Tapioka | EAT SMARTER
13
0
Drucken
0
TapiokaDurchschnittliche Bewertung: 4.81513

Tapioka

Bunte Tapioka-Perlen Bunte Tapioka-Perlen

Tolle Alternative zu anderer Speisestärke: Tapioka bindet Desserts und Flüssigkeiten ohne Gluten und rein pflanzlich. Was die Stärke aus Maniok sonst noch alles kann, lesen Sie in unserer Warenkunde.

Das sollten Sie über Tapioka wissen

Ursprünglich ist mit Tapioka eine geschmacksneutrale Stärke gemeint, die man aus den Wurzeln des Maniokstrauchs gewinnt. Im Rohzustand sind die Wurzeln der zu den Wolfsmilchgewächsen zählenden Pflanze giftig; um sie genießbar zu machen, braucht es einen aufwendigen Prozess: Nach dem Schälen, Raspeln und Einweichen presst man die Masse aus und röstet sie in großen Öfen. Ergebnis ist das sogenannte Mandiokamehl sowie – als Nebenprodukt – Tapioka.

Die Stärke kommt nicht wie andere Speisestärken als feines Pulver auf den Markt, sondern in Flockenform oder als kleine, milchig aussehende Perlen. In Asien nutzt manTapioka besonders zum Binden von Desserts und Suppen.

Bei uns kann kennt man Tapioka vor allem als kultiges Topping des „Bubble Teas“, dem er den Namen gab. Was da so angenehm auf der Zunge zerplatzt, sind nämlich Tapioka-Perlen.

Den Überraschungseffekt des Platzens nutzen mittlerweile auch manche Sterneköche gern und peppen mit Tapioka gerne Soßen zu edlem Fisch oder anderen Gourmet-Gerichten auf. Das tut übrigens auch der Optik gut: Gegart werden die ungekocht weißen Tapioka-Perlen glasklar und sehen dann ein bisschen wie farbloser Kaviar aus.

Apropos Kaviar: Dass Tapioka als absolutes Highlight taugt, obwohl es spottbillig ist, beweist zum Beispiel der amerikanische Starkoch Thomas Keller. Als seine berühmteste Kreation gilt das Nobel-Gericht „Oysters and Pearls“: eine Creme mit Tapioka-Perlen, pochierten Austern und echtem Kaviar.

In der heimischen Küche dagegen verwenden hierzulande die wenigsten Tapioka, doch das könnte sich ändern. Denn ob Flocken oder Perlen – Tapioka eignet sich perfekt als Bindemittel für vegetarische und vegane Gerichte.

Dazu kommt, dass Tapioka kein Gluten enthält. Super günstig ist es außerdem – und wie gesagt: immer gut für einen Hingucker.

Saison: Für Tapioka gibt es keine spezielle Saison.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der Maniokpflanze, aus der man Tapioka herstellt, liegt in Brasilien. Dort haben Mehl und Stärke aus den Wurzeln seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Bedeutung als nahrhaftes Grundlebensmittel. Heute baut man Tapioka bzw. Maniok weltweit an.

Wie gesund ist eigentlich Tapioka?

Als ausgesprochen gesund lässt sich Tapioka zwar nicht direkt bezeichnen: Wie andere Stärke liefert auch sie relativ viele Kalorien und vor allem Kohlenhydrate. Für alle, die abnehmen wollen, also nur bedingt erste Wahl.

Trotzdem wäre es ungerecht, Tapioka als ungesund zu bezeichnen. Immerhin hat die Stärke einen hohen Nährwert, punktet mit fast 0 g Fett und ist ausgesprochen leicht verdaulich.

Für alle, die auf Gluten allergisch oder empfindlich reagieren, ist Tapioka eine perfekte Alternative zu anderen Stärkeprodukten.

Nährwerte von Tapioka pro 100 g
Kalorien 349
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 85 g
Ballaststoffe 1,8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Tapioka:

Einkauf: Tapioka bekommen Sie in Asia-Shops oder im Internet, manchmal auch in gut sortierten Supermärkten.

Lagerung: Weil Perlen oder Flocken Feuchtigkeit aus der Luft fast magnetisch anziehen und aufnehmen, sollten Sie Tapioka nach dem Öffnen der Packung luftdicht und trocken aufbewahren.

Vorbereitung: Flocken aus Tapioka können Sie zum Binden einfach in die heiße bzw. kochende Flüssigkeit rühren. Wenn Sie die Kügelchen für andere Gerichte brauchen, ist Kochen angesagt: Je nach Größe der Tapioka-Perlen müssen sie etwa 15 – 20 Minuten unter ständigem Rühren in Wasser garen, bis sie durchsichtig werden.

Zubereitungstipps für Tapioka

Nicht nur Veganer können mit Tapioka Rote Grütze, Puddings, Gelees, Suppen, Soßen und vielem mehr wunderbar die erwünschte Bindung geben.

Rezepte mit Tapioka:

Rezepte mit Tapioka finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Ähnliche Artikel
Die Vielseitigkeit von Tapioka kennt keine Grenzen! Doch was steckt eigentlich hinter den Tapioka-Perlen? Hier klicken..
Warenkunde Agar-Agar
Bei uns noch fast ein Newcomer, in Japan schon ein ganz alter Hut: Agar-Agar macht als rein vegetarisches und veganes Geliermittel der altbekannten Gelatine zunehmend Konkurrenz.
Warenkunde Kokosmilch
Kein Wunder, dass Kokosmilch seit Jahren zunehmend im kulinarischen Trend liegt: Die cremige Flüssigkeit schmeckt einfach köstlich und angenehm exotisch. Was alles drin steckt und was man damit machen kann, lesen Sie hier.
Schreiben Sie einen Kommentar