z.B. auch als Heckenbeeren, Krausbeeren oder Klosterbeeren; die Österreicher nennen sie Agrasel.

Weltweit gibt es rund 500 Sorten Stachelbeeren, von denen die meisten in Großbritannien angebaut werden und sich als "Gooseberry" extremer Beliebtheit erfreuen. Unterteilen lassen sich Stachelbeeren am besten in drei Hauptsorten: Grün-weiße, gelbe und rote Stachelbeeren geben grundsätzlich den Ton an. Ihr weiches, saftiges Fruchtfleisch enthält unzählige kleine Kerne, die man mitisst.

So sauer, wie man ihnen immer wieder nachsagt, sind Stachelbeeren übrigens gar nicht. Im Gegenteil: Je reifer die Stachelbeeren, desto süßer schmecken sie. Kein Wunder: Gleich nach Weintrauben kommen Stachelbeeren als die einheimischen Beeren mit ihrem Zuckergehalt auf den zweiten Platz. 

Eine weitere Besonderheit von Stachelbeeren: Bei ihnen als einzigem einheimischem Beerenobst findet eine sogenannte Grünpflücke statt. Im Klartext heißt das, man pflückt Stachelbeeren zum Teil schon dann, wenn sie erst etwa ein Drittel ihrer eigentlichen Größe erreicht haben und noch unreif sind. So kann man sie zwar nicht roh genießen, aber perfekt in der Lebensmittelindustrie oder zu Hause beim Kochen von Konfitüre, Kompott oder Saft einsetzen.

Saison: Die Erntezeit für unreife Stachelbeeren startet schon im Mai, die Saison für reife Stachelbeeren beginnt dann im Juni und erreicht Mitte bis Ende August ihren Höhepunkt.

Herkunft: Es klingt seltsam, weil Stachelbeeren irgendwie zum deutschen Sommer gehören wie das Eis am Stiel - aber tatsächlich kommen Stachelbeeren von ziemlich weit her. Ihre eigentliche Heimat liegt nämlich in Nordafrika und Eurasien. Ob in privaten Gärten oder in Kulturen, Stachelbeeren baut man inzwischen überall an, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Große Anbaugebiete für Stachelbeeren liegen hierzulande vor allem in der Gegend um Hamburg, in Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg.

Wie gesund sind eigentlich Stachelbeeren?

Es wäre ein bisschen übertrieben, Stachelbeeren als Medizin zu bezeichnen - aber allzu weit davon entfernt sind sie nicht. Besonders für den Darm haben sie ein ganzes Paket an günstigen Inhaltsstoffen zu bieten: Sowohl der Gehalt an Pektin und Schleimstoffen (aus den Kernchen) als auch der hohe Anteil von Wein-, Apfel- und Zitronensäure machen Stachelbeeren zum Balsam für die Verdauung.

Ausgesprochen reichlich enthalten sind in Stachelbeeren die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Phosphor sowie verschiedene Vitamine. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin C: Je nach Reifegrad und Sorte können in Stachelbeeren zwischen 20 und satten 70 mg des Immun-Powerstoffs stecken!

Nährwerte von Stachelbeeren pro 100 g  
Kalorien 44
Eiweiß 0,8 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 8,5 g
Ballaststoffe 3 g

 

Stachelbeeren – gut zu wissen:

So gesund der Genuss von Stachelbeeren generell sein mag - Leuten mit empfindlichem Magen bekommt die relativ dicke Schale nicht unbedingt gut. Falls Sie auch von reifen rohen Stachelbeeren Beschwerden bekommen, hilft ein kleiner Trick: Dünsten Sie die Stachelbeeren einfach kurz in etwas Wasser, sodass die Haut weich wird.

Einkaufs- und Küchentipps für Stachelbeeren:

Einkauf: Falls Sie vollreife Stachelbeeren möchten, richten Sie sich am besten nach der Faustregel "je größer, desto süßer". Grundsätzlich verkauft man Stachelbeeren sowohl lose nach Gewicht als auch in Schalen oder Spankörben. Wenn Sie die Wahl haben, nehmen Sie lose verkaufte Stachelbeeren, denn hier sehen Sie, ob die Schale unverletzt ist und die Beeren prall wirken.

Lagerung: Unreif geerntete Stachelbeeren halten sich gekühlt bis zu 2 Wochen; vollreife Stachelbeeren dagegen verbraucht man auch bei Lagerung im Kühlschrank besser innerhalb von etwa 3-4 Tagen.

Vorbereiten: Stachelbeeren machen erfreulich wenig Arbeit - waschen und anschließend abtropfen lassen genügt!

Zubereitungstipps für Stachelbeeren:

Ob frisch vom Strauch im eigenen Garten oder aus dem Gemüseladen: Vollreife frische Stachelbeeren sind lecker genug, um auch roh aus der Hand genascht ein kleines Festessen zu ergeben.

Einen festen Platz haben Stachelbeeren natürlich außerdem in der süßen Sommerküche, wo man aus ihnen Köstlichkeiten wie Kompott, Kaltschalen, Kuchen und Torten zubereiten kann. Traditionell kommen Stachelbeeren auch beim Einmachen und Einkochen gerne zum Einsatz. Wegen ihres hohen Pektingehalts gelieren Marmelade oder Gelee daraus besonders gut und leicht.

Rezepte mit Stachelbeeren:

Rezepte mit Stachelbeeren finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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