Tintenfisch | EAT SMARTER
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Tintenfisch

Der Tintenfisch wird auch Kalamar genannt Der Tintenfisch wird auch Kalamar genannt

Den Tintenfisch – auch Kalmar genannt – kennt jedes Kind in Form von frittierten Calamari. Das ist aber noch längst nicht alles, was man daraus Gutes machen kann!

Das sollten Sie über Tintenfisch wissen

Unter Fisch verstehen wir ja normalerweise ein Tier mit Gräten – da fällt Tintenfisch aus dem Rahmen, denn er gehört zu den gräten- und rückgratlosen Weichtieren. Nicht zuletzt deswegen ist er vor allem bei Kindern höchst beliebt.

Übrigens: Auch Flossen hat nicht jeder Tintenfisch. Schwimmen können sie trotzdem alle, und das sogar besonders schnell: Sie pressen dazu einfach Wasser aus der Mantelhöhle durch einen röhrenartigen Trichter und erreichen so eine beachtliche Geschwindigkeit.

Typisch für Tintenfisch sind die langen Fangarme bzw. Tentakel, die rund um die Mundregion sitzen und jeweils 8-10 Saugnäpfe haben. An den Kopf des Tintenfischs schließt sich übergangslos der Rumpf – auch Mantel genannt – an, in dem die Eingeweide und die sogenannte Tinte stecken.

Man unterscheidet drei Arten von Tintenfisch:

  • Kalmar: Er misst 20-40 cm, hat einen langen und sehr schlanken Mantel mit je einer dreieckigen Flosse auf beiden Seiten. Zwei seiner zehn Fangarme kann er je nach Bedarf einziehen oder lang „ausfahren“.
  • Sepien haben einen ovalen und breiten Rumpf, der rundherum mit Flossen besetzt ist. Sie werden bis zu 50 cm lang und können wie der Kalmar die Länge ihrer Fangarme variieren.
  • Oktopusse sind die Giganten unter den Tintenfischen – sie können bis zu 25 kg schwer werden. Sie haben keine Flossen; ihre Fangarme sind besonders dick und wirken wie zusammengewachsen.

Obwohl Tintenfische, jedenfalls die kleinen Kalmare und Sepien, eher gemütlich aussehen, gehören sie zu den rabiatesten Räubern der Meere. Scheinbar harmlos lauern sie in Meereshöhlen oder auf dem Meeresboden und greifen mit ihren Fangarmen blitzschnell zu, wenn Krebse, Muscheln, Schnecken und kleine Fische in ihre Nähe kommen. Sie selbst können sich gegen Feinde perfekt tarnen: Tintenfische wechseln bei Gefahr sofort die Farbe, um sich an ihre Umgebung anzupassen und unsichtbar zu werden.

Auch die fast schwarze Tinte hilft Tintenfischen beim Überleben: Kommt ihnen ein Feind zu nahe, stoßen sie die Tinte aus und verbergen sich in der dunklen Wolke, bis sie in Sicherheit sind. Die Tinte ist in mediterranen Ländern und bei Gourmets übrigens mindestens genauso begehrt wie der Tintenfisch selbst: Mit der nach Meer schmeckenden dunklen Flüssigkeit färbt man Nudeln und Reisgerichte.

Herkunft: Tintenfisch ist in fast allen Meeren zuhause. Die meisten Tintenfische werden im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean gefangen. Von Oktopus aus dem Atlantik und aus dem Mittelmeer rät der WWF Deutschland allerdings ab, weil sein Bestand gefährdet ist.

Geschmack: Tintenfisch schmeckt kaum nach Fisch, sondern sehr mild. Die schwarze Tinte hat einen starken Meeresgeschmack.

Wie gesund ist eigentlich Tintenfisch?

Mit seinem niedrigen Fett- und Kaloriengehalt bei hohem Anteil von Proteinen gilt Tintenfisch völlig zu Recht als guter Fang. Besonders profitiert natürlich davon, wer ihn auch kalorienarm zubereitet, also grillt oder dünstet und nicht paniert.

Nährwerte von Tintenfisch pro 100 g
Kalorien 79
Eiweiß 20 g
Fett 0,9 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Tintenfisch:

Einkauf: Frischen Tintenfisch bekommen Sie in guten Fachgeschäften; gefroren gibt es ihn auch im Supermarkt. Achten Sie bei frischem Tintenfisch auf eine weiße Farbe ohne Flecken oder gelbliche Stellen und auf einen angenehmen, neutralen Geruch.

Lagerung: Frischen Tintenfisch sollten Sie noch am Tag des Einkaufs zubereiten.

Vorbereitung: Ganz pflegeleicht ist frischer Tintenfisch nicht. Aber keine Sorge – in unseren Kochschulvideos zeigt Ihnen Starköchin Cornelia Poletto ganz genau, wie Sie Tintenfisch und Oktopus perfekt vorbereiten.

Sehr wichtig ist, dass Sie beim Putzen von Tintenfisch den Beutel mit der Tinte nicht verletzen. Aber auch das erklären unsere Videos.

Zubereitungstipps für Tintenfisch

Aus Tintenfisch lassen sich unzählige Köstlichkeiten zubereiten, und bis auf die Eingeweide sind alle Teile essbar.. Die „Mäntel“ von Sepien und Kalamare kann man im Ganzen oder in Ringe geschnitten grillen, braten oder kochen; häufig werden sie auch gefüllt und auf den Grill gelegt oder überbacken. Die Fangarme schneidet man klein und gibt sie beispielsweise in Risotto, Pastasoßen, Fischpfanne, Suppen oder (gegart) in Salate.

Rezepte mit Tintenfisch:

Rezepte mit Tintenfisch finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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