Vegan essen | EAT SMARTER
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30 Tage vegan essen – ein SelbstversuchDurchschnittliche Bewertung: 4.51521

„Vegan for fit“

30 Tage vegan essen – ein Selbstversuch

Vegan essen –  © DinoZ - Fotolia.com Vegan essen – © DinoZ - Fotolia.com

Pferdefleisch in der Lasagne, Schimmelpilze in der Milch – kein Wunder, dass vegan essen in aller Munde ist. Ich, die EAT SMARTER-Redakteurin, will es jetzt auch endlich wissen: Wie fühlt es sich an, einen Monat lang auf alle tierischen Produkte zu verzichten? Über meinen Selbstversuch werde ich nun jeden zweiten Dienstag berichten.

Lange habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, das Vegan essen einmal zu probieren. Zwei Auslöser sorgten dafür, dass ich als passionierte Fleisch-, Käse- und Schokoladenliebhaberin nun endlich sagte, ich mach’s: Die immer neuen Berichte über Lebensmittelskandale und Attila Hildmanns Buch „Vegan for Fit“, das mir zufällig in die Hände fiel. 30 Tage lang werde ich deshalb vegan essen und auf EAT SMARTER jeden zweiten Dienstag über meine Erfolge und Misserfolge, meine Probleme und Veränderungen schreiben. Vegan-Star Attila steht mir bei meinem Selbstversuch mit Rat und Tat zur Seite und auch über Ihr Feedback und Ihre Anregungen freue ich mich.

Auf geht’s – vegan essen, warum eigentlich?

Das ist die Frage, die ich dem zurzeit wohl angesagtesten Vegan-Koch Deutschlands zunächst stelle. Die Antwort: „Keiner von uns findet Massentierhaltung toll, aber mit unserem Konsum unterstützen wir sie dann doch irgendwie. Über 95 Prozent unseres Fleisches stammt aus Massentierhaltung. Die Haupttodesursachen in unserem Land sind nicht etwa Mord und Totschlag, Autounfälle oder Terroranschläge, sondern ernährungsbedingte Krankheiten. Diese hängen, nach den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft, oft mit tierischen Proteinen und Fetten zusammen. Wir essen uns quasi zu Tode und vegan essen ist hier ganz klar ein Schlüssel zur Heilung.“

Vegan essen schone zudem Ressourcen und die Umwelt, mache schlanker, vitaler, verbessere das Hautbild und aktiviere den Stoffwechsel. Attila selbst ist das beste Beispiel: Er verlor durch seine Ernährungsumstellung 35 Kilo!

Vegan essen braucht kluge Vorbereitung

Also lese ich alles über vegane Ernährung, was ich finden kann, durchstöbere Internetforen und tobe mich auf Biokost-Onlineseiten aus, um vegane Alternativen zu meiner bisherigen Ernährung zu finden.

Es ist mir wichtig, dieses Experiment gewissenhaft durchzuführen. Ich will mich vegan, gesund und ausgewogen ernähren und nicht riskieren, nach den vier Wochen unter Mangelerscheinungen zu leiden (oder sind diese nur ein Vorurteil von uns Fleischessern)?

Einer der vielen, der dieses Experiment skeptisch sieht, ist mein Freund. Er fürchtet, dass ich unausstehlich werde oder ihn von nun an jeden Tag belehre, wie schlecht Fleischessen für ihn, seinen Cholesterinspiegel, die Tiere und die Umwelt ist. Typisch Mann spricht er von „Veganer-Frass“ und ist überrascht als ich ihm vegane Burger, Pizza und Lasagne-Gerichte aus Attilas Kochbuch zeige. Wir probieren die vegane Pilz-Mandel-Lasagne mit Tomatencreme – ihm fehlt „der Biss vom Fleisch, aber lecker ist es“.

Das erste Mal vegan einkaufen

Die letzten Tage vor dem Start heißt es dann Einkaufen. Es muss ja erstmal ein Grundstock an Zutaten besorgt werden  – und der ist richtig teuer: Mandelmus, Cashewmus, Matcha-Tee und Saitan gehen schon mächtig ins Geld. Aber das Einkaufen macht Spaß und ich bin erstaunt, wie viele Sorten Tofu es mittlerweile gibt.

Ein kurzer Faktencheck bevor es am nächsten Tag losgeht: Ich wiege 60,5 kg bei 174 cm Körpergröße. Meine Haut könnte besser sein und ich bin permanent müde. Mal sehen, was sich in den 30 Tagen tut.

Lesen Sie beim nächsten Mal, wie es mir mit den ersten Tagen vegan essen geht, auf welche Probleme ich treffe und welche Veränderungen ich bereits spüre.

Entdecken Sie unsere leckeren, veganen Rezepte in unserer Galerie!

Die weiteren Teile meines Selbstversuchs finden Sie hier:

(Marina Leunig)

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Seit langem lese ich immer wieder von den Vorteilen, die es haben soll, vegan zu leben. Es gibt sooo viele gegensätzliche Studien zur Ernährung. Gerade, als Kind vom Land war ich bis jetzt dem Veganismus gegenüber eher distanziert. Jetzt möchte ich einfach mal selber 30 Tage testen, welche Veränderungen es mit sich bringt, vegan zu leben. Über meine Erfahrungen könnt ihr in meinem Blog lesen:
 
Hallo ihr lieben,ich komme aus Griechenland und da wird 40tage vor Weihnachten und Ostern Vegan gefastet und das geht sehr gut mit einfachen unkopliezierten und für jeden Geldbeutel geigneten Rezepten! Viel Gemüse Olivenöl und Hülsenfrüchte selbst an süsses wird nicht verzichtet :)
 
@Kathyrabus: Tofu und Seitan sind keine Ersatzstoffe, sondern Produkte mit jahrhundertelanger Tradition, vor allem in Asien. Allgemein: Viel Erfolg beim Vegan-Versuch! Praktisch ist zum Beispiel der Zutatencheck http://www.vegpool.de/magazin/zutaten-check.html , wenn man sich fragt, was sich hinter kryptischen E-nummern und Zusatzstoffen verbirgt.
 
Ich liebäugle auch immer wieder mit der veganen Ernährung, bislang bin ich "nur" Vegetarierin. Insbesondere nach dem letzten "Bio"-Eierskandal - Denn Eier kaufe ich tatsächlich ganz bewusst nur in Bioqualität. weil ich Hühner so niedlich finde. Allerdings würde mir doch der Käse fehlen, bzw. mein Magerquark zum Obstsalat morgens. Ich wette, dass es da auch ganz tolle vegane Alternativen gibt, aber im Moment fehlt mir, als Studentin, auch leider noch das Geld um statt 50 cent/500 gr Magerquark 1,99€/500 gr Sojajoghurt o.ä. zu kaufen. Allerdings finde ich es auch schwierig, nur aus Gründen des Abnehmens seine Ernährung auf vegan umzustellen. Wie Katharina schon richtig bemerkte: Abnehmen kann man durch jede Ernährungsumstellung, da muss man nicht gleich radikal auf vegan gehen. Außerdem empfinde ich 60,5 kg auf 1,74m als schon sehr schlank - sollte die Autorin des Artikels über die 30 Tage an Gewicht verlieren, würde ich mir Sorgen machen.
 
>Allerdings würde mir doch der Käse fehlen, bzw. mein >Magerquark zum Obstsalat morgens Man macht das ja nicht aus Jux&Dollerei sondern - wenigstens bei mir ist das so - um die unmenschlichen und brutalen Bedingungen in der Tierindustrie nicht zu unterstützen. Und natürlich muss man bei einer Ernährungsumstellung auch mit der ein oder anderen Veränderung leben können. >fehlt mir, als Studentin, auch leider noch das Geld um statt 50 >Cent/500 gr Magerquark 1,99€/500 gr Sojajoghurt o.ä. zu kaufen Das fehlt mir bei Attilas Büchern immer ein bisschen: Vegane Ernährung bedeutet nicht sojalastige Ernährung sondern pflanzenbasierte Ernährung. Mein Nudelsalat, Gemüsewok, etc. kommen alle ohne Soja aus und Gemüse ist eins der billigsten Nahrungsmittel überhaupt. Geld fällt als Ausrede also schon mal weg ;-)

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